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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-05-01 - 2024-09-30

Kenntnisse über die spezifischen Trockenstressreaktionen unserer heimischen Baumarten sind notwendig, um zukünftige klimabedingte Verschiebungen ihrer Verbreitungszonen abzuschätzen. Buche ist die Hauptbaumart des Wienerwaldes, doch reagiert besonders empfindlich auf Bodentrockenheit und hohe Lufttemperaturen. Andere Baumarten wie Eiche, Hainbuche, Lärche, Rot- und Schwarzkiefer, Tanne, Fichte, Douglasie, Robinie und Spitzahorn sind gegenwärtig nur in geringem Ausmaß beigemischt. In diesem Projekt werden dendrochronologische und dendrochemische Analysen sowie ökohydrologische Modelle mit einem weltweit einzigartigen Datensatz (bis zu 97 Buchenbestände) aus Boden- und Blattdaten der Jahre 1984 und 2012 verschnitten. Weiters werden stabile Isotope Analysen von Kohlenstoff (13C/12C-Verhältnisse) in datieren Jahrringen analysiert, um Trockenstressperioden zu charakterisieren. Geschlossene Schließzellen (Stomata) verursachen eine photosynthetische Diskriminierung von 13CO2, sodass Blätter und datierte Jahrringe durch geringere 13C/12C-Verhältnisse gekennzeichnet sind. Die Forschungsfragen lauten: i) Wie trockenheitssensitiv ist die Buche im Vergleich zu den anderen vorkommenden Baumarten Eiche, Hainbuche, Lärche, Waldkiefer, Schwarzkiefer, Tanne, Fichte, Douglasie, Robine und Spitzahorn? ii) Welche dendrochemischen Parameter sind am besten geeignet, um die (historischen) Transpirationsraten der zu untersuchenden Baumarten zu schätzen? iii) Wie beeinflussen Standortsfaktoren (Klima, Boden, Lage) die Reihenfolge der baumartenspezifischen Sensibilität? iv) Stimmen die experimentell erhobenen Daten mit den modellierten Bestandeswerten für Widerstand, Erholung und Resilienz bezüglich Bodentrockenheit überein, und wenn ja, sind klimabedingte Änderungen prognostizierbar? Letztendlich ist es das Ziel, anhand historischer Trockenstressreaktionen der angeführten Baumarten zukünftige Bestockungsziele des Wienerwaldes für verschiedene Klimaszenarien abzuleiten.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-03-01 - 2024-09-30

Für die nachhaltige Bereitstellung des nachwachsenden Rohstoffs Holz kommt der Mechanisierung der Waldbewirtschaftung große Bedeutung zu. Die Abstimmung der Technologie mit den ökologischen Rahmenbedingungen entscheidet maßgeblich über die Pfleglichkeit der Nutzung. Ein standortsangepasster Technologieeinsatz ist daher eine Grundlage der Waldbewirtschaftung auf verdichtungsanfälligen Böden. Ziel des gegenständlichen Projektes ist es, eine Datenbasis für die Beurteilung der Auswirkungen unterschiedlicher Holzerntetechnologien auf Waldstandorten mit verdichtungsanfälligen Böden für die aktuell herrschenden und künftig zu erwartenden klimatischen Verhältnisse zu schaffen. Anhand von dokumentierten Holzernteeinsätzen der letzten zehn Jahre und der, während der Projektlaufzeit unter kontrollierten Bedingungen durchgeführten Nutzungen werden Auswirkungen verschiedener eingesetzter Technologien (Art, Ausführung) unter definierten Bodenzuständen (Wassergehalt, Boden gefroren oder nicht etc.) untersucht. Die Indikatoren erlauben eine Aussage über die Auswirkung unterschiedlicher Erntemaßnahmen auf die Bodenfunktionen, den verbleibenden Bestand sowie die Verjüngung. Der, über das Verhältnis von Oberflächenabfluss zu Infiltration, Wasserspeicherkapazität und Durchwurzelung des Bodens gesteuerten Wasserverfügbarkeit kommt hierbei für den Folgebestand besondere Bedeutung zu. Diese Gegenüberstellung soll Waldbewirtschafter*innen eine praxisorientierte Entscheidungsmatrix liefern, die neben den zu erwartenden Holzerntekosten auch die Chancen und Risiken der verschiedenen Technologien klarstellt. Ziel ist es, Handlungsempfehlungen für die Wahl der bestgeeigneten Holzerntetechnologie in Abhängigkeit von Standort und Witterung abzuleiten. 
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-09-01 - 2024-11-30

Die österreichischen Wälder sind von den Auswirkungen des Klimawandels stark betroffen, sowohl direkt durch die Veränderung der abiotischen Bedingungen und der Lebensraumeignung als auch indirekt durch die erhöhte Häufigkeit und Intensität von Störungen wie Windwurf und Borkenkäferbefall. Die erfolgreiche Wiederherstellung der betroffenen Gebiete erfordert Aufforstung oder natürliche Verjüngung, die beide von der Qualität und Quantität der Samenproduktion klimaresistenter Baumarten abhängen. Da die Samenproduktion bei den meisten Waldbäumen der gemäßigten Zonen im Laufe der Zeit stark schwankt, ein Phänomen, das als Masting bezeichnet wird, schwanken die verfügbaren Samenmengen für die Wiederaufforstung und die natürliche Regeneration von Jahr zu Jahr erheblich. Eine zukunftsweisende Strategie für die Wiederherstellung der österreichischen Wälder erfordert daher ein umfassendes Verständnis der mechanistischen Triebkräfte für die Quantität und Qualität der Samenproduktion, um Strategien zur Optimierung der Samenernte sowohl in zertifizierten Samenbeständen als auch in Samenplantagen zu entwickeln. Ziel dieses Forschungsprojekts ist es, die Triebkräfte der Saatgutproduktion, der Saatgutqualität und der genetischen Vielfalt der österreichischen Waldbaumarten zu untersuchen, die Auswirkungen des Klimawandels darauf zu ermitteln und Strategien zu bewerten, die die Zuverlässigkeit und Qualität des für Aufforstungen verfügbaren Saatguts verbessern. Im Rahmen des Projekts werden innovative Verfahren zur Bewirtschaftung von Samenplantagen erprobt und angewendet, um die Saatgutproduktion für Eiche und Weißtanne zu verbessern. Darüber hinaus sollen die natürliche Rekrutierungsdynamik und ihre Grenzen während der Samen- und Sämlingsphase quantifiziert werden, um "handfreie" Managementkonzepte zu bewerten. Das Projekt zielt darauf ab, auch kleine Waldbesitzer einzubeziehen, die mit ihrer Saatguternte dazu beitragen könnten, den nationalen Mangel an Saatgut abzumildern, während ihre Beteiligung auch das Bewusstsein für Fragen der Waldbewirtschaftung in Zeiten des Klimawandels schärft. In enger Abstimmung mit Praktikern wollen wir Empfehlungen und Methoden zur Steigerung der Erträge und zur Erhaltung der genetischen Vielfalt von Saatgutkulturen ableiten.

Betreute Hochschulschriften