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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-09-01 - 2024-11-30

Die österreichischen Wälder sind von den Auswirkungen des Klimawandels stark betroffen, sowohl direkt durch die Veränderung der abiotischen Bedingungen und der Lebensraumeignung als auch indirekt durch die erhöhte Häufigkeit und Intensität von Störungen wie Windwurf und Borkenkäferbefall. Die erfolgreiche Wiederherstellung der betroffenen Gebiete erfordert Aufforstung oder natürliche Verjüngung, die beide von der Qualität und Quantität der Samenproduktion klimaresistenter Baumarten abhängen. Da die Samenproduktion bei den meisten Waldbäumen der gemäßigten Zonen im Laufe der Zeit stark schwankt, ein Phänomen, das als Masting bezeichnet wird, schwanken die verfügbaren Samenmengen für die Wiederaufforstung und die natürliche Regeneration von Jahr zu Jahr erheblich. Eine zukunftsweisende Strategie für die Wiederherstellung der österreichischen Wälder erfordert daher ein umfassendes Verständnis der mechanistischen Triebkräfte für die Quantität und Qualität der Samenproduktion, um Strategien zur Optimierung der Samenernte sowohl in zertifizierten Samenbeständen als auch in Samenplantagen zu entwickeln. Ziel dieses Forschungsprojekts ist es, die Triebkräfte der Saatgutproduktion, der Saatgutqualität und der genetischen Vielfalt der österreichischen Waldbaumarten zu untersuchen, die Auswirkungen des Klimawandels darauf zu ermitteln und Strategien zu bewerten, die die Zuverlässigkeit und Qualität des für Aufforstungen verfügbaren Saatguts verbessern. Im Rahmen des Projekts werden innovative Verfahren zur Bewirtschaftung von Samenplantagen erprobt und angewendet, um die Saatgutproduktion für Eiche und Weißtanne zu verbessern. Darüber hinaus sollen die natürliche Rekrutierungsdynamik und ihre Grenzen während der Samen- und Sämlingsphase quantifiziert werden, um "handfreie" Managementkonzepte zu bewerten. Das Projekt zielt darauf ab, auch kleine Waldbesitzer einzubeziehen, die mit ihrer Saatguternte dazu beitragen könnten, den nationalen Mangel an Saatgut abzumildern, während ihre Beteiligung auch das Bewusstsein für Fragen der Waldbewirtschaftung in Zeiten des Klimawandels schärft. In enger Abstimmung mit Praktikern wollen wir Empfehlungen und Methoden zur Steigerung der Erträge und zur Erhaltung der genetischen Vielfalt von Saatgutkulturen ableiten.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-08-01 - 2024-11-30

Das Waldfond Projekt “Klimafitte Wälder: Herkunftswahl und Pflanzverfahren” (Akronym: WaldFIT-WF-Projekt) enthält acht Arbeitspakete (AP) und soll 40 Monate (geplanter Beginn 01/09/2021- Ende 31/12/2024) dauern. Der Schwerpunkz des Projekts liegt auf Genetik im Wald sowie auf der Verbesserung von forstlichem Vermehrungsgut und Pflanzverfahren. Es werden dabei neue Flächen mit Herkunftsversuchen der wichtigen heimischen Baumarten (Fichte, Ahorn) und der nicht-heimischen Baumarten (Douglasie) angelegt um künftige Untersuchungen über die Eignung von forstlichem Vermehrungsgut unter adaptierten Anbaumethoden unter sich ändernden Klimabedingungen durchführen zu können. Das AP5 (Inst. für Waldbau) umfasst die Herkunftsidentifikation ausgewählter Erntebestände sowie Klone der Douglasie aus einer Samenplantage in Österreich. Ferner sollen Samenplantage und Erntebestände hinsichtlich der Qualität und der genetischen Vielfalt des dort erzeugten Saatguts verglichen werden und die Reproduktionsverhältnisse in natürlich verjüngten Beständen mittels genetischer Marker untersucht werden. Das AP7 (Inst. für Waldökologie) umfasst die Evaluation von zwei Hydrogelsorten und -konzentrationen zur Steigerung der Wuchsleistung und Verminderung der Mortalitätsraten von fünf Baumarten (Ahorn, Douglasie, Eiche, Fichte, und Lärche) auf Wiederaufforstungsflächen in drei österreichischen Wuchsgebieten (FB Inneres Salzkammergut und Traun-Innviertel, FB Pinzgau und Pongau, und FB Waldviertel-Voralpen).
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-02-01 - 2025-01-31

VUCL möchte die neuesten, auf Messung beruhenden Methoden zum Emissionsmonitoring erproben, um eine drängende Forschungsfrage von praktischer und politischer Bedeutung anzugehen – Sind Wiens Treibhausgasemissionen hinlänglich genau messbar? Der Handlungsbedarf in Großstädten ist sehr hoch. Systeme, die lokale Emissionen messen können, um Klimaschutzmaßnahmen zu evaluieren, werden zusehends wichtiger und werden immer genaueren Prüfungen unterzogen werden. Messbasierte Systeme bieten ein enormes Potential. Allerdings braucht es noch einiges an Forschung, bevor sie in bestehende Monitoringsysteme, die momentan auf Emissionsinventuren beruhen, integriert werden können. VUCL plant daher eine Reihe modernster wissenschaftlicher Untersuchungen, wie Eddy-Kovarianzmessungen von Kohlendioxid- (CO2) und Methanfüssen (CH4) in großer Höhe, kombiniert mit CO2 Isotopenflussmessungen, ebenso wie Messkampagnen mit einem FTIS Spektrometer-Netzwerk, um in Windrichtung CO2 und CH4 Konzentrationsgradienten vor und hinter dem Stadtzentrum zu erfassen. VUCL ist ein Konsortium aus der Univ. für Bodenkultur Wien (BOKU), der Technischen Universität München (TUM), dem Umweltbundesamt Österreich (EAA) und der A1 Telekom Austria AG mit folgenden Zielen: die Wissenschaft am Gebiet der Treibhausgasmessung voranbringen, die neuesten Messmethoden der Stadtverwaltung präsentieren und die Basis für ein adäquates Monitoringsystem legen, das die gesamten und sektorspezifischen Emissionsreduktionen bemessen kann.

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