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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-11-15 - 2024-11-14

Im vorliegenden Projekt soll das Resistenzzüchtungsprogramm „Esche in Not“ für die Gemeine Esche (Fraxinus excelsior), die durch das von dem eingeschleppten Schlauchpilz Hymenoscyphus fraxineus hervorgerufene Eschentriebsterben gefährdet ist, fortgesetzt werden. Die bisherigen Versuchsergebnisse sind ausgesprochen vielversprechend, da eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Züchtung nachgewiesen werden konnte, d.h. eine auf dem Erbgut basierende Variation in der Resistenz gegenüber dem Eschentriebsterben ist in dem im Vorprojekt gesammelten Versuchsmaterial vorhanden. Im Gesamtprojekt sollen folgende Ziele erreichet werden: 1. Auswahl von gegenüber dem Eschentriebsterben hochresistenten Sämlingen mit gleichzeitig erhöhter Resistenz gegenüber Hallimasch-Arten 2. Produktion und praxisreife Bereitstellung eines Eschen-Klongemisches und Anlage von Testanbauten dieser Klone in Forstbetrieben 3. Etablierung einer Klon-Samenplantage der Gemeinen Esche zur Erzeugung von Eschenvermehrungsgut mit hoher Krankheitsresistenz 4. Information über das Projekt an die Öffentlichkeit, forstliche Praxis und den Naturschutz Das IFFF-BOKU ist insbesondere an den Arbeiten zur Erreichung des 1. Projektziels beteiligt. Durch die künstliche Inokulation von zuvor aufgrund anderer Merkmale (keine oder geringe Symptome des Eschentriebsterbens, Austrieb, Höhe, molekulare Marker) ausgewählten „besten“ Eschen-Genotypen in den Resistenztests im BFW-Versuchsgarten in Tulln mit dem Eschentriebsterben-Erreger Hymenoscyphus fraxineus soll die Präzision bei der Auswahl von hoch resistenten Genotypen der Esche für die geplanten Testanbauten von Eschen-Klongemischen und für die geplante Samenplantage erhöht werden. Das vorliegende Projekt wird die Basis für resistentes Vermehrungsgut der Esche schaffen, und so einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit und Biodiversität der österreichischen Wälder leisten. So soll die Esche auch für künftige Generationen ihre ökologischen und ökonomischen Funktionen erfüllen. en.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-02-01 - 2023-01-31

Phytoplasmen sind obligatorische endosymbiontische Bakterien, die das Phloem vieler Pflanzenarten besiedeln und weltweit hunderte von Pflanzenkrankheiten verursachen. In der Natur werden Phytoplasmen hauptsächlich durch Insekten übertragen. Während im Prinzip alle Insekten, die sich von Pflanzensäften ernähren, Phytoplasmen übertragen können, sind nur wenige Arten Vektoren. Dies liegt daran, dass die Übertragungseffizienz von Phytoplasmen von einer komplexen Interaktion des Insektenvektors, der Wirtspflanze und dem Phytoplasma ist. Ein weiter wichtiger – derzeit meist ignorierter – Faktor ist das Mikrobiom des Insektes. Apfeltriebsucht (AP) ist eine Erkrankung, die durch Phytoplasmen verursacht wird. Pflanzen die mit diesem Bakterium infiziert sind bilden ein typisch hexenbesenartiges Wachstum der Triebe. Vor allem aber bilden infizierte Pflanzen Äpfel mit geringere Fruchtgröße und -qualität. Da es nicht möglich ist infizierte Apfelbäume zu heilen, kann die Ausbreitung der Krankheit nur begrenzt werden indem infizierte Bäume gerodet werden. AP-Phytoplasmen werden hauptsächlich von zwei Psylliden, dem Sommerapfelblattsauger Cacopsylla picta und dem Weissdornblattsauger Cacopsylla melanoneura, übertragen. Die Gattung Cacopsylla enthält sowohl Vektoren als auch Nicht-Vektoren von Phytoplasma. Zudem ist die Übertragungseffizienz nicht artspezifisch, das heißt innerhalb einer Spezies können einige geographische Varianten Phytoplasmen übertragen, während andere dies nicht können. Während C. melanoneura der Hauptvektor für AP-Phytoplasma im Nordwesten Italiens ist, ist dieselbe Art ein schlechter Überträger in Norditalien und weiten Teilen Europas. Im Gegensatz dazu ist C. picta in den meisten europäischen Populationen der primäre Vektor mit variablen Übertragungsraten. Andere Cacopsylla-Arten hingegen übertragen keine Phytoplasmen. Faktoren, die die Übertragungseffizienz von ‘Ca. P. mali’ beeinflussen sind derzeit nicht bekannt. In diesem Projekt wollen wir Faktoren untersuchen, die die unterschiedliche Übertragungseffizienz von Phytoplasma verursachen. Mit Hilfe populationsgenetischer Methoden möchten wir die Wechselwirkung zwischen dem Phytoplasma, dem Vektor und seinem Mikrobiom zu untersuchen. Daher werden wir 1) Genomsequenzierung und -charakterisierung verschiedener Insektenpopulationen durchführen; 2) die Genome der Phytoplasma-Stämme, die in diesen Insekten vorhanden sind, sequenzieren, sowie 3) eine vergleichende Genomsequenzierung unterschiedlicher Bakterien, die in den Vektorpopulationen vorhanden sind, durchführen. Ziel dieses Projektes ist es, Schlüsselfaktoren zu bestimmen, die die Transmission und die Übertragungseffizienz beeinflussen und diese in einem Transmissionsexperiment zu testen. Wir möchten bestimmen, ob die Akquisition und die Übertragung von AP vom Genotyp des Insektenvektors, von der mikrobiellen Gemeinschaft des Vektors und/oder vom Phytoplasma-Stamm abhängen. Unsere Ergebnisse werden neue Einblicke in die komplexe Biologie von Phytoplasma Übertragung geben und werden daher ein wichtiger Meilenstein bei der Bekämpfung dieser Krankheit sein.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-10-01 - 2022-09-30

Das Projekt „Anpassung autochthoner und kulturell wertvoller Schwarzkiefernwälder an zukünftige Klimabedingungen unter spezieller Berücksichtigung forstpathologischer Probleme und inner-artlicher genetischer Variation (ASKFORGEN)“ ist ausführlich im LE-Förderungsantrag des BFW an das BMNT beschrieben und verfolgt das Ziel, wertvolle Waldökosysteme, welche maßgeblich durch die Baumart Schwarzkiefer (Pinus nigra) geprägt sind, langfristig gegen klimatisch-bedingte Epidemien des Kieferntriebsterbens (Diplodia sapinea) anzupassen. Dabei soll die bereits bestehende innerartliche natürliche Variation der Anfälligkeit von Pinus nigra gegenüber Diplodia sapinea getestet und nutzbar gemacht werden. Die im Rahmen des Projekts durch das Institut für Forstentomologie, Forstpathologie und Forstschutz der BOKU angebotenen Teilleistungen umfassen die folgenden Aufgaben: • Durchführung von Laboruntersuchungen in Hinblick auf die Auswahl und Phänotypisierung von resistenten Mutterbäumen (Arbeitspaket 1) • Anleitung und Betreuung der Untersuchungen zur Evaluierung der Resistenz der Klone bzw. Rameten aus dem Klonarchiv (Arbeitspaket 2). • Entwicklung und Etablierung eines Saatgutuntersuchungsprotokolls (Arbeitspaket 3). • Mitwirkung bei der Revision von derzeit zugelassenen Saatguterntebeständen der Schwarzkiefer in Österreich (Berücksichtigung der genetischen Resistenz gegenüber Diplodia sapinea) (Arbeitspaket 4). • Dokumentation der oben beschriebenen Aufgaben in Form von Protokollen und Berichten, die Durchführung von mit den Arbeiten im Zusammenhang stehenden Auswertungen, sowie die Übergabe der Protokollierungen, Berichte und Auswertungen in elektronischer Form an das BFW

Betreute Hochschulschriften