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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-09-01 - 2024-08-31

Projektziel ist die Erhebung der Schadholzpotentiale und des Risikos für Waldbestände unter besonderer Beachtung der gefahrdrohenden Vermehrung von Schadorganismen und abiotischen Schadereignissen, durch die kombinierte Nutzung von modernen Fernerkundungsmethoden und innovativen Modellierungsansätzen. Die derzeit ablaufende Massenvermehrung des Buchdruckers (Ips typographus) machte deutlich, dass effiziente Borkenkäferbekämpfung nicht zuletzt auch eine Frage der Logistik ist. Das beantragte Projekt will durch die neuartige Verknüpfung von Analyse der Prädisposition der Bestände, Wahrscheinlichkeit des Auftretens des Schadfaktors und Abschätzung der Gefährdung ein innovatives Werkzeug der Risikoanalyse für Waldbestände, die nicht zuletzt wichtige Grundlage einer verbesserten Schadholzlogistik sein kann, schaffen. Wir bedienen uns dazu Methoden der ökoklimatischen Modellierung (Entwicklung der Buchdruckers, Abwehrfähigkeit der Fichte), der Fernerkundung (Bestandesdaten, aktuelle Schadauftreten) und der Beurteilung der Bringungssituation. Die österreichweit erstmals vorliegenden, sehr detaillierten Standortsdaten aus der dynamischen Waldtypisierung der Steiermark geben die Möglichkeit, die Modelle für dieses Bundesland in großer Detailliertheit zu entwickeln und mittels Klimaszenarien in die Zukunft zu blicken – als Pilotprojekt für andere Bundesländer, die mit der Waldtypisierung folgen werden. Das in dem Projekt entwickelte Werkzeug der Risikoanalyse kann also laufend adaptiert und weiterentwickelt werden und soll so den Nutzer*innen längerfristig dienen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-06-01 - 2026-05-31

Ein Bakterium in Zeit und Raum In allen tierischen Organismen spielen Bakterien eine wichtige Rolle. Ein gutes Beispiel für solche Interaktionen sind die bakteriellen Endosymbionten von Insekten, wie zum Beispiel Wolbachia. Diese kommen in sehr vielen Insektenarten vor, werden maternal vererbt und manipulieren die Reproduktion ihres Wirts. Es gibt aber kaum Beispiele, wie sich dieses Bakterium ausbreitet. Ziel dieses Projekts ist, die Ausbreitungsdynamik von Wolbachia in der Europäischen Kirschfruchtfliege zu untersuchen. In dieser Fliegenart ist die Ausbreitungskapazität sehr klein, da diese einerseits nur eine Generation pro Jahr ausbildet, andererseits die Flugdistanz sehr gering ist. Wolbachia verursacht den Tod der Nachkommen, wenn sich infizierte Männchen mit nicht-infizierten Weibchen paaren. Kürzlich wurde ein Transekt mit einer außergewöhnlichen Charakteristik beschrieben: Zwischen infizierten und nicht-infizierten Populationen wurden Übergangspopulationen mit einem graduellen Anstieg von infizierten Individuen von Süden nach Norden gefunden. In dem vorliegenden Projekt sollen Populationen von diesem Transekt über zehn Jahre untersucht werden, damit die Ausbreitung von diesem Bakterium besser verstanden werden kann. Das Verständnis darüber ist wichtig, da Wolbachia auch in der Bekämpfung von diversen Insektenarten verwendet wird. Weiters wollen wir das Genom der Fliegen aber auch der Bakterien untersuchen, um positive bzw. negative Interaktion dieser beider Organismen besser zu verstehen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-10-01 - 2024-09-30

Die Gemeine Esche (Fraxinus excelsior), die zusammen mit der Eiche die zweithäufigste Laubbaumart im österreichischen Ertragswald ist, ist durch das Eschentriebsterben, einer schwerwiegenden neuartigen Baumkrankheit, die von dem invasiven, nicht-heimischen Schlauchpilz Hymenoscyphus fraxineus hervorgerufen wird, stark gefährdet. Der Krankheitserreger ist in Ost-Asien heimisch, wurde auf unbekannte Weise um 1990 nach Europa eingeschleppt und hat sich in den letzten drei Jahrzehnten sukzessive zu einem schwerwiegendem Forstschutzproblem der Gemeinen Esche und anderer Eschenarten entwickelt. Im vorliegenden Projekt sollen das Wissen über die Krankheitsresistenz der Gemeinen Esche (Fraxinus excelsior) gegenüber dem Eschentriebsterben-Erreger Hymenoscyphus fraxineus vertieft werden, der Einfluss von Baumartenmischung, Bestandesdichte der Esche und Umweltfaktoren auf das Eschentriebsterben, und die Anfälligkeit bzw. Resistenz von ausgewählten anderen, vor allem nicht-heimischen Eschen-Arten (Fraxinus spp.) gegenüber der Krankheit untersucht werden. Zusätzlich sind Untersuchungen zum Auftreten und zur Bedeutung von Hallimasch-Arten (Armillaria spp.), die im Zuge des Eschentriebsterbens zu wichtigen Mortalitätsfaktoren an der Esche wurden, vorgesehen. Alle Untersuchungen werden in einer Eschen-Klon-Samenplantage und auf bereits bestehenden Freiland-Versuchsflächen, die in den letzten Jahren angelegt wurden, durchgeführt. Das Projekt gliedert sich entsprechend seiner vier Hauptziele in folgende vier thematische Arbeitspakete (AP): • AP 1: Resistenz der Gemeinen Esche gegenüber dem Eschentriebsterben • AP 2: Einfluss von Baumartenmischung (AP 2.1) und Umweltfaktoren (AP 2.2) auf das Eschentriebsterben • AP 3: Anfälligkeit verschiedener Eschenarten für das Eschentriebsterben • AP 4: Auftreten von Hallimasch-Arten und deren Bedeutung als Mortalitätsfaktor auf den Versuchsflächen Das Projekt wird von der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU), die als Projekt-Antragstellerin auftritt und dem Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft (BFW), das als Subauftragnehmer agiert, als gleichwertige Partner durchgeführt. Während die BOKU hauptsächlich für die Arbeitspakete 1, 2.1 und 3 verantwortlich ist, führt das BFW die Arbeiten der Arbeitspakete 2.2 und 4 durch.

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