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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-08-01 - 2019-12-31

Vor dem Hintergrund der geplanten Erarbeitung des Erneuerbaren Ausbau Gesetzes 2020 einerseits und den Vorgaben der EU Wasserrahmenrichtlinie und der FFH-Richtlinie andererseits sollen im Rahmen dieser Kurzstudie alle Fließgewässer Österreichs mit einem Einzugsgebiet ab 10 km² in Hinblick auf ihre (ökologische) Intaktheit, ihren Schutzstatus, sowie ihr Schutzpotential analysiert werden. Die Analyse der ökologischen Intaktheit bzw. Relevanz basiert auf Daten des Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplanes, sowie auf Ausweisungen im Österreichischen Aueninventar. Hierbei soll insbesondere erhoben werden, welche Fließgewässerstrecken hinsichtlich ihrem ökologischen und hydromorphologischen Status und dem Zustand ihrer Auenokosysteme von besonderer ökologischer Relevanz sind und inwiefern diese Strecken durch rechtliche Festlegungen von weiteren Ausbauplänen auszuschließen sind. Je nach gegebenem Schutzstatus bzw. den Vorgaben vorhandener Regionalprogramme wird weiter der Schutzbedarf sowie das Schutzpotential für ausgewählte Tier- und Pflanzenarten ermittelt.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-05-01 - 2021-07-31

- Since its first application to macroorganisms in 2013, environmental DNA (eDNA) has increasingly appeared to be a promising non-invasive method for improving aquatic biodiversity monitoring. eDNA refers to DNA obtained from environmental samples without the prior isolation of any target organism. In the case of water samples, eDNA contains both intra-organism DNA (e.g., small planktonic organisms) and extra-organism DNA (e.g., from fish) which can be cellular or extracellular and degraded. With the emergence of next-generation sequencing (NGS) platforms and the use of universal PCR primers (eDNA metabarcoding), large collections of taxa can be identified via a single experiment. This not only offers the possibility to detect rare or evasive species but also allows the rapid biodiversity assessment of large communities and the reconstruction of ecological and evolutionary processes from easy-to-collect samples. Recently, a study demonstrated the capacity of eDNA metabarcoding to describe longitudinal fish assemblage patterns in a large river (Rhône River), and metabarcoding appears to be a reliable, cost-effective method for future monitoring. Our aim is to apply this methodology to the Danube basin on the Joint Danube Survey 4 with the support of ICPDR and in collaboration with the EU Cost Action DNAqua-net. In order to extend the study to a larger number of sites, a consortium has been set up under the impetus of the Institute for Hydrobiology and Aquatic Ecosystem Management (IHG, BOKU): ICPDR, DNAqua-net, Interreg Project MEASURES, SPYGEN Laboratory - France, VigiLIFE NGO - France, ÖK-IAD and BMNT.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-05-01 - 2022-04-30

Der Rückgang der Gletscher und die damit verbundenen langfristigen Auswirkungen auf die Landbedeckung und die talwärts gelegenen Fließgewässer stehen im Zentrum des Projekts. Die Analysen basieren auf Orthofotos der letzten 70 Jahre; mittels historischer Karten wird der zeitliche Rahmen bis um das Jahr 1800 erweitert. Die GIS-basierte Rekonstruktion der historischen Veränderungen der Landbedeckung und des Gewässersystems innerhalb der letzten rund 200 Jahre wird entsprechend der von Hohensinner et al. (2013) entwickelten „regressiv-iterativen Rekonstruktionsmethode“ vorgenommen. Im vorliegenden Projekt wird dieser methodische Ansatz für das LTER-Untersuchungsgebiet am Gletscher Jamtalferner und im flussabwärts gelegenen, ca. 12 km langen Jamtal in Tirol erweitert. Für jeden rekonstruierten Zeitpunkt werden Gletscher, (proglaziales) Gewässernetz, Schuttflächen, natürliche Vegetationsbedeckung und die vom Menschen veränderte Landbedeckung lokalisiert und deren Ausmaße quantifiziert. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung des Gewässersystems des Jambachs, d.h. ob signifikante Änderungen des morphologischen Flusstyps (gestreckt, verzweigt, gewunden, pendelnd, mäandrierend usw.), der Gewässerbreiten oder der Laufentwicklung erkennbar sind. Änderungen der historischen Flussmorphologie deuten auf eine Veränderung der äußeren Rahmenbedingungen, d.h. eine Zunahme oder Abnahme der Sedimentzufuhr oder des bordvollen Abflusses, hin. Die Analyse der historischen Landbedeckung ermöglicht weiterführende Schlüsse auf die möglichen Ursachen für Veränderungen des Gewässersystems.

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