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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2023-01-01 - 2026-12-31

Im Rahmen des AquaINFRA-Projekts werden neuartige Methoden und Dienste implementiert, die die Forschung im marinen sowie Süßwasserbereich unterstützen sollen. Diese werden in Fallstudien, den so genannten "Living Labs", angewandt und somit auch in allen Teilzielen zum Einsatz kommen. Die AquaINFRA-Interaktionsplattform (AIP) ist ein gemeinsamer Rahmen(Website), von dem aus die Nutzer:innen interagieren und die Ressourcen verwenden können, die den Forschungsgemeinschaften durch AquaINFRA zur Verfügung gestellt werden. Diese Resources erleichtern die Entdeckung, den Zugang, die Erkundung und die Visualisierung von Datensätzen. Über den AquaINFRA Data Discovery and Access Service werden die Dienste der breiten Öffentlichkeit verfügbar gemacht.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-11-07 - 2023-11-06

Versandungsprozesse in Fließgewässern verlaufen relativ unscheinbar und werden daher von routinemäßigen Monitoringmaßnahmen oftmals übersehen. Im vorliegenden Projekt wird die Qualität des Substrats eines 10 km langen Abschnitts des Kleinen Kamps kartiert, digitalisiert und flächenmäßig quantifiziert werden. Die Digitalisierung einer methodisch gleichen Kartierung des Jahres 2006 derselben Strecke ermöglicht einen direkten Vergleich der Substratqualität und –verteilung und potentieller Änderungen über einen Zeitraum von 16 Jahren. Dabei wird sich zeigen, ob und in welchem Ausmaß eine Zunahme an feinen Sedimenten festzustellen ist. Die Auseinandersetzung mit der Problematik im fischökologischen Kontext ist noch nicht weit fortgeschritten, obwohl deutliche Einbußen bei Fischbeständen aufgrund des Verlusts von Laichplätzen, des Rückgangs der strukturellen Vielfalt und des Rückgangs der Nährtiere die Folge sind.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2023-01-01 - 2024-12-31

Während zwei der sechs Donaustörarten bereits lokal ausgestorben sind, erfordert der Status der drei verbleibenden anandromen Arten sofortige Ex-situ-Erhaltungsmaßnahmen, um die verbleibende genetische Vielfalt zu erhalten. Diese Ex-situ-Maßnahmen müssen einen autochthonen, genetisch vielfältigen Laicherbestand erhalten, der nach den neuesten Fortpflanzungs- und Haltungsmethoden für die Freisetzung von Jungfischen arbeitet und gemeinsam verwaltet wird und allen Einzugsstaaten für Erhaltungszwecke zur Verfügung steht. Derzeit gibt es keine zentralisierten Brutbestände in Genbanken und die Erhaltung ist teilweise vom guten Willen einzelner Landwirte abhängig. Die BOKU-IHG hat gemeinsam mit Partnern aus UA, RO, BG, HU, SI und SK das LIFE-Boot 4 Störe im Jahr 2021 beim LIFE-Programm der EU eingereicht, um die erforderliche Infrastruktur auszubauen und zu etablieren, die Grundlage für die Zucht zu schaffen und Jungtiere freizusetzen, um die Populationen von Beluga, Russischem Stör und Sternhausen in der Donau zu unterstützen. In rumänischen Kaviarfarmen befinden sich sehr wertvolle Wildfische (F0) und ihre Nachkommen (F1) aus Vermehrungen von 2008-2014. Diese Fische laufen Gefahr, in naher Zukunft für Kaviar geschlachtet zu werden, wodurch ihr Genotyp für die Erhaltung verloren geht. In diesem Vorschlag wird ein genetisches Screening der Fische in diesen Farmen vorgeschlagen, bei dem ihre Abstammung, ihr Stammbaum und ihr Geschlecht untersucht werden, um schließlich seltene Genotypen auszuwählen, die in einen zentralisierten Zuchtstock der BOKU-IHG in AT für die Reproduktion und das Aussetzen von Nachkommen aufgenommen werden. Zweitens sollte ein Teil dieser Tiere markiert und als Demonstrationsmaßnahme in der Donau in Rumänien ausgesetzt werden, um ihre Genotypen auch in freier Wildbahn zu erhalten. Während der Schwerpunkt eindeutig auf der unteren Donau und dem Schwarzen Meer liegt, können die Zuchttiere auch für die Wiederansiedlung in der mittleren Donau sowie im Falle des Beluga-Störs mittelfristig auch im Adriatischen Becken verwendet werden.

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