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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-11-01 - 2022-07-31

In den letzten Jahren hat das Interesse an Klimabürgerversammlungen (CCA) weltweit stark zugenommen, und es wurden bereits mehrere öffentlichkeitswirksame Prozesse durchgeführt oder sind derzeit in Planung. Diese Entwicklung fügt sich in eine laufende internationale Debatte über die Reform der Demokratie durch den Einsatz deliberativer "Mini-Öffentlichkeiten" ein, die von zufällig ausgewählten Bürgern gebildet werden. Damit werden zwei normative Ideale gleichzeitig gefördert: die Gewährleistung von Nachhaltigkeit und die Wahrung der Demokratie. Deliberative Methoden bieten eine Antwort auf die Unzulänglichkeiten der repräsentativen Demokratie und sind Teil einer umfassenderen Bemühung der demokratischen Institutionen, offener für den Input und das kollektive Wissen der Bürger zu werden. Das Projekt "Wissenschaftliche Bewertung der Österreichischen Klimabürgerversammlung" (SACCA) trägt zur Analyse und Förderung demokratischer Innovationen im Kontext der Klimapolitik bei und liefert Anhaltspunkte für künftige gute Praktiken und Möglichkeiten zur Institutionalisierung von Bürgerbeteiligung in Österreich. Das Projekt führt eine interdisziplinäre Bewertung der österreichischen KlimabürgerInnenversammlung durch und vergleicht den österreichischen Prozess und die Ergebnisse mit anderen deliberativen Minipublics auf nationaler Ebene. Das Projekt ist in sechs Arbeitspakete (AP) gegliedert, die den Bewertungsansatz des Projekts beschreiben, der sich an internationalen Standards der Projektevaluation orientiert.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-05-01 - 2024-10-31

Das Projekt untersucht, inwieweit die Europäische Union Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften, Wirtschafts- und Verbraucherverbände in die Gestaltung und Umsetzung ihrer Politik zur Bekämpfung von Ungleichheiten in ihrer Nachbarschaft einbezieht. Im Rahmen des Projekts wird einerseits eine Organisationsumfrage mit Nicht-Regierungsorganisationen in Ländern der südlichen und östlichen EU-Nachbarschaft durchgeführt. Andererseits wird auf Grundlage qualitativer Forschung in Ukraine, Georgien, Tunesien, Marokko zwei Dimensionen der Bekämpfung von Ungleichheiten und Diskriminierung in drei Politikfeldern untersucht (Migration, Umwelt, Lebensmittelsicherheit). In der Governance-Dimension analysieren wir die Auswirkungen der Beteiligung nichtstaatlicher Akteure auf die demokratische Legitimität der EU-bezogenen Politik. In der politischen Dimension untersuchen wir die inhaltlichen Auswirkungen auf die Beseitigung wirtschaftlicher, sozialer, kultureller und territorialer Ungleichheiten.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-05-01 - 2022-10-31

Das Projekt NTN setzt sich mit der Frage auseinander, wie nachhaltiges Mobilitätsverhalten – zu Fuß gehen, Radfahren und die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel – in der Alltagspraxis als Norm etabliert werden kann. NTN fördert das Verständnis bestehender Mobilitätspraktiken, erforscht mögliche Transformationspfade von der Nische zur Norm und nutzt diese Erkenntnisse in einem Ko-Design-Prozess mit Politik, Verwaltung, Interessensgruppen und den Bürger*innen. Als Fallstudien werden dazu drei niederösterreichische Städte – Korneuburg, Stockerau und Fischamend – herangezogen. Zur Untersuchung wie nachhaltige Mobilitätsverhaltensweisen initiiert und gesteuert werden können, werden sowohl qualitative als auch quantitative Forschungsmethoden eingesetzt. In Übereinstimmung mit dem NÖ Mobilitätskonzept 2030 soll so eine nachhaltige Mobilität in den Städten gefördert und mittelfristig eine Verschiebung des Modal Splits vom motorisierten Individualverkehr hin zum Umweltverbund erreicht werden.

Betreute Hochschulschriften