Konsumsuffizienz und Regionalisierung als Reaktion auf die Pandemie

Unser Konsumverhalten hat sich während der Coronakrise angepasst. Viele Menschen erlebten, dass Konsumverzicht auch seine positiven Seiten hat. Dieser Suffizienzgedanke könnte unter anderem zur Erreichung der Klimaziele förderlich sein.

Auch die österreichischen Direktvermarkter verzeichneten großteils höhere Absätze. Acht von zehn KonsumentInnen beabsichtigen, beim Einkauf stärker auf die regionale Herkunft zu achten. Petra Riefler sieht in der Regionalisierung von Einkaufsgewohnheiten, als Reaktion auf die Pandemie, eine Chance für regionale Betriebe.

Hier  könnt ihr den Artikel der Winter-Ausgabe von "Gesunde Stadt - Das Magazin der Wiener Gesundheitsförderung" nachlesen.

 

Neueste Studie: Österreicher*innen sehen heimische Lebensmittel als krisenfester und umweltfreundlicher

Systemrelevanz der österreichischen Landwirtschaft

Das Institut für Marketing und Innovation führte im Auftrag der Österreichischen Hagelversicherung eine Studie zu Motiven für den Kauf heimischer Lebensmittel und zur Bedeutung der Landwirtschaft in Österreich – gerade in Krisenzeiten – durch. Die Ergebnisse der Studie, an der 500 repräsentativ ausgewählte Haushalte teilnahmen, wurde am 24.07.2020 in einer gemeinsamen Pressekonferenz der Studienautorin Univ. Prof. Dr. Petra Riefler, BM Elisabeth Köstinger und Dr. Kurt Weinberger (Vorstandsvorsitzender HV) vorgestellt.

  • 8 von 10 der Befragten ziehen heimische Lebensmittel immer den importierten Produkten vor, wobei die Standortsicherung ein wesentlicher Aspekt ist.
  • 85 % der Befragten sagen, dass heimische Lebensmittel in Krisenzeiten besser verfügbar sind und generell strenger kontrolliert werden.
  • 86 % der Österreicherinnen und Österreicher halten heimische Lebensmittel für umweltfreundlicher als importierte Ware
  • Im Durchschnitt halten 8 von 10 Österreicherinnen und Österreicher Umweltschonung beim eigenen Lebensmittelkonsum für wichtig und betrachten mit Sorge, wie die Ressourcen des Planeten verschwendet werden.
  • Für 86 % der Befragten ist das Fortbestehen von landwirtschaftlichen Betrieben in Österreich durch die COVID-Pandemie wichtiger geworden.
  • 8 von 10 Befragten sehen den allgemeinen Preisdruck als große Herausforderung für die Landwirtschaft.
  • 83 % der Befragten sehen zudem eine Notwendigkeit, auch in Zukunft eine ausreichende Versorgung an Grundnahrungsmitteln aus Österreich sicherzustellen und die bestehende Abhängigkeit aus dem Ausland zu verringern.

 

Mehr Infos gibt's hier.

Freude an der Arbeit und Innovationen als Erfolgsfaktoren

Ao. Univ. Prof. Dr. Siegfried Pöchtrager im Interview mit Landwirt-Redakteurin Katharina Engler über Work-Life-Balance, Trends in der Agrar- und Ernährungswirtschaft und notwendige Veränderungen, damit junge Landwirt*innen wieder Freude an ihrem Beruf haben.

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Blogbeitrag: Die Pandemie könnte den privaten Konsum langfristig reduzieren

Blogbeitrag: Die Pandemie könnte den privaten Konsum langfristig reduzieren

Institutsleiterin Univ. Prof. Dr. Riefler hat im Zuge des UniVie Corona-Blogs einen Beitrag über die Auswirkungen der Pandemie und des Lockdowns im Frühjahr auf das Konsumverhalten gestaltet.

  • 1 von 5 befragten Personen ist bereit, durch eigenen Konsum die Wirtschaft anzukurbeln.

  • 7 von 10 befragten Personen möchten in Zukunft persönlichen Konsum reduzieren.

  • 60% der Befragten können sich vorstellen, geplante Käufe rascher durchzuführen, um Arbeitsplätze zu sichern.

Den gesamten Blogbeitrag zum Nachlesen finden Sie hier.

 

Regionaler Konsum als Beitrag zur Erreichung der nachhaltigen Wirtschaftsziele

Immerhin für 2/3 aller Österreicher*innen ist es wichtig, dass Produkte aus der Region stammen. Motivationen für den Kauf sind unter anderem das hohe Vertrauen in heimische Proudktionsstandards, aber auch Klima- und Naturschutz.

Als Gast-Autorin in Das Blatt, der Zeitung des Biosphärenpark Wienerwald, macht Univ. Prof. Dr. Petra Riefler auf die Wichtigkeit von nachhaltigem Konsum und damit verbundenen Konsumstrategien aufmerksam. Dabei ist Regionalität ein bedeutender Ansatz. Denn regionale Produkte verzeichnen, aufgrund kürzerer Transportwege, meist geringere CO2-Emissionen.

Verantwortungsvoller Konsum wird auch im Rahmen des SDG 12 (Sustainable Development Goal) der Vereinten Nationen verfolgt und stellt einen wichtigen Teil der Forschungsarbeit unseres Instituts dar. Damit möchten wir aktiv zur Erreichung des SDG 12 beitragen.

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