9. BOKU CAS Herbsttagung: LANDNUTZUNG - Globale Herausforderungen und regionale Perspektiven

Wald, Acker, Siedlung oder Shoppingcenter: Landnutzung unter  Konkurrenzdruck

Die Herbsttagung 2019 des BOKU-Zentrums für Agrarwissenschaften widmete sich dem komplexen Thema der Landnutzung.

Drei Viertel der globalen Landfläche wird vom Menschen genutzt. Das Bevölkerungswachstum, und die ressourcenintensiven Konsumweisen der Industrie-, und zunehmend auch der Schwellenländer, verstärken den Druck auf die Flächennutzung und verschärfen die Konkurrenz zwischen den unterschiedlichen Landnutzungsformen wie Land- und Forstwirtschaft, Siedlungsbau, Verkehr und Infrastruktur, und der Landnutzung zur Gewinnung von Industrieressourcen.

Die Landnutzung verändert die globalen Ökosysteme, und gefährdet vermehrt deren Fähigkeit, sogenannte  „Ökosystemleistungen“ bereitzustellen. Beispiele für (gefährdete) Ökosystemleistungen sind die Bestäubungsleistung von Insekten, die dafür verantwortlich ist, dass rund ein Drittel unserer Nahrungsmittelpflanzen wachsen können, oder die Fähigkeit von Böden, Kohlenstoff zu speichern und so dem Klimawandel entgegenzuwirken.

Die Herbsttagung 2019 des BOKU Zentrums für Agrarwissenschaften widmete sich dem komplexen Thema Landnutzung, indem sie globalen Herausforderungen diskutierte und regionale Perspektiven aufzeigte.

Intensive Nutzung mit Folgen

„Die aktuelle Landnutzung ist vielfach kritisch zu bewerten“, betonte Jochen Kantelhardt, Leiter des CAS (Centre of Agricultural Sciences) an der Universität für Bodenkultur Wien, in seiner Eröffnungsrede. „Die Ausweitung und Intensivierung der Flächennutzung wirken sich oft negativ auf die Funktionsfähigkeit natürlicher Ökosysteme aus.“ Allerdings muss die Landnutzung vielfältigen Ansprüchen gerecht werden. „Es bestehen unterschiedliche Interessen, wie die Ernährung der Weltbevölkerung, der Naturschutz, oder die Bereitstellung von Ressourcen, die zu Konkurrenzen führen, wie beispielsweise der Verlust und die Verbauung landwirtschaftlicher Flächen. Eine Balance zu finden ist eine große und komplexe Aufgabe.“

Wechselwirkungen erkennen und verstehen

Die Sicherung der Welternährung im Jahr 2050 steht vor großen Herausforderungen: Einerseits wird der Klimawandel die Landnutzung stark verändern. Andererseits soll die Landnutzung beim Klimaschutz helfen, indem Bioenergie-Pflanzen gepflanzt werden. Helmut Haberl vom Institut für Soziale Ökologie an der BOKU macht klar: „Wer erwartet, dass Bioenergie-Pflanzen künftig stärker zur globalen Energieversorgung beitragen, muss wissen, dass diese Flächen nicht mehr für Nahrungsmittel zur Verfügung stehen. Die Konkurrenz um fruchtbares Land wird somit steigen“. Landkonkurrenz hängt auch von den zukünftigen Ernährungsmustern ab: „Steigt der tierische Anteil an der Ernährung, so vergrößert sich der Flächenbedarf. Zwar kann man den Flächenbedarf durch Intensivierung eingrenzen, durch den höheren Bedarf an Düngemitteln kommt es jedoch zu einem anderen Problem: die Störung des globalen Stickstoff-Haushaltes"

Selbst Klimaschutzmaßnahmen wie die Aufforstung von Wäldern haben Wechselwirkungen, die infrage stellen, ob die Verbrennung von Biomasse wirklich CO2-neutral ist: „Aktuelle Forschungsarbeiten zeigen, dass die Treibhausgas-Emissionen aus Bioenergie mit zunehmender Bioenergieproduktion ansteigen. In vielen Fällen würde eine Renaturierung genutzter Flächen in den kommenden Jahrzehnten mehr CO2 binden, als durch Bioenergienutzung auf diesen Flächen an Fossilenergie eingespart werden kann“, so Haberl.

Nachhaltige Raumentwicklung

Österreich wächst, sowohl was die Bevölkerung, als auch die Wirtschaft anlangt. Das Wachstum konzentriert sich vor allem in und um die Zentren, während inneralpine und periphere Regionen stagnieren oder schrumpfen. In vielen Ortschaften ist ein sogenannter „Donut-Effekt“ zu beobachten: Die Entwicklung findet am Ortsrand statt, land- und forstwirtschaftlichen Flächen müssen für Bauland und Infrastruktur weichen, während die Ortskerne an Bevölkerung, Betrieben und damit an Lebendigkeit verlieren. Der Verlust von Biodiversität und die Emission von Treibhausgasen sind die Folge. „Es wäre dringend notwendig, Raumentwicklung konsequent und nachhaltig umzusetzen, um eine Funktionsmischung von Wohnen, Arbeiten, in die Schule gehen, Einkaufen und Erholen, in räumlicher Nähe und maßvoller Dichte zu erreichen“, erläuterte Gernot Stöglehner vom Institut für Raumplanung, Umweltplanung und Bodenordnung an der BOKU. „Damit wäre nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Landwirtschaftliche Flächen und Lebensräume für Tiere und Pflanzen würden vor Bebauung geschützt und innerhalb der Zonen könnte eine hohe Lebensqualität gewährleistet werden.“ Da derzeit viele räumliche Entwicklungen in die Gegenrichtung laufen, ist ein rasches Umdenken notwendig.

Kooperation ist der Schlüssel zum Erfolg

Keine Landnutzung prägt die Erde und ihre Landschaften so stark wie die landwirtschaftliche Nutzung. Gleichzeitig wirken diese Landschaften stark auf den Menschen. Annette Piorr vom Leibniz Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (Müncheberg, Deutschland) zeigt, dass der Bezug zur Landschaft, der zum Beispiel über ein Produkt oder dessen Vermarktung hergestellt werden kann, ganz maßgeblich zur Aufwertung dieses Produkts, bzw. zur Inwertsetzung der Landschaft beitragen kann. Anhand von Forschungsergebnissen aus europäischen Projekte diskutierte Dr. Piorr die Rolle von Innovation, Kooperation, Wissen und Zivilgesellschaft als Treiber von Landnutzung. „Beispiele aus der Praxis zeigen, dass regionale Ansätze und Lösungen die Landschaftsaufwertung begünstigen. Insbesondere Kooperationen sind dabei ein wichtiger Faktor.“

Optimierung durch Digitalisierung

Vor dem Hintergrund begrenzter Ressourcen, dem steigenden Bedarf an Nahrungsmitteln und den Wirkungen und Ursachen des Klimawandels ist die Steigerung der Ressourceneffizienz das Zukunftsthema in der Landwirtschaft. „Digitale Technologien wie z.B. sensorgestützte Düngung, oder Precision Farming können dazu beitragen, die Ressourceneffizienz zu steigern und die Umwelt zu entlasten“, betonte Kurt Jürgen Hülsbergen vom Institut für Ökologischen Landbau und Pflanzenbausysteme an der TU München. „Einzelmaßnahmen alleine können die Welt aber nicht verbessen, sie müssen in einem System eingebettet sein“. Hülsbergen gehört zu jenen Forschern, die Landnutzung nicht nur analysieren und bewerten, sondern auch aktiv in die landwirtschaftliche Praxis einbringen wollen. „Wir entwickeln derzeit in einem großen Forschungsverbund ein webbasiertes Managementsystem, das die agrarischen Wertschöpfungsketten optimieren.“ Dieses digitale Tool soll in Zukunft Bauern und Landwirten zur Verfügung stehen.

Auswirkungen globaler Veränderungen regional aufzeigen

Über integrative Landnutzungsmodellierung können Auswirkungen globaler Veränderungen auf die landwirtschaftliche Produktion und die Ernährungssicherung aufgezeigt, und effiziente Anpassungsmaßnahmen und -strategien im Vorfeld erkannt werden. Hermine Mitter vom Institut für nachhaltige Wirtschaftsentwicklung an der BOKU führte aus: „Modellergebnisse für Österreich demonstrieren, dass die Pflanzenerträge unter Annahme eines moderaten Klimawandel-Szenarios bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts und bei ausreichender Wasserverfügbarkeit im nationalen Durchschnitt steigen.“ Allerdings variieren die Ergebnisse für unterschiedliche Pflanzen und Standorte sehr stark. „Zunehmende Extremwetterereignisse, neue Krankheiten und Schädlinge sowie Bodendegradation können die durchschnittlichen Erträge auch stark reduzieren. Mit Anpassungsmaßnahmen wie z. B. verdunstungsschonender Bodenbearbeitung und Fruchtfolge können Landwirte jedoch Risiken reduzieren und die neuen Chancen nutzen.“.

Lösungen sind vorhanden, aber komplex

Die Herbsttagung zeigte, dass das Thema der Landnutzung sehr komplex ist. Es bestehen vielfältige Herausforderungen und massive Wechselwirkungen, die nach systemaren Lösungsansätzen verlangen. „Es zeigt sich auch, dass vor allem auf regionaler Ebene vielversprechende Lösungsansätze bereitstehen,“ betont Jochen Kantelhardt betont abschließend. „Die Herausforderungen vor der die aktuelle Landnutzung steht, werden nicht von Einzelnen gelöst werden können. Forschung muss hier einen wichtigen Beitrag leisten und darauf achten, die Ergebnisse in die Regionen zu kommunizieren“.

Die Tagung fand am Freitag, den 15. November 2019 im Adolf von Guttenberghaus der Universität für Bodenkultur Wien statt.

Das Programm zur Tagung finden Sie hier.

Vorträge:

Begrüßung und Eröffnung: Jochen Kantelhardt, Leiter des BOKU-CAS

Sicherstellung der Welternährung im Jahr 2050: Essgewohnheiten, Bioenergie, agrarische Technologie und Treibhausgas-Emissionen
Ao. Univ. Prof. Mag. Dr. Helmut Haberl, Institut für Soziale Ökologie, BOKU Wien (Video)

Räumliche Entwicklungsdynamiken und Landnutzung: Betrachtungen aus raumplanerischer Perspektive
Univ. Prof. Dr. Gernot Stöglehner, Insitut für Raumplanung und Bodenordnung, BOKU Wien (Video)

Inwertsetzung von Landschaften durch Landwirtschaft: Konzepte, Strategien und Beispiele
Dr. Annette Piorr, Leibnitz Zentrum für Agrarlandschaftsforschung e.V., Müncheberg, Deutschland (Video)

Strategien zur Verbesserung der Ressourceneffizienz und Minderung von Treibhausgasflüssen in ökologischen konventionellen Landbausystemen
Prof. Dr. Kurt-Jürgen Hülsbergen, Lehrstuhl für ökologischen Landbau, Technische Universität München, Deutschland (Video)

Integrative Landnutzungsmodellierung: Auswirkungen globaler Veränderungen regional aufzeigen
Dipl. Ing. Dr. Hermine Mitter, Insitut für nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, BOKU Wien (Video)

8. BOKU-CAS Herbsttagung: 120 Jahre Pflanzenschutz an der BOKU: Zwischen Wünschen, Visionen und Notwendigkeiten

Die Gesunderhaltung von Kulturpflanzenbeständen stellt eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung dar. Die qualitative und quantitative Sicherung pflanzlicher Rohstoffe für die menschliche Ernährung, für die Fütterung und für die industrielle Weiterverarbeitung erfordern zudem die Integration von Klima- und Umweltschutzüberlegungen.

Das Zentrum für Agrarwissenschaften der Universität für Bodenkultur Wien und die BOKU Abteilung Pflanzenschutz haben der 8. BOKU CAS Herbsttagung den Titel "120 Jahre Pflanzenschutz an der BOKU: Zwischen Wünschen, Visionen und Notwendigkeiten" gegeben. Auf der Tagung wurden die Entwicklung und Bedeutung des Pflanzenschutzes anhand aktueller Themen aufgezeigt, zudem wurde ein breiter Überblick über die aktuelle Pflanzenschutzforschung an der BOKU gegeben:

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Jochen Kantelhardt, Leiter des BOKU CAS, sowie Sabine Baumgartner, BOKU Vizerektorin für Lehre und Weiterbildung. Im ersten Vortrag gab Siegrid Steinkellner, Leiterin der BOKU Abteilung Pflanzenschutz, einen historischen Überblick über die Pflanzenschutzfoschung an der BOKU. Adolf Marksteiner, in Vertretung von Ferdinand Lembacher von der Landwirtschaftskammer Österreich, widmete sich dann dem Thema des Pflanzenschutzes in der österreichischen Landwirtschaft. Karl Crailsheim von der Karl-Franzens-Universität in Graz stellte das Projekt „Zukunft Biene" vor und besprach dabei insbesondere die Ursachen der Bienenverluste in Österreich. Sylvia Blümel von der AGES berichtete über invasive Arten, Andreas von Tiedemann von der Universität Göttingen ging in seinem Vortrag auf die Herausforderungen für den Pflanzenschutz in der Zukunft ein. Abgeschlossen wurde der Vortragsteil der Tagung mit einem Einblick in aktuelle Arbeiten und Projekte der BOKU Abteilung Pflanzenschutz.

Im Anschluss an die Tagung hatten die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, Führungen durch den Standort des UFT, durch die Gewächshäuser und Labors wahrzunehmen. Begleitet wurde die Tagung darüber hinaus von einer beeindruckenden Posterausstellung über aktuelle BOKU Forschungsarbeiten zum Thema.

Die Tagung fand am Donnerstag, den 15. November 2018 am BOKU Universitäts- und Forschungszentrum, Konrad-Lorenzstraße 24, in 3430 Tulln statt.

Das Programm zur Tagung finden Sie hier.

Vorträge:

Eröffnung: Jochen Kantelhardt, Leiter des BOKU-CAS (Video)

Begrüßung: Sabine Baumgartner, BOKU Vizerektorin für Lehre und Weiterbildung (Video)

120 Jahre Pflanzenschutz an der BOKU: Pflanzenschutz in Lehre und Forschung: Siegrid Steinkellner, Leiterin der BOKU Abteilung Pflanzenschutz am UFT (Video)

Pflanzenschutz in der österreichischen Landwirtschaft: Ökologie und Ökonomie im Einklang ist die Zielsetzung: Adolf Marksteiner, Landwirtschaftskammer Österreich (Video)

Pflanzenschutz – Herausforderungen für die Zukunft: Andreas von Tiedemann, Georg-August-Universität Göttingen (Video)

Zukunft Biene - Über die Ursachen der Bienenverluste in Österreich: Karl Crailsheim, Karl-Franzens-Universität Graz (Video)

Phytosanitäre Schaderreger - immer aktuell: Herausforderungen und Perspekiven: Sylvia Blümel, AGES und  BOKU Wien

Im Fokus: Ein Themenquerschnitt aus der Abteilung Pflanzenschutz:  Elisabeth Koschier, Markus Redl, Krzysztof Wieczorek, Theresa Steiner und Karin Hage-Ahmed, Abteilung Pflanzenschutz, BOKU Wien (Video)

Videoplaylist aller Vorträge

Pressestimmen:

Niederösterreichische Nachrichten

7. CAS Herbsttagung "Spannungsfeld tierische Produktion: vielfältige Ansprüche verlangen einen systemischen Ansatz"

7. BOKU-CAS Herbsttagung: "Spannungsfeld tierische Produktion: vielfältige Ansprüche verlangen einen systemischen Ansatz"

Moderne, hoch produktive tierische Produktionssysteme müssen vielfältige Ansprüche und Anforderungen erfüllen, die häufig konkurrieren. Die 7. BOKU-CAS Herbsttagung widmete sich der tierischen Produktion und dabei insbesondere dem Spannungsfeld zwischen den Ansprüchen der Gesellschaft, der Bäuerinnen und Bauern, der Konsumentinnen und Konsumenten, der Tiere, aber auch der Umwelt. Auf der Tagung wurden aktuelle Fragestellungen zu den Themen Tierwohl und gesellschaftliche Ansprüche, moderne Technologien in der Tierzucht sowie Ressourcenschonung und Ernährungssicherung beleuchtet.

Die Tagung fand am Montag, 27. November 2017 im Wilhelm-Exner-Haus der Universität für Bodenkultur, Wien statt.

Das Programm zur Tagung finden Sie hier.

Vorträge:

"Moderne Technologien zur Umsetzung von Zuchtzielen" (Video)
Univ.Prof. Dr. Johann Sölkner, Leiter, Institut für Nutztierwissenschaften, BOKU

"Schlachtung trächtiger Tiere: Ein wenig beachtetes Problem" (Video)
Univ.Prof. Dr. Christoph Winckler, stellv. Leiter Institut für Nutztierwissenschaften, BOKU

"Klimafreundliche und ressourceneffiziente Ernährung der Wiederkäuer - Einblick und Ausblick" (Video)
Dr. Angela Schwarm, Bereichsleiterin, Verdauung, Stoffwechsel und Umwelt, ETH Zürich

"Technologische Futteraufbereitung als Beitrag zur Ressourcenschonung" (Video)
Univ.Prof. Dr. Martin Gierus, Leiter, Institut für Tierernährung, Tierische Lebensmittel und Ernährungsphysiologie, BOKU

"Tierische Produktion - Beitrag zur oder Gefahr für die Ernährungssicherung?" (Video)
Ao.Univ.Prof. Dr. Werner Zollitsch, Leiter, Department für Nachhaltige Agrarsysteme, BOKU

Videoplaylist aller Vorträge

6. CAS Herbsttagung "Körnerleguminosen - wertvolle Körner für eine nachhaltige Landwirtschaft"

Anlässlich des 'UN International Year of Pulses 2016' widmete sich die 6. Herbsttagung des BOKU Zentrums für Agrarwissenschaften dem Thema Körnerleguminosen. Beleuchtet wurden aktuelle Fragestellungen aus Pflanzenzüchtung und Pflanzenbau, Möglichkeiten der Vermarktung, der industriellen Verwertung in der Tierernährung und der Verwendung als Lebensmittel, sowie die Frage der Nachhaltigkeit einer GVO-freien Eiweißversorgung.

Am Nachmittag bestand die Möglichkeit, die Forschungs­einrichtungen am BOKU Standort Tulln zu besichtigen. Die Führungen gaben Einblick in die Forschungs­labors der Abteilungen Pflanzenzüchtung, Pflanzenschutz und Pflanzenbau des Departments für Nutzpflanzen­wissenschaften. Es wurden vielfältige Arbeiten vorgestellt, die sich mit Körnerleguminosen und anderen wichtigen Nutzpflanzenarten für die Versorgung von Mensch und Tier mit Nahrung, Futtermitteln und nachwachsenden Industrierohstoffen beschäftigen.

Das Programm zur Tagung finden Sie hier!

Die Videos der Vorträge können Sie in der richtigen Reihenfolge über unsere Playlist abrufen, oder aber über die untenstehenden links.

 

5. CAS Herbsttagung: Boden und Landwirtschaft - Ökonomie, Ökologie und soziale Ansprüche

Die 5. CAS-Herbsttagung des BOKU Zentrums für Agrarwissenschaften beschäftigte sich mit dem Thema der landwirtschaftlichen Bodenbewirtschaftung im Spannungsfeld ökonomischer, ökologischer und sozialer Ansprüche. Die Vorträge nationaler und internationaler ReferentInnen spannten einen Bogen, der von aktuellen Fragestellungen in der österreichischen Bodenforschung über die Auswirkungen des weltweit steigenden Bedarfs an Nahrungsmitteln und nachwachsenden Rohstoffen auf die landwirtschaftliche Bodennutzung bis hin zu den Auswirkungen agrarpolitischer Entscheidungen auf die Boden- und Pachtpreise reicht.

Nach der Tagung fand eine Führung durch die Bodenlabore des BOKU Instituts für Bodenforschung statt. Hier wurden aktuelle Forschungsarbeiten im Bereich der Spurengasmessungen (Bodenatmung, Biomasse, klimarelevante Gase), der Bodenstruktur (vom Bodenpartikel zum Aggregat, Aggregatstabilität, Minimalbodenbearbeitung) und der Rückstandsanalytik (Glyphosat in Boden und Sickerwasser) vorgestellt und deren Bedeutung für die landwirtschaftliche Praxis diskutiert.

Programm

Videos der Vorträge:

Begrüßung und Eröffnung
Univ. Prof. Dr. Jochen Kantelhardt, Leiter des BOKU-CAS

„Boden an der Bodenkultur“
Univ. Prof. Dr. Martin Gerzabek, Rektor der Universität für Bodenkultur

„Biofuels' Unbalanced Equations: Theoretical Demand,
Misleading Statistics, and Measured Soil Capabilities“

Dr. Kate Showers, Centre for World Environmental History, University of Sussex and Five Colleges, Amherst, Massachusetts, USA

 „The Impact of agricultural policy on land sales and rental prices“
Univ. Prof. Mag. Dr. Klaus Salhofer Institut für Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, BOKU

4. CAS Herbsttagung: Bioökonomie - ein Schwerpunkt in der BOKU Forschung

21. November 2014

Zukunftsfähigkeit der Bioökonomie aus globaler Sicht

Schritte zur Entwicklung einer österreichischen Bioökonomie-Strategie

Beiträge der Naturwissenschaften, der Ökonomie und der Energietechnik zum Thema

Grenzen der Bioökonomie

Programm 4. CAS-Herbsttagung 2014

BOKU youtube

Die Vorträge der Herbsttagung finden Sie unter den 'uploads'!

3. CAS Herbsttagung: Markt oder Staat - Perspektiven für die Landwirtschaft

22. November 2013

"Globale Ressourcenverfügbarkeit und die Rolle von Weltagrarmärkten"
Univ.Prof.Dr. Harald von Witzke, Internationaler Agrarhandel und Entwicklung, Humboldt-Universität zu Berlin

"Landwirtschaft ohne Subventionen? Marktliberale Konzepte und ihre praktische Relevanz"
Univ.Prof.Dr. Markus Hofreither, Inst. f. Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, BOKU

"Naturnahe Landschaftselemente im Agrarland - wie wichtig sind sie für die Biodiversität?"
Univ.Prof.Dr. Thomas Frank, Inst. f. Zoologie, BOKU

"Resilienz und der Umgang mit dynamischen Rahmenbedingungen - die Sicht der Betriebe"
Assoc.Prof.Dr. Ika Darnhofer, Inst. f. Agrar- und Forstökonomie, BOKU


2. CAS - Herbsttagung: Ecological and sustainable intensification

<h5>15. November 2012</h5>

"Ist nachhaltige Landwirtschaft ohne technologischen Wandel möglich?
Ein geschichtlicher Rückblick"


Dr. Philipp Aerni - Prof. f. Agrarwirtschaft, ETH Zürich,
Senior Researcher, World Trade Institute, Univ. Bern, derzeit FAO, Rom

"Nachhaltige Ressourcennutzung in der Landwirtschaft - Was kann die Pflanzenzüchtung dazu beitragen?"
Univ.Prof.Dr. Hermann Bürstmayr, Inst. f. Biotechnologie i. d. Pflanzenproduktion

"Bodenressourcen, Bodenfunktionen und nachhaltige Entwicklung"
Univ.Prof.Dr. Martin Gerzabek - Inst. f. Bodenforschung, Dep. f. Wald- und Bodenwissenschaften
Rektor der BOKU

"Ecological intensification tierischer Produktionssysteme - Optionen aus österreichischer Perspektive"
Ao. Univ.Prof.Dr. Werner Zollitsch - Inst. f. Nutztierwissenschaften, Dep. f. Nachhaltige Agrarsysteme
Univ. Prof.Dr. Jochen Kantelhardt - Inst. f. Agrar- und Forstökonomie, Dep. f. Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

1. CAS - Herbsttagung: Quo vadis Agrarwissenschaft?

<h5>14. November 2011 </h5>

Agrarwissenschaftliche Forschung
"Forschung in den Agrar- und Forstwissenschaften -
Eine Positionsbestimmung aus Sicht der DFG"

Univ.Prof.Dr. Wolfgang Friedt (Univ. Gießen, DFG)"

"Können sich die Agrarwissenschaften ihre Forschung selbst organisieren?"
Univ.Prof.Dr. Thomas Jungbluth (Univ.Hohenheim, DAFA)

Erwartungen der Gesellschaft an die Agrarwissenschaften

"Nachhaltig die Welt ernähren"
Dr. Franz Fischler (Ökosoziales Forum)

Leitbild der Agrarwissenschaften an der BOKU

Impulsreferate zum Thema:
Ao.Univ.Prof. DI.Dr. Herbert Weingartmann (BOKU-CAS)
Stephan Pabst, Bakk.techn. (bis 2011, Studienvertreter AW)

Diskussion
"Was sollen und können die Agrarwissenschaften leisten?"
Moderator: Gen.Sekr. Mag.DI.Dr. Reinhard Mang
(Lebensministerium und Beirat des CAS)