Grundlagenforschung und angewandte Forschung mit innovativen Techniken adressieren aktuelle Themen, wie Rebphysiologie unter Stresseinflüssen des Klimawandels (biotische und abiotische), Fruchtphysiologie und -qualität, Rebenzüchtung, organischer und Präzisionswein- und Obstbau.

In enger Zusammenarbeit mit den Erzeugern verfolgen unsere ForscherInnen das Ziel eine hochwertige Wein- und Obstproduktion nachhaltig zu sichern und zu verbessern. 

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Neueste Projekte

Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-07-01 - 2026-08-31

Das Projekt zielt darauf ab, innovative Lösungen (IS) zu fördern und zu aggregieren, die sich auf die partizipative Entwicklung von Obstsorten und auf ein Produktionssystem für Obstpflanzen für den ökologischen Landbau konzentrieren. Um das Gesamtsystem zu optimieren, werden die wichtigsten Elemente analysiert: (i) die Akteure, der Sektor der Baumschulpflanzenvermehrung und die Bewertungssysteme sowie die Forschungsergebnisse, um die bereits vorhandenen IS, Engpässe und Erfolgsfaktoren im ökologischen Landbau aufzuzeigen und Zugang zu gemeinsamen Ideotypen mehrerer Akteure zu erhalten, (ii) die Bewertungsinstrumente, Methoden, (ii) Bewertungsinstrumente, Methoden, Auswahlverfahren und soziale, nicht-technologische Lösungen für die gezielte Auswahl von Sorten, die besser an den ökologischen Landbau angepasst sind, durch die Definition von europäischen Sorten- und Unterlagentestprotokollen für das Screening von Sorten, die besser an den ökologischen Landbau angepasst sind, und die Einrichtung eines europäischen Netzwerks von Akteuren, die im Bereich der Sorten- und Unterlagentests tätig sind (das sogenannte OF-Variety Testing Network (OF-VTN)), (iii) die verfügbaren genetischen Ressourcen für Obstbäume (FTGR), historische Bewertungsdaten und ihre Übereinstimmung mit unseren Zielen, (iv) die Möglichkeiten, die spezielle Vorzucht- und Zuchtprogramme bieten, und schließlich (v) die Ausarbeitung eines angepassten Vermehrungsprogramms für Obstbäume in Übereinstimmung mit den EU-Vorschriften. Durch einen gemeinsamen, zielgerichteten Ansatz wird InnOBreed IS evaluieren, implementieren und aggregieren, um die Bio-Obstindustrie durch die Entwicklung und den Einsatz geeigneter Kultivare zu fördern. Auf diese Weise wird InnOBreed die Obstindustrie dabei unterstützen, die Qualitätsanforderungen der Verbraucher zu erfüllen und gleichzeitig den Anforderungen des Marktes, der Umwelt und der Landwirtschaft in den nächsten Jahren gerecht zu werden, ohne dabei die Nachhaltigkeit der Obstkette aus den Augen zu verlieren. InnOBreed wird sich den mehrjährigen Obstarten widmen: Mit den Innovationsanbietern wird die Informationsgesellschaft angesprochen, die angewandte Forschung wird an Modellpaaren (Multi-Trait x Spezies) durchgeführt, die als Fallstudien für die Behebung bestehender Engpässe geeignet sind, und Seminare werden sich mit translationalen Ansätzen, Ausbildung und Transfer befassen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-03-01 - 2025-02-28

Hitzewellen sind in den letzten Jahren in vielen österreichischen Weinregionen häufig aufgetreten. Solche Ereignisse treten meist während trockener Sommerperioden auf und führen zu einer kombinierten Wirkung von Trockenheit und Hitzestress auf die Weinreben. Dennoch gibt es nur sehr wenige Studien, die sich systematisch mit der Kombination der beiden Faktoren befassen. Darüber hinaus stammt das meiste Wissen zu diesem Thema aus trockenen oder halbtrockenen Regionen, während die Reaktion auf solche Ereignisse in kontinentalen Klimazonen, wie in den österreichischen Weinregionen, fehlt. Daher zielt dieses dreijährige Projekt darauf ab, die kombinierten Auswirkungen der beiden Stressoren (Hitze und Trockenheit) auf die physiologische Reaktion der Rebe und ihre Folgen für den Stoffwechsel und die Zusammensetzung der Beeren zu untersuchen, mit besonderem Augenmerk auf Schlüsselmetaboliten, die die Weinqualität bestimmen, wie Flavonoide und Aromastoffe. Für die Studie werden Riesling und Blaufränkisch, zwei in Österreich weit verbreitete Weintrauben, die besonders reich an Aromastoffen wie Norisoprenoiden sind, herangezogen. Die Versuche werden unter halbkontrollierten Bedingungen durchgeführt, wobei 2-jährige Topfreben vor Regen geschützt werden, um die Wasserverfügbarkeit vollständig zu kontrollieren. Andererseits werden Hitzewellen mit Hilfe von Infrarotlampen auf dem Blätterdach künstlich herbeigeführt. Parameter wie die photosynthetische Effizienz und der Wasserverbrauch sowie wichtige Metaboliten werden in der Pflanze und den Beeren untersucht, um die physiologische Anpassung zu charakterisieren. Die beteiligten Partner BOKU-IWOB, Wein&Obst Klosterneuburg RTD und HBLA Klosterneuburg sind führende Forschungseinrichtungen im Bereich Weinbau und Önologie und verfügen über die notwendige Expertise, um die Projektziele zu erreichen. Die BOKU-IWOB ist insbesondere für die Feldversuche und die rebenphysiologischen Studien verantwortlich, während die analytischen Möglichkeiten des Instituts in Klosterneuburg die detaillierte Analyse der Sekundärmetaboliten in den Traubenbeeren ermöglichen werden.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-09-01 - 2022-08-31

Allein im Jahr 2017 entstand im österreichischen Wein- und Obstbau ein Spätfrostschaden von 70 Mio. €. Dieser volkswirtschaftliche Schaden ergab sich einerseits für die Betriebe, aber durch die 50%-ige Frostförderung der öffentlichen Hand auch für den Steuerzahler. Die in Folge des Klimawandels zunehmend milden Winter und warmen Frühjahre führen bei Wein-und Obstkulturen zu einer Verfrühung der Phänologie, nämlich einem früheren Austrieb und einer deutlich früheren Blüte. Bei Reben erfolgt der Austrieb aktuell durchschnittlich 5-8 Tage früher, die Blüte um 11-14 Tage früher als im langjährigen Mittel. In den Austriebs- bzw. Blütephasen sind die Kulturen sehr temperaturempfindlich. Diese Verfrühung der Phänologie führte infolge von Kaltlufteinbrüchen im April und Mai in den Jahren 2016 und 2017 zu großen Spätfrostschäden. Vorgenommene Frostbekämpfungsmaßnahmen wie Räucherung, Helikoptereinsatz, Paraffinkerzen u.a., wurden nach Gegebenheiten nicht wissenschaftsbasierend vorgenommen, weshalb trotz teurer und aufwendiger Bekämpfungsmaßnahmen große Schäden auftraten. Ein großes Problem war die exakte Temperaturmessung und die regional (auch topographisch) unterschiedliche Wetterprognose. Klimavorhersagen prognostizieren eine starke Zunahme von Spätfrostschäden, sodass regional-spezifische Anpassungs- und Handlungsalternativen von entscheidender Bedeutung für de zukünftigen Wein- und Obstbau in Österreich sind. Das gegenständliche Projekt verfolgt daher die folgenden drei Ziele: 1. Im Rahmen des gegenständlichen Projekts sollen in NÖ und der Steiermark Methoden erarbeitet werden, um die Ertragsausfälle bei Frostereignissen möglichst gering zu halten. 2. Die Abschätzung des Spätfrost-Risikos soll auf Basis der Großwetterdaten in Kombination mit Kleinwetterdaten an drei niederösterreichischen und zwei steirischen Standorten 3. Die Daten der digitalen Klimaerhebung und der erstellten Prognosen sollen kostenlos und offen mit der Open Data Lizenz „Attribution License, ODC-By“ zur Verfügung gestellt werden.

Betreute Hochschulschriften