Errichtung der Schauflächen

Im Rahmen des Projekts haben wir zwei Schauflächen zur Veranschaulichung unterschiedlicher Dachbegrünungssysteme errichtet. Bereits im Vorfeld wurden Materiallisten erstellt, um die benötigten Mengen sowie die anfallenden Kosten für beide Flächen zu berechnen.

Extensive Dachbegrünung

Die erste Schaufläche dient der Darstellung einer extensiven Dachbegrünung. Zunächst wurde ein Holzrahmen gefertigt. Anschließend erfolgte der Aufbau einer etwa 10 cm starken Substratschicht. Dabei entschieden wir uns für ein Einschichtsubstrat, das aus einer Mischung von Schotterkies und Extensivsubstrat hergestellt wurde.

Zur Veranschaulichung der Arbeitssicherheit auf Dächern installierten wir zusätzlich ein Absturzsicherungssystem mit Seil. Ein wesentlicher Vorteil extensiver Dachbegrünungen liegt in den vergleichsweise geringen Bau-, Pflege- und Erhaltungskosten gegenüber intensiven Dachbegrünungen.

 

Zum Abschluss wurden Sedum-Arten ausgebracht und die Fläche ausreichend bewässert, um ein gutes Anwachsen der Pflanzen zu gewährleisten.

Intensive Dachbegrünung

Die zweite Schaufläche stellt eine intensive Dachbegrünung dar. Vor Beginn der Arbeiten fertigten wir eine detaillierte Skizze an und planten den Einbau eines Schaufensters, um den Schichtaufbau sichtbar zu machen und anschaulich präsentieren zu können.

Zunächst wurde auch hier ein Holzrahmen errichtet. Anschließend wurde das Holz mit einer Folie ausgekleidet, um es vor Umwelteinflüssen wie Feuchtigkeit und Wasser zu schützen. Danach verlegten wir eine Festkörperdrainage, die mit einem Filtervlies abgedeckt wurde. Dieses verhindert, dass Ziegelsplitt oder Substratpartikel in die Drainageschicht gelangen und deren Funktion beeinträchtigen.

Als nächste Schicht wurde eine etwa 8 cm starke Lage aus Ziegelsplitt eingebracht, die als Untersubstrat dient. Diese Schicht sorgt für die notwendige Strukturstabilität und verhindert ein späteres Setzen des Substrats. Zudem weist sie einen hohen mineralischen Anteil auf.

Darauf folgte das Einbringen von rund 40 cm Intensivsubstrat. Am dritten und vierten Projekttag wurde schließlich die Bewässerungsanlage installiert. Hierfür entschieden wir uns für einen Tropfschlauch, da dieser eine gleichmäßige und wassersparende Bewässerung ermöglicht.

Anschließend begann die Bepflanzung der Fläche. Die Pflanzen wurden im Versuchsgarten ausgewählt. Da unsere Gruppe den Schwerpunkt auf essbare Pflanzen legen wollte, entschieden wir uns für folgende Arten:

  • Lauch (Allium porrum)
  • Schnittlauch (Allium schoenoprasum)
  • Erdbeere (Fragaria × ananassa)
  • Salbei (Salvia officinalis)
  • Minze (Mentha sp.)
  • Frauenmantel (Alchemilla mollis)
  • Johannisbeere (Ribes sp.)
  • Rosmarin (Salvia rosmarinus)
  • Zitronenmelisse (Melissa officinalis)