Schauflächen „Biodiversität“
Im Rahmen des Baupraktikums grün-blaue Infrastrukturen und Nature-Based Solutions SS26 – Gruppe Buttinger/ Zluwa – Dachbegrünungen, wurde eine bodengebundene Simulation einer Intensiv-Dachbegrünung angelegt. Der Schwerpunkt unserer Gruppe lag bei der Förderung von Biodiversität, welches wir durch die Herstellung eines heterogenen Kleinlebensraums mit unterschiedlichen Substrat- und Strukturelementen erreichen wollten. Hierzu wurde eine Substratschicht von etwa 30 cm, stellenweise bis zu 50 cm, aufgebracht, um eine variierte Oberflächenmodellierung und damit verbundene Standortvielfalt zu erzeugen. Verwendet wurde das Optigrün Intensivleichtsubstrat.
Zur strukturellen und ökologischen Aufwertung wurden vielfältige Elemente in die Beetfläche und die Umrandung integriert. Die Verwendung von Totholz wurde priorisiert – eine Beetlänge wurde mit Totholz Stammabschnitten umrandet, die als Nist- und Rückzugsstruktur für zahlreiche Fauna fungiert. Eine mit Lehm ausgeschmierte Stelle im Totholz bietet darüber hinaus geeignetes Material für bodennistende Wildbienen, Wespen und andere Insekten. Tonscherben, Steinhaufen, eine Sandlinse sowie eine kleine, mit Kies ausgestattete Wasserstelle bietet vielfältiges Habitat. Die Umrandung des Beetes erfolgte mit Wildholz, wodurch eine naturnahe Einfassung geschaffen wurde.
Bei der Bepflanzung wurde auf eine artenreiche Zusammenstellung der Pflanzen geachtet. Laut dem Beiblatt Biodiversität zur ÖNORM L1131 werden Biodiversitätsdächer in Klassen eingeteilt 3 Klassen eingeteilt. Klasse 1 sieht einen Mindestwert von 25 Pflanzen vor. Dies wurde bei der Bepflanzung beachtet und erfüllt.
Insgesamt entstand so ein ökologisch aufgewerteter Modellstandort, der die Bedeutung strukturreicher Begrünungselemente für die Förderung von Artenvielfalt und Habitatqualität anschaulich verdeutlicht.
Fotodokumentation der Schaufläche