Einführung

Im Rahmen des Baupraktikums wurden vier Schauflächen gebaut, die die verschiedenen Aspekte von Dachbegrünungen veranschaulichen. Da es bei dieser Gruppe um das Dachbegrünungssubstrat geht, war es das Ziel, den Einfluss einer Vegetationstragschicht auf das Dachbegrünungssystem zu zeigen beziehungsweise herauszuarbeiten. Dafür wurde die Schaufläche wie ein

Versuch aufgebaut: Vier Schaukästen haben den gleichen Grundaufbau und die gleiche Ansaat (Abb. 3-6); nur das Dachbegrünungssubstrat unterscheidet sich. So kann beobachtet werden, welche Pflanzen auf welchem Substrat am besten wachsen oder ob es allgemeine Unterschiede in der Vegetationsentwicklung gibt.
Zusätzlich wurde beschlossen, die Wasserdurchlässigkeit beziehungsweise die Wasserhaltekapazität der verschiedenen Substrattypen zu veranschaulichen. Dazu steht in jeder Substratbox eine Flasche bereit, die eine Miniaturversion des Schichtaufbaus enthält (Abb. 1-2). Diese kann mit Wasser befüllt werden, sodass beobachtet werden kann, wie schnell das Wasser abfließt und wie viel davon im Substrat gespeichert wird.

2 mit Substrat gefüllte PET-Flaschen hängen verkehrt am Drahtrahmen

Wasserablauf Extensiv/intensiv

2 mit Substrat gefüllte PET-Flaschen hängen verkehrt am Drahtrahmen

Wasserablauf Ziegelsplit/Oberboden

4  Beete ( 1m mal 0,7m und 0,2m hoch) mit untersch. Substrat gefüllt

Extensivsubstrat - Intensivsubstrat - Ziegelsplitsubstrat - Oberbodensubstrat

Beschreibung der Einzelnen Schauflächen

Wie oben erwähnt wurden insgesamt 4 verschiedene Schauflächen erstellt. Der Grundaufbau ist bei allen gleich, um Vergleichbarkeit herzustellen:

  • Schutzvlies
  • 3 cm Schüttdrainage aus Blähton
  • Filtervlies
  • 15 cm Substrat
  • Saatgutmischung für extensive Dachbegrünung
     

Bei der ersten Schaufläche wurde ein Extensivsubstrat von Optigrün verwendet, bei der zweiten ein Intensivsubstrat der Firma Rath. Für die dritte Fläche wurde ein eigenes extensives Substrat gemischt, das zu 90
% aus Ziegelsplitt und zu 10 % aus organischem Material besteht. Der letzte Schaukasten dient einem experimentellen Ansatz: Hier wurden 70 % Ziegelsplitt sowie jeweils 10 % Kompost, Oberboden und Sand
verwendet. Diese Materialien wurden ausgewählt, da sie kreislauffreundlich und wiederverwendet sind und im Vergleich zu herkömmlichen Substraten auch kostengünstiger sind. Grundsätzlich entsprechen die gekauften Substrate den Anforderungen der ÖNORM B 1131 für Vegetationstragschichten. Zusätzlich wird versichert, dass sie großteils die Anforderungen der FLL-Richtlinien für Dachbegrünungen normgerecht erfüllen. Die selbst gemischten Substrate müssten demnach zusätzlich auf die entsprechenden Anforderungen geprüft werden, um ihre Funktion zu garantieren.

Planungs- und Arbeitsprozess:

Zunächst wurde im Rahmen der Seminartreffen der Grundaufbau für die Schaufläche geplant. Nach einigen Verbesserungen und Anpassungen ging es zur Ausführungsplanung. Dazu wurde eine Material- und
Werkzeugliste erstellt, die für den Bau der Schaufläche benötigen wird (z.B. Wie viele Liter Substrat und Drainage für die m² und Schichtstärke benötigt werden). Dank Fridi, unserem Tutor, konnten wir auf bereits vorgefertigte Holzkästen zurückgreifen, die uns einige Arbeitsschritte erspart haben. Der eigentliche Bau lief wie folgt ab:

  1. Ausrichtung der Schaukästen in einer Flucht
  2. Kürzen der Metallfüße auf 1cm mittels Winkelschleifer → Holzkasten steht nicht direkt am Boden an, damit Wasser ablaufen kann
  3. Auskleiden der Kastenwände und Oberkannte mit Teichfolie, um das Gestell vor Feuchtigkeit zu schützen
  4. Auskleiden der Kästen mit einem Schutzvlies
  5. Einfüllen der Schüttdrainage aus Blähton
  6. Auflegen des Filtervlies
  7. Einfüllen der Fertigsubstrate (Extensiv und Intensiv)
  8. Mischen der Recyclingsubstrate
  9. Einfüllen der Recyclingsubstrate
  10. Anbringen der Flaschen und Schilder
  11. Ansaat und Gießen