Energie- und Mobilitätswende
Die Energie- und Mobilitätswende ist ein zentraler Handlungsimperativ des Klimaschutzes und der Defossilisierung. Darüber hinaus stellt sie die Grundlage für langfristig saubere, sichere und leistbare Energie und nachhaltige Mobilität dar. Gleichzeitig bringt die Energie- und Mobilitätswende erhebliche und veränderte Ressourcen- und Raumansprüche mit sich und wirkt auf die Entwicklung von Raum und Landschaft sowie auf Ökosysteme und deren Leistungen.
Das LAWI widmet sich Fragen zur Gewinnung, Speicherung und Verteilung von (erneuerbarer) Energie, zur Struktur des künftigen Energie- und Verkehrssystems, Pfadabhängigkeiten und Vulnerabilitäten in der Transformation, Planung und Gestaltung von erneuerbaren Energieanlagen und inklusiven und umweltfreundlichen Mobilitätslösungen sowie Technikfolgen- und Risikoabschätzungen und insbesondere auch das Aufzeigen und Lösen von Zielkonflikten zwischen Energiewende, Naturschutz und Landschaftsqualität. Der Energie- und Mobilitätsbedarf wird dabei nicht nur technologisch, sondern ausgehend von den Raum- und Siedlungsstrukturen einschließlich der Verkehrsinfrastruktur und dem damit verbundenen Alltags- und Freizeitverhalten der Menschen betrachtet.
Das LAWI zeichnet die umfassende, weit über Technologien hinausgehende Betrachtung der Energie- und Mobilitätswende aus: Im Mittelpunkt stehen Fragen der Gerechtigkeit, des Zugangs zu Ressourcen sowie der räumlichen, sozialen und wirtschaftlichen Organisation und Gestaltung der Energie- und Mobilitätswende. Energie- und Mobilitätssysteme werden von grundlegenden Ressourcenfragen, Systemfragen (zentral-dezentral), Standortfragen, Flächenbedarf und den Auswirkungen auf Raum, Umwelt, Landschaft und Lebensqualität der Menschen aus beforscht. Ebenso wird die konkrete Umsetzung auf der Projektebene wissenschaftlich begleitet.