Wolfgang Schweiger (IFA Tulln), Andreas Homolka (AIT) und Hannes Schuler (Wald- und Bodenwissenschaften) konnten die erstmals vergebenen Preise der Gregor Mendel-Gesellschaft für sich verbuchen.

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Im Festsaal der BOKU wurden zum ersten Mal die Publikationspreise der Gregor-Mendel-Gesellschaft vergeben. Drei junge Wissenschafter wurden dabei für Texte ausgezeichnet, die ihre Arbeit in allgemein verständlicher Sprache darstellen. Zielsetzung des neu ins Leben gerufenen Preises ist, die Leistungen von ForscherInnen auf dem Gebiet der Genetik von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen.

Der erste Preis erging an Wolfgang Schweiger, der als Post-Doc bei Hermann Bürstmayr am IFA-Tulln arbeitet. Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit den genetischen Faktoren, die Getreidearten resistent gegen den weltweit auftretenden Pilzschädling Fusarium graminareum macht. In seinem Text nimmt Schweiger die LeserInnen mit auf eine spannende Reise zur Ernährungssituation einer kontinuierlich wachsenden Weltbevölkerung, zu den entsprechenden Pflanzenzüchtungsprogrammen und stellt die faszinierenden Zusammenhänge der interdisziplinären Forschung in diesem Bereich dar.

Auch Andreas Homolka vom AIT in Tulln - der Träger des zweiten Preises - hat es verstanden, ein Thema aus der vordersten Front der genetischen Forschung allgemein verständlich darzustellen und in einen größeren gesellschaftlichen Kontext zu setzen. Homolka hat sich im Rahmen seiner Dissertation bei Silvia Fluch am AIT mit dem Erbgut von österreichischen Eichen beschäftigt. Ziel war es dabei, Gene zu identifizieren, die mit einer Trockenresistenz dieser Baumart in Verbindung gebracht werden können. So soll eine Grundlage dafür geschaffen werden, die Eignung von Saatgut und Jungpflanzen für eine Aufforstung unter verschiedenen Szenarien der klimatischen Veränderung zu überprüfen.

Hannes Schuler, der den dritten Preis erzielen konnte, hat sich am Department für Wald- und Bodenwissenschaften mit Bakterien beschäftigt, die mit Insekten in Symbiose leben und deren Population mitunter gehörig durcheinander bringen. Sein Text beschreibt, wie die Ergebnisse dieser Grundlagenforschung auf Probleme der Schädlingsbekämpfung oder den Kampf gegen Infektionen angewendet werden können.

Personen v.l.n.r.: Josef Brodacz (Herausgeber Chemiereport), Eva-Maria Binder (Chief Research Officer, Erber AG), Josef Schmidt (GF der Gregor-Mendel-Gesellschaft), Andreas Homolka (zweiter Preis), Angelika Möstl (Technopol-Managerin Tulln, ecoplus), Hannes Schuler (dritter Preis), Franz Sturmlechner (GF der Zentralen Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter ZAR), Anton Wagner (Obmann der ZAR) und Hermann Bürstmayr (IFA-Tulln), der für Wolfgang Schweiger den ersten Preis entgegennahm. Foto © AIT


18.11.2011