Das Forschungsvorhaben HYDRODRIL behandelt die Untersuchung von Erdrutschungen sowie die Evaluierung deren Risiken.

HYDRODRIL wird im RP7 Marie Curie IRSES Programm gefördert, im speziellen der internationale Austausch wissenschaftlichen Personals.

Das Forschungsvorhaben HYDRODRIL behandelt Erdrutschungen, im Besonderen Rutschungen welche durch hydrologische Prozesse ausgelöst werden. Durch diese Naturgefahr entstehen weltweit Milliarden Euro an Schaden, Tausende Opfer sind jährlich zu beklagen. Ein großer Anteil dieser Rutschungen wird durch Starkregenereignisse und auch Schneeschmelze ausgelöst. HYDRODRIL wird im Rahmen von IRSES (International Research Staff Exchange Scheme) im Marie Curie Programm des siebenten europäischen Rahmenprogramms RP7-PEOPLE gefördert. Dieses Programm unterstützt den internationalen Austausch von Wissenschaftler und fördert Forschungseinrichtungen bei der Intensivierung bzw. Gründung von langzeitigen Kooperationen mit anderen Einrichtungen, anhand eines koordinierten Austauschprogramms wissenschaftlicher Mitarbeiter.

Die wissenschaftliche Aufgabe von HYDRODRIL ist es, das Risiko und Verhalten von Rutschungen zu untersuchen und zu evaluieren, welche aufgrund hydrologischer Prozesse ausgelöst werden. Es soll ein Beitrag dazu geleistet werden, den Zusammenhang von Deformationen an kleinmaßstäblichen Boden/Felsstrukturen und den dadurch induzierten Bruchmechanismus mitsamt großmaßstäblichen dynamischen Verformungen detailierter zu beschreiben, sowie ein zuverlässigeres Bewertungssystem für die behandelten Georisiken zu entwickeln.

Das Ziel von HYDRODRIL ist es, ein starkes multi-disziplinäres Netzwerk aufzustellen, mit wissenschaftlichen Vertretern aus dem europäischen Raum (Österreich, UK) und aus Ländern mit wachsender Ökonomie (China, Indien, Mexiko). Das Konsortium besteht aus nachfolgenden Partnern aus diversen Geo-Disziplinen, wie Geotechnik, Geologie und Geographie:

  • Universität für Bodenkultur Wien, Österreich (Koordinator)
  • University of Nottingham, UK
  • China University of Geosciences, Wuhan, China
  • Indian Institute of Technology, Kharagpur, Indien
  • Universidad Nacional Autónoma de México, Mexiko

HYDRODRIL startete mit April 2012 und hat eine Laufzeit von vier Jahren, mit einem Gesamtförderungsvolumen von ca. 260.000 EUR.

Kontakt:
Prof.Dr.-Ing. Wei Wu (Institut für Geotechnik)
+43 1 47654-5551
wei.wu(at)boku.ac.at


15.06.2012