Energieraumplanung und Sektorkopplung
Vor dem Hintergrund der voranschreitenden Erderwärmung und der Energiewende hat das Thema Sektorkopplung in den letzten Jahren sowohl in der Wissenschaft als auch in der Politik zunehmend an Bedeutung gewonnen. Aus Sicht der Forschung wird jedoch die räumliche Komponente in Bezug auf Sektorkopplung noch unzureichend berücksichtigt.
Entsprechend setzt sich die Studie „Evaluating Spatial Interdependencies of Sector Coupling Using Spatiotemporal Modelling“ mit spezifischen Fragestellungen zu Wechselbeziehungen zwischen Energieraumplanung und Sektorkopplung auseinander. Im Zuge der Forschungsarbeiten wurde ein raumzeitliches Modell an einem konkreten Fallbeispiel in Oberösterreich erprobt. Das Modell ermöglicht eine Gegenüberstellung von Energiebedarf und -bereitstellung in hoher zeitlicher und räumlicher Auflösung. Insgesamt wurden in der Studie sowohl Energiebedarfssektoren als auch erneuerbare Energiebereitstellungssysteme und dazugehörige Infrastrukturen analysiert. Mit den gewonnenen Ergebnissen konnten detaillierte Rückschlüsse für die Anwendung von Sektorkopplung gezogen und wertvolle Strategien für die Raumplanungspraxis abgeleitet werden.
Peter Lichtenwöhrer, Georg Neugebauer, Lore Abart-Heriszt und Gernot Stöglehner vom Institut für Raumplanung, Umweltplanung und Bodenordnung publizierten gemeinsam mit den Kollegen Florian Kretschmer (Institut für Siedlungswasserbau, Industriewasserwirtschaft und Gewässerschutz) und Franz Suppan (Instituts für Geomatik) ihre aktuelle Studie im Special Issue "Sector Coupling for Sustainable Urban and Regional Energy Systems" der Fachzeitschrift Energies (ISSN 1996-1073).
Einreichungen zu dieser Sondernummer, die von Gernot Stöglehner, Georg Neugebauer (IRUB) und David Wöss (IVET) als Guest Editors herausgegeben wird, sind noch bis zum 20. Mai 2021 möglich!
Der Beitrag ist open access verfügbar: https://www.mdpi.com/1996-1073/14/5/1256