Partnerschaft IAEA mit der BOKU zur Überwachung von Treibhausgasen
Treibhausgase wie Kohlendioxid und Methan sind wichtige Treiber des Klimawandels und tragen zum Anstieg der globalen Temperaturen und zur Instabilität der Umwelt bei. Die IAEA (International Atomic Energy Agency) mit ihrer Expertise in hochpräzisen Umweltmessungen arbeitet mit den Spezialisten der BOKU zusammen, um die Forschung, Ausbildung und Kapazitätsbildung durch die Analyse stabiler Isotope zu verbessern.
Stabile Isotope sind Varianten eines Elements, die über die Zeit unverändert bleiben, und jedes stabile Isotop besitzt eine eindeutige Signatur, anhand derer Wissenschaftler seinen Ursprung zurückverfolgen können. Anhand dieser Signatur können Wissenschaftler bestimmte Quellen von Treibhausgasen identifizieren, ihre Bewegung in der Umwelt verfolgen und die Auswirkungen von Minderungsstrategien bewerten.
„Diese Partnerschaft mit der IAEA verbessert unsere Fähigkeit, modernste stabile Isotopentechniken zur Verfolgung und Reduzierung von Treibhausgasemissionen einzusetzen, erheblich. Sie stärkt die wissenschaftliche Forschung der BOKU und unseren Beitrag zum globalen Klimaschutz durch verbesserte Überwachung und Kapazitätsaufbau“, betont Ursula Nopp-Mayr, Leiterin des Instituts für Ökosystemmanagement, Klima und Biodiversität an der BOKU.
Die neue Vereinbarung fördert nicht nur einen Raum für wissenschaftliche Zusammenarbeit, sondern konzentriert sich auch auf den Aufbau einer Grundlage, um Länder zu ermutigen, den Klimawandel mit Hilfe der Nuklearwissenschaften und -anwendungen zu bekämpfen.
„Die Bedeutung dieser Partnerschaft reicht weit über die IAEA und die BOKU hinaus“, sagte Najat Mokhtar, stellvertretende Generaldirektorin und Leiterin der Abteilung für Nuklearwissenschaften und -anwendungen der IAEA. „Durch den Austausch von Fachwissen und innovativen Methoden befähigen wir Länder, einen wirksameren Beitrag zum globalen Klimaschutz zu leisten.“
Seit 2022 werden von der BOKU am Funkturm Wien-Arsenal Stabilisotopenmessungen mittels Laserspektrometrie durchgeführt, um Treibhausgasemissionen zu quantifizieren. Diese Arbeiten (Forschungsprojekte VUCL und CVCF) werden erweitert und markieren die Folgephase der Einrichtung von Forschungsstationen im Stadtzentrum und seiner Umgebung zur Messung von Methan- und Kohlendioxidflüssen und -konzentrationen.
Diese praktische Vereinbarung gewährt sowohl der IAEA als auch der BOKU Zugang zu den Ressourcen der jeweils anderen Seite und ebnet gleichzeitig den Weg für neue Möglichkeiten und Kooperationen für die IAEO und nationale Institutionen.
Weitere Infos auf
https://www.wwtf.at/funding/programmes/esr/ESR20-030/ und
https://www.wwtf.at/funding/programmes/esr/ESR24-021/