Technische Unis im EU-Dialog


Die BOKU beteiligte sich in Brüssel an einer hochrangigen Diskussion zur Zukunft der europäischen Forschungs- und Innovationspolitik.

Rund 100 hochrangige Vertreter*innen aus EU-Institutionen, dem Europäischen Parlament, europäischen Universitätsverbänden sowie der Wirtschaft kamen am 2. März 2026 in Brüssel zusammen, um über die Zukunft der europäischen Forschungs- und Innovationspolitik zu diskutieren. Anlass war die Veranstaltung „How Technical Universities Drive Europe's R&I Impact“, zu der die Allianzen TU Austria und TU9 - German Universities of Technology eingeladen hatten.

Christoph Pfeifer nahm als Repräsentant der BOKU an der hochrangigen Diskussion teil. Die BOKU ist seit Herbst 2025 assoziiertes Mitglied von TU Austria und bringt ihre Expertise insbesondere in den Bereichen Nachhaltigkeit, Bioökonomie, Ressourcenmanagement und Umwelttechnologien in das Netzwerk ein.

Technische Universitäten als Motor für Europas Innovationskraft

Im Mittelpunkt der Gespräche standen die laufenden Verhandlungen zum nächsten EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation (FP10) für den Zeitraum 2028–2034 sowie dessen mögliche Verzahnung mit dem geplanten Europäischen Wettbewerbsfonds (European Competitiveness Fund, ECF).

Die Teilnehmenden betonten, dass Europa langfristig nur dann technologisch souverän bleiben kann, wenn konsequent in Forschung, Talente und Innovationsökosysteme investiert wird. Technische Universitäten spielen dabei eine zentrale Rolle, da sie Grundlagenforschung, industrielle Anwendungen und gesellschaftliche Herausforderungen miteinander verbinden.

Ein gemeinsamer Tenor der Diskussion war, dass ein stark finanziertes und strategisch abgestimmtes Zusammenspiel von FP10 und dem Europäischen Wettbewerbsfonds entscheidend sein wird, um Europas Innovationskraft zu stärken und die globale Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Besonders wichtig sei dabei die Förderung fortschrittlicher Technologien in strategischen Zukunftsfeldern.

Die Präsidien von TU Austria und TU9 betonten in Brüssel die gemeinsame Verantwortung technischer Universitäten für Europas Zukunft: Man sei sich der Dringlichkeit der aktuellen Herausforderungen bewusst und bereit, die eigenen Anstrengungen weiter zu verstärken, um Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig zu stärken.

Über TU Austria

Die Allianz TU Austria wurde 2010 von der Technischen Universität Wien, der Technischen Universität Graz und der Montanuniversität Leoben gegründet. Seit 2025 gehören auch die BOKU University, die Technisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Johannes Kepler Universität Linz sowie die Fakultät für Technische Wissenschaften der Universität Innsbruck als assoziierte Mitglieder dazu.

Unter dem Motto „feel. tech. europe.“ bündeln die Universitäten ihre Kompetenzen, um Synergien in Forschung, Lehre und Hochschulpolitik zu nutzen und gemeinsam als starke Partner für Industrie, Wirtschaft und Gesellschaft aufzutreten.

Über TU9

Die Allianz TU9 - German Universities of Technology vereint neun führende technische Universitäten in Deutschland, darunter die RWTH Aachen, die Technische Universität München und das Karlsruher Institut für Technologie. Die Universitäten der TU9 leisten wesentliche Beiträge zu Digitalisierung, Energiewende und nachhaltiger Transformation und verbinden exzellente Grundlagenforschung mit anwendungsorientierter Innovation.


06.03.2026