50 Jahre Biologische Landwirtschaft an der BOKU


1976 begann an der BOKU eine Entwicklung, die heute aus Forschung, Lehre und Praxis der Landwirtschaft nicht mehr wegzudenken ist: Mit dem legendären „Regenwurm-Seminar“ legten engagierte Studierende den Grundstein für die akademische Verankerung der biologischen Landwirtschaft in Österreich.

Die zweitägige Veranstaltung über „Alternative Landwirtschaft“ und die „Grenzen spezialisierter Landwirtschaft“ gilt bis heute als Gründungsereignis der Bioforschung an der BOKU.

Aus der studentischen Initiative entstand zunächst ein Freifach, später ein Wahlfach und schließlich eine Gastprofessur. 1996 wurde mit der Gründung des Instituts für Biologische Landwirtschaft ein wichtiger Meilenstein erreicht. Heute, fünf Jahrzehnte später, ist das Thema fest in Forschung und Lehre verankert.

Beim Jubiläum „50 Jahre Bio an der BOKU“ trafen sich Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, Absolventinnen und Wegbegleiter, um auf diese Entwicklung zurückzublicken. Viele der frühen Bio-Pionierinnen und -Pioniere berichteten, wie stark ihre Ideen in den Anfangsjahren – bis weit in die 1990er-Jahre – auf Widerstand stießen und wie wenig Unterstützung sie zunächst innerhalb der Universität erhielten.

Heute präsentiert sich die biologische Landwirtschaft an der BOKU als innovatives Forschungsfeld mit internationaler Vernetzung. Sabine Seidel, Leiterin des Instituts für Biologische Landwirtschaft, stellte aktuelle Forschungsprojekte und Kooperationen vor – unter anderem gemeinsam mit Miriam Athmann, wissenschaftliche Leiterin der Hessischen Staatsdomäne Frankenhausen der Universität Kassel.

Dass aus einer studentischen Initiative ein etabliertes Institut wurde, zeigt, wie stark Engagement, wissenschaftliche Neugier und Ausdauer die Entwicklung der biologischen Landwirtschaft an der BOKU geprägt haben – damals wie heute. 


11.03.2026