BOKU PhDs setzen auf transdisziplinäre Forschung


Drei BOKU PhD Students gestalteten unter der Leitung von Patrick Scherhaufer bei der Arbeitstagung der Gesellschaft für Transdisziplinäre und Partizipative Forschung (GTPF) eine Session zu den Herausforderungen der Inklusion marginalisierten Gruppen in Forschungsprozessen. Dabei diskutierten sie vielfältige eigene Forschungserfahrungen mit den Teilnehmenden.

Jana Plöchl, Maximilian Muhr und Fiona L. M. de Fontana fokussieren sich in ihren Doktorarbeiten auf transdisziplinäre und partizipative Forschung - zum Teil auch im Rahmen der Doctoral School Transitions to Sustainability (T2S). Dabei sehen sie in der Zusammenarbeit mit marginalisierten Gruppen, d.h. Personen mit geringen gesellschaftlichen Teilhabemöglichkeiten in einer Demokratie, einerseits einen großen inhaltlichen Mehrwert, der Ihre Forschungsarbeiten anleitet und Ergebnisse verbessert (epistemische Qualität). Andererseits ist diese Kooperation auch ein Ausdruck dafür, Universitäten als Orte für demokratische Austauschprozesse zu sehen, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern sollten (normative Qualität). Auf welche Herausforderungen sie in diesem Zusammenhang schon gestoßen sind und welche Learnings sie daraus ziehen, haben sie in den Mittelpunkt einer eigenen Session bei der GTPF Arbeitstagung in Eberswalde (Brandenburg) gestellt. Dabei wurden die Themen Auswahl und Rekrutierung, inklusive Prozessgestaltung, empowernde Methoden der Wissensintegration sowie Dissemination und Wirkung diskutiert. Das Thema hat bei den Teilnehmenden und auch beim GTPF Vorstand großes Interesse geweckt. Darauf aufbauend ist in Zukunft geplant, die GTPF selbst inklusiver zu gestalten, ein Special Issue zur Inklusion marginalisierter Gruppen in transdisziplinären Forschungsprozessen herauszugeben und Empfehlungen und Standards für diversitätssensible Settings zu erarbeiten.


23.03.2026