BOKU bei UNO-Konferenz


Helmut Habersack eröffnete das 11. STI-Forum der Vereinten Nationen zu Wissenschaft, Technologie und nachhaltiger Entwicklung in New York.

Am 6. Mai 2026 hielt Helmut Habersack, Leiter des Instituts für Wasserbau, Hydraulik und Fließgewässerforschung sowie des Wasserbaulabors der BOKU University, eine Keynote Lectures zur Eröffnung des 11. STI-Forums (Multi-stakeholder Forum on Science, Technology and Innovation for the Sustainable Development Goals) an der UNO in New York.

Das internationale Forum bringt Vertreter*innen aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um innovative Lösungen zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) zu diskutieren. Im Mittelpunkt stehen dabei wissenschafts- und technologiebasierte Ansätze für eine nachhaltige Entwicklung.

Das übergeordnete Thema 2026 lautet: „Transformative, equitable, innovative and coordinated actions for the 2030 Agenda for Sustainable Development and its Sustainable Development Goals for a sustainable future for all“.

Im Rahmen des diesjährigen Forums wurden insbesondere folgende Nachhaltigkeitsziele vertieft behandelt:

•  SDG 6: Sauberes Wasser und Sanitärversorgung

•  SDG 7: Bezahlbare und saubere Energie

•  SDG 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur

•  SDG 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden

•  SDG 17: Partnerschaften zur Erreichung der Ziele
 

BOKU-Expertise für nachhaltige Wasserlösungen weltweit

Mit seinem Vortrag „Water is Life – Importance of Water Science, Technology and Innovation for SDGs“ betonte Helmut Habersack die zentrale Rolle nachhaltiger Wasserwirtschaft und resilienter Wasserinfrastruktur für die Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele.

Zu Beginn verwies der Wasserbau-Professor auf die Bedeutung und Verletzlichkeit der Ressource Wasser: Nur rund drei Prozent des Wassers auf der Erde sind Süßwasser, davon wiederum lediglich etwa ein Prozent direkt verfügbar.

Im Mittelpunkt standen anschließend die Herausforderungen rund um Wasserquantität und Wasserqualität. Angesichts einer bis 2050 auf rund zehn Milliarden Menschen wachsenden Weltbevölkerung, steigenden Wasserbedarfs, zunehmender Dürren und schmelzender Gletscher verschärfen Klimawandel und Landnutzungsänderungen die globale Situation deutlich. Gleichzeitig verursachen Hochwasserereignisse jährlich Schäden von über 100 Milliarden US-Dollar. Auch der Verlust der Biodiversität in Süßwasserökosystemen sowie die zunehmende Verschmutzung durch Plastik, Schwermetalle und andere Schadstoffe wurden thematisiert.

Als Lösungsansätze hob Habersack die Bedeutung von Forschung und Innovation hervor – von modernen Monitoringtechnologien, Erdbeobachtung und KI-gestützten Modellierungen bis hin zu nachhaltiger Wasserinfrastruktur, Wasserbildung und Citizen Science. Abschließend verwies er auf die World’s Large Rivers Initiative sowie das UNESCO-Zentrum IC-Rivers, das künftig im Wasserbaulabor der BOKU beheimatet sein wird.

Habersack betonte: „Das BOKU-Wasserbaulabor wird mit der Möglichkeit, Versuche bis im Maßstab 1:1 durchführen zu können, einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung nachhaltiger Maßnahmen im Wasserbereich leisten.“

Im Rahmen dieser Veranstaltung präsentierten 36 Staaten ihre sogenannten Voluntary National Reviews, darunter u. a. Brasilien, Italien, Norwegen, die Schweiz, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate sowie Uruguay.

Mehr Infos auf https://sdgs.un.org/events/welcome-and-opening-61334

 


30.09.2026