Im Rahmen der Wiener Vorlesungen spricht Alfred Teischinger, Institut für Holzforschung, am 1. April 2011 im großen Hörsaal über die Zukunft des Bau- und Werkstoffes Holz.

Kann der weltweit verfügbare Massenrohstoff Holz mit den damit verbundenen Technologien und Produkten einen signifikanten Beitrag zur „grünen“ Wende leisten? Dieser Frage geht Univ.-Prof. Dr. Alfred Teischinger am Freitag, den 1. April in einer von Univ.-Prof. Dr. Hubert Christian Ehalt von der Kulturabteilung der Stadt Wien koordinierten „Wiener Vorlesung“ nach.

Holz ist ein traditioneller und äußerst vielfältig einsetzbarer Bau- und Werkstoff, der die Menschheit über alle Entwicklungsphasen begleitet hat. Moderne Bau- und Werkstoffe haben den Glanz des Holzes vor einigen Jahrzehnten langsam verblassen lassen. Die zunehmende Erkenntnis über die Begrenztheit wichtiger Ressourcen für Bau- und Werkstoffe lässt Holz wieder in einem neuen Licht erscheinen.

Die Entwicklung von Holz zu einem Werkstoff der Zukunft steht dabei erst am Anfang. Mit neuen Sortiermethoden und Verleimungstechnologien können Bauteile erzeugt werden, die die Dimension des Baumes um ein Mehrfaches übertreffen. Die vergleichsweise einfache Formgebung von Bauteilen aus Holz ermöglicht der Architektur Formenvielfalt und Gestaltungsfreiheit. Mit der Entwicklung der Holzwerkstoffe wurde die Welt des Möbels neu gestaltet.

Doch im Holz steckt noch viel mehr als reine Werkstoffgestaltung. Der geringe Energiebedarf zur Erzeugung von Holzprodukten spart Energie und vermindert die CO2 Emission im Vergleich mit konkurrierenden Werkstoffen deutlich. Als Rohstoff für verschiedene Basischemikalien und Spezialchemikalien kann Holz Teile der Erdölchemie ersetzen.

Links:

http://www.wien.gv.at/kultur/abteilung/vorlesungen/termine/2011/holz-1-4.html

http://www.map.boku.ac.at/15543.html


25.03.2011