So schmeckt die Zukunft


Vom Labor auf den Teller: „Taste of Space“ machte mit BOKU-Forscher Diethard Mattanovich nachhaltige Ernährung im All kulinarisch erlebbar.

Wie können Fermentation und Mikroorganismen zur Ernährung der Zukunft beitragen? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Projekt „Taste of Space“, bei dem am 13. Oktober in Wien Wissenschaft und Kulinarik auf besondere Weise miteinander verbunden wurden. Gemeinsam mit Diethard Mattanovich vom Department für Biotechnologie und Lebensmittelwissenschaften der BOKU University entwickelte die Künstlerin Kristina Pulejkova ein visionäres Drei-Gänge-Menü. Inspiriert von der Idee nachhaltiger Ernährung im All rückten dabei Fermentation und Mikroorganismen als mögliche Bausteine künftiger Ernährungskonzepte in den Mittelpunkt. Das Menü machte wissenschaftliche Fragestellungen auf kreative und sinnliche Weise erlebbar.

Für die kulinarische Umsetzung sorgten der Künstler und Fermentationsexperte Michael Kalivoda und sein Team in der Wiener „La Cantina della Cucina Alchimia“. Die Verkostung fand im Rahmen eines ORF-Drehtages statt. In Interviews mit ORF-Journalistin Tina Goebel standen sowohl das Geschmackserlebnis als auch die wissenschaftlichen und künstlerischen Hintergründe des Projekts im Mittelpunkt.

Seine Premiere feierte „Taste of Space“ bereits im Mai 2026 bei der BOKU Future Conference im Rahmen der Ausstellung „WASTE IS A MYTH“. Das Projekt zeigt, wie die Zusammenarbeit von Kunst und Forschung neue Perspektiven auf nachhaltige Ernährung eröffnen kann. Zugleich macht es deutlich, wie kreative Formate wissenschaftliche Fragestellungen anschaulich vermitteln und den Dialog zwischen Forschung und Gesellschaft fördern können.


15.10.2026