Blasmusik für KI-Forschung


Drei BOKU-Studierende halfen, mittelalterliche Musik mittels KI lesbar zu machen. Dazu speisten sie das System mit 47 Choralhandschriften.

Musikalisches Können trifft auf Musikwissenschaft und künstliche Intelligenz: Anna-Lena Huber, Moritz Schmoetten und Matthias Pertiller, Mitglieder des BOKU Blasmusikorchesters, unterstützten den Musikwissenschaftler Robert Klugseder von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften bei einem besonderen Projekt: Gemeinsam erschlossen sie 47 mittelalterliche Choralhandschriften mit insgesamt 1.256 Seiten digital.

Die von den Studierenden erstellten Transkriptionen bilden die Grundlage für ein KI-System, das historische Notenschriften automatisch erkennt. Bereits 26 Handschriften mit mehr als 93.000 Notenzeilen wurden so vollständig übertragen.

Auch Robert Klugseder spielt Tuba im BOKU Blasmusikorchester. Aus der gemeinsamen Leidenschaft für Musik entstand so eine besondere Verbindung zwischen musikalischer Praxis, Kulturerbe und moderner Technologie.

„Wer im Orchester Noten liest, kann auch lernen, die frühen Zeichen der mittelalterlichen Musiknotation zu verstehen“, bringt Klugseder die Idee auf den Punkt. Das Projekt zeigt, wie Studierende der BOKU University ihre Kompetenzen über Fachgrenzen hinweg einsetzen und damit innovative Forschung voranbringen können.

Übrigens: Wer das BOKU Blasmusikorchester live erleben möchte, sollte sich den 26. November 2026 vormerken - das Konzert beginnt um 19:30h im TÜWI-Hörsaal.


28.10.2026