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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-11-01 - 2022-06-30

Als Reaktion auf die immer noch steigenden Treibhausgasemissionen des Straßenverkehrs in Österreich schlagen wir vor, die Methode der "Participatory Value Evaluation" (PVE) zur Bewertung von Klimaschutzmaßnahmen im Verkehrssektor einzusetzen. Dieses neuartige Bewertungsverfahren ermöglicht die quantitative Berücksichtigung sozialer und staatlicher Aspekte in der wirtschaftspolitischen Analyse. Das Verfahren hat dadurch das Potenzial, die soziale Akzeptanz nachhaltiger Verkehrspolitik zu erhöhen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-01-01 - 2020-12-31

Im Rahmen einer internationalen Forschungskooperation wird der Altausseer See - im steirischen Salzkammergut in Österreich gelegen - mit modernsten hydroakustischen Messmethoden vermessen und hydrobiologisch sowie mikrobiologisch untersucht. Die Idee zu dieser umfassenden Erforschung des Sees hatte der berühmte US-Ozeanforscher Walter Munk, der als gebürtiger Österreicher viele Sommer und Winter seiner Kindheit in Altaussee verbrachte. Forscher des Ozeanografischen Instituts Scripps in Kalifornien, an dem auch Walter Munk einst gearbeitet hat, widmen sich insbesondere dem Vorkommen und - sofern vorhanden - der Verteilung von Mikroplastik im Wasserkörper. Mithilfe eines hochauflösenden Fächerecholots wird ein präzises 3D-Modell des Seebeckens erstellt. Es ist hochdetailliert und zeigt somit Sedimentformationen, größere Steine, Risse, die im See verlegten Leitungen sowie die trichterförmigen Krater (Karstquellen) von unterschiedlicher Ausdehnung und Tiefe. Zur genaueren Untersuchung des geologischen Aufbaus des Seebeckens werden Sedimentecholote mehrerer Typen eingesetzt. Die Wellen dieser Echolote dringen in den Seeboden ein und liefern ein grafisches Abbild der Sedimentschichtung des Bodens. Dadurch lassen sich in den Messdaten zum Beispiel aktive von inaktiven Karstquellen unterscheiden oder historisch bedeutsame Naturereignisse wie große Hangrutschungen werden sichtbar. Ein ferngesteuerter Unterseeroboter mit Greifarm wird in die Karstquellenkrater geschickt, um die geologische Situation sowie dort eventuell vorkommenden Fische filmisch zu dokumentieren. Mit einem speziellen Greifer werden auch Proben von Sedimenten des Seebodens entnommen. Desweiteren erfassen Kollegen vom Ozeanografischen Institut Paul Ricard aus Frankreich sowie Mikrobiologe Christoph Steininger von der Medizinischen Universität Wien chemische und physikalische Daten des Wasserkörpers. All diese Daten dienen schlussendlich dazu, genauere Aussagen über die Hydrobiologie, Wasserqualität und den Wasseraustausch im See und mit dem umliegenden Karstsystem machen zu können.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-07-02 - 2021-01-01

Errichtungskosten und Erhaltungsaufwände als wichtigste Hemmfaktoren für die großflächige Begrünung von Stadtquartieren könnten durch lokale Selbstversorgung entscheidend gemindert werden. In diesem Kontext ermitteln wir anhand der Seestadt Aspern, welchen Beitrag verdichtete urbane Nahrungsmittelproduktion zu einem klimaneutralen, resilienten Stadtteil leistet bzw. leisten kann und wie dieser Beitrag nachhaltig stabilisiert bzw. optimiert werden kann. Wir evaluieren vor Ort praktizierte Formen der urbanen Selbstversorgung, ergänzen sie durch einen Abgleich mit internationalen Best Practice Beispielen und Experteneinschätzungen sowie Beteiligung von Akteur*innen durch weitere Systembausteine welche sodann auf lokalen Potenziale projiziert werden. Essbare (See)Stadt setzt räumliche und technische Potenziale für Begrünungsmaßnahmen und urbane Nahrungsproduktion mit dem sozialen Kapital in Relation, um zu zeigen, welche Voraussetzungen und Anreize „Betreiber*innen“ eines essbaren Stadtteils brauchen. Wir zeigen auf, wie die Seestadt und andere Quartiere kostenschonend und ressourceneffizient zu einem ‘Sustainable District’ transformiert werden können, indem vorhandene Infrastruktur, klimaschonende Stadtentwicklung, lokale Resilienz, Bürger*innen-Einbindung und -Bildung, Vernetzung und Nahversorgung sowie langfristige ökonomische Effizienz synergetisch zusammenwirken.

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