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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-05-01 - 2021-12-31

Sind aus der Perspektive der Versickerung große Fugenbreiten erwünscht, so sind diese aus Sicht des Gehkomforts und der Barrierefreiheit unerwünscht (Grimm 2018). Im Zuge einer am Institut für Verkehrswesen verfassten Masterarbeit wurde das Thema Barrierefreiheit von Straßenoberflächen im Sinne einer guten Berollbarkeit mit Rollstühlen untersucht (Aigner 2020). Dafür wurde eine neue Messmethode entwickelt und getestet. Die Grundhypothese der Methode ist, dass zwischen der objektiv messbaren physikalischen Größe der Beschleunigung und des daraus abgeleiteten Rucks einerseits und dem subjektiven Empfinden von Rollstuhlnutzer*innen andererseits eine Korrelation besteht. Zwecks Überprüfung der Hypothese wurde ein Rollstuhl mit einem Mobiltelephon als Beschleunigungsmesser ausgestattet. Mit dem derart ausgestatteten Rollstuhl wurden 14 unterschiedliche, in der Wiener Innenstadt vorkommende Straßenoberflächen befahren und dabei die Beschleunigungen gemessen wurden. Elf Personen, welche im Alltag auf einen Rollstuhl angewiesen sind, befuhren neun dieser Flächen und bewerteten deren Barrierefreiheit. Trotz der relativ kleinen Stichprobe kann davon ausgegangen werden, dass die vermutete Korrelation zwischen physikalischen Messgrößen und subjektivem Empfinden besteht. Die Befahrung mit Beschleunigungsmessung ist demnach eine geeignete Methode zur Bewertung der barrierefreien Berollbarkeit von Oberflächen im öffentlichen Raum. Die vorgeschlagene Studie verfolgt mehrere Zielsetzungen. Als erstes soll die in (Aigner 2020) entwickelte Testmethode vertiefend validiert und hinsichtlich ihrer Einsatzmöglichkeiten in der Praxis überprüft werden (AP1, AP3). Unter anderem soll dabei der in (Aigner 2020) weitgehend ausgeklammerte Einfluss des Rollstuhltyps und der Lenkräder untersucht werden. Darauf aufbauend soll mit Hilfe umfangreicher Messfahrten (AP2) ein Kriterium für die barrierefreie Berollbarkeit in Abhängigkeit von Fugenbreite, Plattengröße und ebenheit abgeleitet werden. Abschließend werden in Wien übliche Pflasterbeläge mit Hilfe dieses Kriteriums hinsichtlich Versickerung und barrierefreier Berollbarkeit bewertet (AP4).
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-10-10 - 2021-01-15

Dieses Verbundprojekt untersucht in einem transdisziplinären Ansatz die Umsetzung und die Auswirkungen neuartiger Entwürfe für eine Multi-Stakeholder-Beteiligung am Management von UNESCO-Biosphärenparken (BR) in Österreich. BRs sind Lernorte für nachhaltige Entwicklung und Erprobungsseiten für trans- und interdisziplinäre Ansätze zum Verständnis der Wechselwirkungen zwischen sozialen und ökologischen Systemen. Die drei beteiligten BRs unterscheiden sich deutlich in ihrem physio-geographischen Profil, ihrer Größe, ihrer ökonomischen und demographischen Struktur, teilen aber partizipative Prozesse als wichtige Säule ihrer Arbeit. Verstärkt durch die Erfahrungen mit virtuellen Kommunikationsmethoden während der COVID-19-Pandemie beginnen die BRs, digitale Werkzeuge für partizipatorische Prozesse zu nutzen. Dieses Projekt verfolgt zwei Hauptziele: i) eine Untersuchung der Implementierung von Mehrkanal-Beteiligungssystemen mit neuen E-Partizipationskomponenten, die in transdisziplinärer Zusammenarbeit entwickelt werden, um die Beteiligungsmöglichkeiten zu erweitern; ii) die Bewertung der Rolle und der Auswirkungen der digitalen Bürgerbeteiligung (insbesondere von bisher unterrepräsentierten Gruppen), der Auswirkungen auf das Management, die lokale Demokratie und die nachhaltige Entwicklung. In einer ersten Projektphase besteht die Möglichkeit, das Projekt in einem (virtuellen) Diskussionsprozess mit Stakeholdern aus Großes Walsertal BR, Salzburger Lungau & Kärntner Nockberge BR und Wienerwald BR vorzubereiten.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-07-01 - 2024-06-30

Das vorliegende Folgeprojekt der "Räumlichen Energieplanung für die Wärmewende" wird die Vervollständigung der Grundlagen für die räumliche Energieplanung (SEP) realisieren. Aufbauend, skalierend und adaptierend auf der soliden Basis des Vorgängerprojekts wird es die in den erfolgreich entwickelten und umgesetzten Prozessen der öffentlichen Planung berücksichtigten energie- und klimaschutzrelevanten Themen durch die Integration von Strom und Mobilität auf alle Sektoren der Energienutzung ausweiten. Weitere Ziele sind das Monitoring der Auswirkungen der Umsetzung von SEP-Prozessen und die Entwicklung von Ansätzen für die Transformation des Bestandes. Nicht zuletzt wird es sich um die Anpassung konkreter gesetzlicher Regelungen bemühen, um SEP (noch) effektiver durchführen zu können. Am Ende des Projektes werden relevante Prozesse der öffentlichen Planung (strategische Planung, Regionalentwicklung und Flächenentwicklung) in den teilnehmenden Regionen energie- und treibhausgasbezogene Fragestellungen aus allen drei Sektoren unter Verwendung der automatisierten Analysen des ENERGYatlas und der -App effektiv und effizient berücksichtigen und Energieinfrastrukturplanungsprozesse der Energienetzbetreiber berücksichtigen.

Betreute Hochschulschriften