In der Forschung

  • Analysieren wir die Wechsel­wir­kungen zwischen Mobilitätsverhalten, Verkehrssystem, Gesellschaft, Wirtschaft, Raum und Umwelt.
  • Erheben wir Daten und schaffen methodische Grundlagen und Werkzeuge für eine nachhaltige Verkehrsplanung und für zukunftsfähige Mobilitätslösungen.
  • Tragen wir aktiv zur Verbreitung des Wissens durch Kooperationen mit Partnern aus Praxis und Verwaltung und durch bürgernahe Veranstaltungen bei.
  • Arbeiten wir mit größter Sorgfalt und Integrität, um evidenzbasierte Ergebnisse höchster Qualität zu erzielen.

Themenfelder

Analysen und Prognosen von Personen- und Gütermobilität

Digitalisierung und Automatisierung

Umweltwirkungen des Verkehrs

Aktive Mobilität, Gesundheit und Verkehrssicherheit

Bedarfsgerechte Lösungen im Öffentlichen Verkehr

Gruppenspezifische Mobilitätslösungen

Methoden

Erhebungs- und Analysemethoden und -technologien

Modellierung von Verkehr und Mobilität

Evaluierungsmethoden

Werkzeuge der Wissensvermittlung

Neueste SCI Publikationen

Neueste Projekte

Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-09-12 - 2022-12-11

Während Pflasterflächen aus dem Blickwinkel der Versickerung und des Denkmalschutzes Vorteile gegenüber Asphalt- oder Betonoberflächen aufweisen, werden diese von Betroffenen aus Sicht einer barrierefreien Berollbarkeit kritisch gesehen bzw. abgelehnt. Um Lösungen für diesen Interessenskonflikt zu finden, wurde am Institut für Verkehrswesen der Universität für Bodenkultur Wien eine Methode zur Messung und Bewertung der barrierefreien Berollbarkeit von Pflasterflächen entwickelt (Aigner, 2020; Batiajew, Hartwig and Pfaffenbichler, 2022). Dabei wird die zu testende Oberfläche mit einem Standardrollstuhl, der mit einem Smartphone zur Messung der Beschleunigungen ausgerüstet ist, auf einer Länge von 5-10 Metern jeweils fünf Mal in zwei Richtungen befahren. Bei den Befahrungen sitzt eine Person im Rollstuhl, während eine zweite Person diesen mit konstanter Geschwindigkeit schiebt. Die Beschleunigungen werden mit Hilfe der App Phyophox der ETH Zürich aufgezeichnet. Die Messdaten werden mit Python-Scripts aufbereitet und mit Hilfe verschiedener statistischer Methoden analysiert. Im Rahmen einer umfangreichen Studie in Wien wurde der Grenzwert der mittleren Vertikalbeschleunigung für eine barrierefreie Berollbarkeit mit 2,5 m/s² bestimmt. Oberflächen mit einer mittleren Vertikalbeschleunigung über diesem Wert können nicht als barrierefrei berollbar eingestuft werden. Die vorgeschlagene Vorgangsweise umfasst die folgenden Inhalte und Arbeitsschritte: 1. Vorbereitung des Testaufbaus 2. Befahrung von 4 durch den Auftraggeber festzulegende Testorte in der Salzburger Altstadt mit dem messtechnisch ausgestatteten Standardrollstuhl des Instituts für Verkehrswesen durch zwei Mitarbeiter:innen des Instituts für Verkehrswesen (die Messungen werden wie oben beschrieben ohne eine zusätzliche Befahrung durch Testpersonen, welche auf einen Rollstuhl angewiesen sind, durchgeführt) 3. Zusammenfassung der Ergebnisse in tabellarischer Form, inkl. Foto- und Videodokumentation 4. Zusammenfassung der Ergebnisse und Schlussfolgerungen in einem Endbericht
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-09-01 - 2024-10-31

Ein hoher Prozentsatz an Kinder in der ganzen Welt erreicht derzeit nicht das von der WHO empfohlene Maß an körperlicher Aktivität, die jedoch essentiell ist für die körperliche und geistige Gesundheit und die kognitive Entwicklung von Kindern. Diese verbringen ihre Freizeit zunehmend in geschlossenen Räumen, anstatt sich selbstständig im Freien zu bewegen. Die Dominanz des motorisierten Verkehrs, fehlende kindgerechte Infrastruktur sowie mangelnde Freiräume verstärken den Effekt der Verhäuslichung. Dies spiegelt sich in einem Rückgang aktiver Mobilität auf Schul- und Freizeitwegen wider. Um diese Trends umzukehren braucht es vertiefte Einblicke in Mechanismen der Verhaltensänderung, der Wahrnehmung der bebauten Umwelt, mobilitätsbezogener Entscheidungen und die Auswirkung auf das Wohlbefinden von Kindern. Das Projekt TRA:WELL untersucht, wie aktive und eigenständige Mobilität mit dem Wohlbefinden von Kindern zusammenhängt. Dabei wird die subjektive Wahrnehmung der bebauten Umwelt analysiert und in einer kinderzentrierten Perspektive erarbeitet, wie städtische Umgebungen kinderfreundliche Mobilität fördern können. In der Untersuchung wird das gesamte Bewegungsverhalten der Kinder berücksichtigt und aufgezeigt, welchen Beitrag aktive Mobilitätsformen an der Erfüllung der Bewegungsempfehlungen leisten. An der Schnittstelle von quantitativen und qualitativen Verfahren entwickeln Schüler/innen eine kindgerechte Methode, um die Komplexität mobilitätsbezogener Entscheidungen zu beschreiben. Die Projektergebnisse beleuchten wichtige Argumente im Kontext kinderfreundlicher Mobilität für Eltern und Entscheidungsträger/innen und geben vertieften Einblick in die kindliche Perspektive. Aus wissenschaftlicher Sicht werden wertvolle Daten und Methoden generiert. Das Projekt leistet durch die transdisziplinäre Betrachtung einen wichtigen Beitrag zur intersektoralen Zusammenarbeit von Verkehr/Mobilität und Gesundheit.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-05-19 - 2022-10-31

Ziel des Projektes ist eine Überarbeitung des bestehenden österreichischen Leitfadens für die Strategische Prüfung im Verkehrsbereich (SP-V). Der SP-V Leitfaden dient Initiatoren von Verkehrsinvestitionen als Anleitung zur Durchführung und Erstellung der notwendigen Dokumente für eine SP-V. Der geltende Leitfaden von 2018 erfährt zwar auch international positive Resonanz, dennoch zeigt sich in der Praxis weiterer Bedarf zur integralen Betrachtung von Umweltzielen, insbesondere jener des stark mit der Verkehrsplanung in Zusammenhang stehenden Klimaschutzes. Der Leitfaden bietet in seiner derzeitigen Form bereits zahlreiche Ansatzpunkte zur vorausschauenden Berücksichtigung und Vermeidung bzw. Minimierung von Umweltauswirkungen. Auf Grund der sehr knappen Darstellung einzelner Schritte, etwa die Berücksichtigung von Systemalternativen, bietet es sich an, einzelne Kapitel in ihrer Aussage zu stärken, um eine transparente Betrachtung aller relevanten Perspektiven und eineausgewogene Bewertung der Planungsalternativen zu ermöglichen. Dadurch können Umweltziele, mögliche Veränderungen von Schutzgütern sowie Maßnahmen, um diesen Veränderungen entgegen zu wirken, unter Berücksichtigung aller relevanten Informationen und auf Basis einer breiten Diskussion derselben mit den Akteurinnen und Akteuren im Rahmen des Scopings in die Strategische Prüfung einbezogen werden. Die Überarbeitung des Leitfadens zielt daher auch auf eine versttärkte Ausbalancierung verschiedener Blickwinkel und Interessen ab, insbesondere eine Stärkung der Rolle des BMK als neutrale und allparteiliche Aufsichtsbehörde und eine Stärkung der Rolle der Beteiligten, insbesondere der Umweltstellen, bei ergebniskritischen Verfahrensschritten, v.a. im Scoping, bei der Auswahl der zu untersuchenden Alternativen, sowie der Auswahl der Kriterien zur Bewertung der Alternativen.

Betreute Hochschulschriften