Forschung

Entsprechend dem Drei-Säulen-Prinzip der BOKU (Verbindung von Technik, Naturwissenschaften und Wirtschafts-, Sozial- und Rechtwissenschaften) entwickeln wir innovative Konzepte, Methoden und Verfahren

• zur Planung und Evaluierung von Abfallvermeidungsmaßnahmen,
• zur Schließung von natürlichen und anthropogenen Stoffkreisläufen,
• zur emissionsarmen Abfallbehandlung sowie
• zur Nachsorge und Monitoring von Deponien und Altablagerungen.

Die weltweite Verflechtung von Wirtschaft und Stoffströmen erfordert es, Abfallströme in einem umfassenden Zusammenhang zu analysieren und länderübergreifend Lösungen zu finden.

Unsere aktuellen Forschungsbereiche sind:

Neueste SCI Publikationen

Neueste Projekte

Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-11-22 - 2022-06-21

Bisherige Abfallanalysen auf Landesebene waren neben mangelnden Standards und unterschiedlichen Fragestellungen, vor allem durch die geringe Probenmasse, und somit der geringen Aussagekraft der Ergebnisse limitiert. Die Wirksamkeit von abfallwirtschaftlicher Sammelsystemgestaltung sowie weiterer Maßnahmen war damit oft nicht möglich. Eine landesübergreifende Analyse ermöglicht es, auf Basis einer vielfach höheren Probenmasse bzw. -anzahl, sowie der bundesweit größeren Heterogenität der Systemgestaltung deutlich genauere Aussagen zu treffen, ob z.B. bestimmte Sammelsysteme effizienter als andere sind. Hauptziel des Vorhabens ist die Identifikation und Quantifizierung von Einflussfaktoren auf Massenanteile (Masse-%) bzw. die spezifische Masse (kg/Ew/a) von relevanten Abfallfraktionen im Restmüll, wobei jeweils Gruppen von Einzelproben gebildet werden, die nach einem Faktor oder einer Kombination von mehreren Faktoren auf Basis der nachfolgend genannten Faktoren gruppiert werden. Bei der Untersuchung der Faktoren ist insbesondere zwischen beeinflussbaren Faktoren mit Maßnahmenbezug (z.B. Sammelsysteme, Behältergrößen, Abfuhrintervalle) und nicht-beeinflussbaren Faktoren (z.B. Charakteristik von Liegenschaften und Regionen) zu unterscheiden. Die darauf aufbauende Quantifizierung des „Getrennterfassungspotentials“ verfolgt darüber hinaus das Ziel, Einflussfaktoren auf Getrennterfassungsquoten sowie Getrennterfassungspotentiale für Altstoffe (Altpapier und Kartonagen, Altglas, biogene Abfälle und Leicht- und Metallverpackungen) für oben genannte Faktoren bzw. Faktorkombinationen zu definieren, um Optimierungspotentiale im Sinne eines umfassenden, regionalen Benchmarkings aufzuzeigen. Die Ergebnisse sollen auch für die Ausrichtung künftiger Maßnahmenpakete (z.B. in Hinblick auf die zu erreichende Recyclingquote für Siedlungsabfälle in der Höhe von 55% bzw. 65% bis 2025 bzw. 2035) nutzbar sein. Begleitende Ziele, die im methodisch-inhaltlichen Verbund zu verfolgen sind, umfassen die Evaluierung und Umsetzung von Möglichkeiten zur Probenmassenreduktion durch angepasste, länderübergreifende Schichtung sowie die Evaluierung und Optimierung von Auswertungsmethoden.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-11-01 - 2022-10-31

Mit der EU Abfallrahmenrichtlinie und der Einführung der neuen Abfallhierarchie sind Aktivitäten im Bereich Re-Use immer mehr in den in das Bewusstsein der handelnden Personen gerückt. Im Möbelbereich ergeben sich nicht zuletzt durch die Größe und Sperrigkeit der Produkte und der damit zusammenhängenden Schwierigkeiten bezüglich Logistik und Lagerung spezifische Probleme. Eine systematische Erfassung über die Art und Anzahl der Kanäle über die Möbel in den Re-Use gelangen fehlt jedoch bisher genauso wie Angaben zu den aktuell wiederverwendeten Mengen. Ziel der Studie ist es daher eine österreichweite Erhebung zum vorhandenen Angebot zur Wiederverwendung von Möbeln durchzuführen. Dabei werden folgende Details betrachtet: a.Welches Angebot an Re-Use Kanälen (Abgabe und Kauf/Nutzung) existiert in den einzelnen Bundesländern? b.Welche Menge an Möbeln gelangen aktuell in den einzelnen Bundesländern in die Wiederverwendung? Kann ein Benchmark definiert werden? c.Welche Optimierungsmöglichkeiten können im Bundesländervergleich bzw. im internationalen Vergleich aufgezeigt werden? d.Welches Potential besteht Betriebe und Kommunen in ein ReUse Möbel Netzwerk einzubeziehen? e.Wie kann eine zukünftige Datenerhebung entsprechend des Durchführungsbeschlusses (EU) 2021/19 der Kommission am effizientesten erfolgen?
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-11-01 - 2022-01-31

Aufgrund der Entwicklungen des Verpackungsabfalls in den letzten Jahren - vor allem aufgrund der Entwicklungen im Online-Handel - war von einer deutlichen Steigerung der Anteile an Verpackungen in der Papier-, Karton- und Wellpappesammlung auszugehen, die im Rahmen der bundesweiten Altpapieranalysen 2019/2020 auf Ebene der Massenanteile bestätigt wurde. Während anteilige Altstofferlöse von Massenanteilen abhängen, ist für die meisten Prozesse der Sammellogistik der Volumenanteil kostenrelevant, wie z.B. bei der Behälterbereitstellung sowie der Abfallsammlung. Bezüglich des anteilig genutzten Behältervolumens ist bei Verpackungen von einem Volumenanteil auszugehen, der den Massenanteil übersteigt, wobei das Ausmaß bzw. der Volumenfaktor aus aktuellen Analysen bundesweit nicht bekannt ist. Ziel des Vorhabens ist die Erarbeitung einer nachvollziehbaren und transparenten Methodik zur Ermittlung von Volumenfaktoren von Verpackungen in der Originalsammelware von Papier, Pappe und Karton (PPK) für das anteilige Behältervolumen unter Berücksichtigung von Stadt-Land-Charakteristiken des Sammelgebiets, des Sammelsystems (Hol-/Bringsystem), des Behältervolumens und Abfuhrintervallen. Nach evidenzbasierter Evaluierung mittels Analysen bezüglich des Behältervolumens soll der bestehende Leitfaden für Altpapieranalysen um diese Methode erweitert werden.

Betreute Hochschulschriften