Forschung

Entsprechend dem Drei-Säulen-Prinzip der BOKU (Verbindung von Technik, Naturwissenschaften und Wirtschafts-, Sozial- und Rechtwissenschaften) entwickeln wir innovative Konzepte, Methoden und Verfahren

• zur Planung und Evaluierung von Abfallvermeidungsmaßnahmen,
• zur Schließung von natürlichen und anthropogenen Stoffkreisläufen,
• zur emissionsarmen Abfallbehandlung sowie
• zur Nachsorge und Monitoring von Deponien und Altablagerungen.

Die weltweite Verflechtung von Wirtschaft und Stoffströmen erfordert es, Abfallströme in einem umfassenden Zusammenhang zu analysieren und länderübergreifend Lösungen zu finden.

Unsere aktuellen Forschungsbereiche sind:

Neueste SCI Publikationen

Neueste Projekte

Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-06-01 - 2021-10-31

Die europäische Elektro(nik)altgeräte Richtlinie enthält u.a. Vorgaben zu den Sammelzielen von Elektro(nik)altgeräten, die somit auch in der nationalen Umsetzung, der Elektroaltgeräte-Verordnung (kurz: EAG-VO) Eingang gefunden haben. Seit 2019 besteht eine gesetzlich vorgegebene Mindestsammelquote von 65 % bei Elektro- und Elektronikgeräten (EAG) der in den drei Vorjahren in Verkehr gesetzten durchschnittlichen Masse oder alternativ dazu 85 % der anfallenden Elektro- und Elektronik-Altgeräte. Die seit 2019 gültige Sammelquote wurde in Österreich mit 63 Prozent nicht erreicht. Es zeigt sich bereits seit einigen Jahren, dass es zusehends schwieriger ist, dieses Ziel zu erreichen. Dies ergibt sich durch relativ schwach ansteigende jährliche Gesamtsammelmassen und vergleichsweise stark steigende jährliche Massen an in Verkehr gesetzten Elektro- und Elektronikgeräten. Dennoch zeigt sich, dass in der Kategorie der Kühl- und Gefriergeräte die Sammelquote im Vergleich zu den anderen Sammel- und Behandlungskategorien mit knapp 43 % verhältnismäßig niedrig ausfällt. Ziel des Projektes ist es die Gründe für die niedrige Sammelquote der Kühl- und Gefriergeräte sowohl in-Verkehr-setzungsseitig als auch sammelseitig zu erheben sowie eine Abschätzung des theoretischen Abfallpotentiales für Kühl- und Gefriergeräte zu treffen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-04-01 - 2021-06-30

Zeitungen, Illustrierte, Kataloge und Prospekte landen meist nach einer kurzen Nutzungsdauer im Altpapier oder Restmüll. Sie machen einen bedeutenden Anteil des Abfallaufkommens in Wien aus. Damit einhergehend sind auch entsprechende Klimaauswirkungen durch Produktion aber auch Entsorgung der Zeitungen. Das Lesen von Zeitungen, Illustrierten, Katalogen und Prospekten als online Ausgabe am Table, E-Reader, Handy oder PC kann potenziell die Nachfrage nach gedruckten Medien reduzieren und somit auch das Abfallaufkommen. Unklar ist aber ob diese Reduktion an Papierabfällen auch gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann. Die Produktion, Distribution, Verwendung und Entsorgung/Recycling digitaler sowie gedruckter Medien verursacht Treibhausgasemissionen sowie andere Umweltwirkungen. Ziel des Projektes ist es Umweltwirkungen darzustellen, sowie Parameter, welche diese insbesondere beeinflussen zu identifizieren, so dass abgeschätzt werden kann, unter welchen Umständen welche Ausgabeform vorteilhaft ist.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-02-15 - 2021-11-14

Bei Betrachtung des Aufkommens von vermeidbaren Lebensmittelabfällen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zeigt sich, dass besonders auf Ebene der Konsumenten großes Vermeidungspotential vorhanden ist. Die Umsetzung von Lebensmittelabfallvermeidungs-Maßnahmen in Haushalten hat sich bislang als schwierig erwiesen. So zeigen die Ergebnisse der letzten Restmüllsortieranalyse trotz intensiver Maßnahmen (u.a. ORF Schwerpunkt zum Thema) noch keine sichtbaren Erfolge. Die Gründe für das Aufkommen von Lebensmittelabfällen können sowohl mit der persönlichen Lebenssituation und soziodemographischen Einflussfaktoren in Zusammenhang stehen als auch mit Einstellungen, Gewohnheiten und Wissen in Verbindung gebracht werden. Aus diesen Gründen ist es besonders schwierig ansprechende Maßnahmen zu entwickeln, welche auch aufgegriffen und umgesetzt werden. Vom Naturhistorischen Museum in Wien wird aktuell eine Sonderausstellung zum Thema „Ablaufdatum – Wenn aus Lebensmitteln Müll wird“ vorbereitet. In 6 Sälen wird man sich bis Mai 2021 umfassend diesem Thema widmen und mittels unterschiedlicher Konzepte auf das Thema aufmerksam machen. Diese einmalige Möglichkeit soll nun im Rahmen dieses Forschungsprojektes genutzt werden, um mehr über die Wünsche und Bedürfnisse der Besucher*innen hinsichtlich zielgenauer Information und Bewusstseinsbildung zum Thema Lebensmittelabfallvermeidung zu erfahren und so für die Zukunft ansprechende Maßnahmen und Informationen entwickeln zu können.

Betreute Hochschulschriften