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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-07-01 - 2022-12-31

Ziel des Projektes ist die Erarbeitung von Lösungsansätzen in der Klimawandelanpassung und -Vermeidung in einer internationalen Kooperation zur unmittelbaren Verwertbarkeit der Projektergebnisse in der österreichischen Agrarpolitik. Dazu erfolgt in allen Phasen des Projekts eine Einbindung von Stakeholdern in den Forschungsprozess. Neben wissenschaftlichen Outputs werden Forschungsergebnisse als Policy Briefs vorgelegt, um handlungsorientiere Lösungsansätze für EntscheidungsträgerInnen unmittelbar zugänglich zu machen. Die Neuheit von MACSUR SciPol ist die enge Abstimmung von nationalen und internationalen Forschungsansätzen zur Unterstützung von konkreten Entscheidungen zur Erreichung der Klimaziele. MACSUR SciPol ist auch eine Weiterentwicklung des Erfolgskonzeptes von MACSUR I und II. In einer ersten Antragsphase soll es als Pilotversuch mit einer Laufzeit von 18 Monaten durchgeführt werden. MACSUR SciPol vernetzt nicht nur Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler miteinander, sondern auch mit Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern in Wirtschaft, Politik und Verwaltung. Das Ziel ist, bestehendes Wissen in den Agrarwissenschaften in Rahmen von Fallstudien anzuwenden und wo nötig neues Wissen partizipativ im Kontext von Agrarpolitik und Klimawandel zu generieren. Damit sollen bestehendes Wissen gesichert und Wissenslücken geschlossen werden.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-03-01 - 2025-02-28

Aktuell wird das Agrar- und Ernährungssystem von transnationalen Konzernen dominiert, welche anhand der Prinzipien von Wettbewerb, wirtschaftlichem Wachstum und Gewinnmaximierung agieren. Dieses WTO -zentrierte Nahrungsregime wird von verschiedenen sozialen Bewegungen und Produzierenden aktiv hinterfragt. Diese sind meist lokal verankert und streben eine nachhaltigere Produktion an, die Werte wie Solidarität oder Vertrauen berücksichtigen. In unserem Forschungsprojekt untersuchen wir kleine und mittelgroße Initiativen, die wir als wertebasierte Produktions- und Konsumweisen verstehen. Konkret konzentrieren wir uns auf die Solidarische Landwirtschaft und regionale Wertschöpfungsketten. Die Untersuchung geht der Frage nach, inwieweit diese kleinen und mittleren Bottom-up-Initiativen das Potenzial haben, das WTO-zentrierte Nahrungsregime (d. h. die dominierenden globalisierten Wertschöpfungsketten in der Lebensmittelproduktion) zu verändern. Forschungsziel ist, diese Initiativen und deren Funktionsweise, wie sie Unternehmensmacht und staatliche Strukturen im WTO-zentrierten Nahrungsregime verändern, zu analysieren. Das Projekt (1) entwickelt einen gemeinsamen theoretischen Rahmen, um diese wertebasierten Initiativen systematisch zu verstehen. Dabei wird die Nahrungsregime-Theorie mit anderen theoretischen Ansätzen verflochten, namentlich der Staatstheorie, dem Konzept von Sozialkapital und Territorialität. Mit Hilfe des Theorienmix werden verschiedene Initiativen auf lokaler Ebene untersucht, um anschließend die empirischen Ergebnisse in eine breitere nationale und globale Debatte einzubetten. (2) Darauf aufbauend wird ein methodisches Toolkit entwickelt, um die oben genannten Initiativen und ihre zugrundeliegenden Werte zu untersuchen. (3) Als Fallstudien werden wir Beispiele Solidarischer Landwirtschaften und regionaler Wertschöpfungsketten in der Schweiz, der Tschechischen Republik und Argentinien erforschen. (4) Der interdisziplinäre Forschungsprozess wird dabei in Hinblick auf wechselseitiges Lernen innerhalb des Teams begleitet und analysiert. Unser Forschungsansatz ist in dreierlei Hinsicht innovativ: Erstens werden in einem interdisziplinär eng verflochtenen Forschungsprozess Erkenntnisse aus der Politikwissenschaft, der Soziologie und der Geographie vereint. Diese enge Zusammenarbeit ermöglicht eine theoretische "Neustrukturierung" der Nahrungsregime-Theorie unter Berücksichtigung der geteilten Werte der ProduzentInnen, VerarbeiterInnen und KonsumentInnen sowie deren institutionelle Einbettung auf der lokalen, nationalen und globalen Ebene. Zweitens werden diese Aspekte mit einer Kombination von qualitativen Methoden – Interviews, teilnehmende Beobachtung und Gruppendiskussionen – erforscht. Dabei werden neue Ansätze der viszeralen Ansätze, welche die Verbindung zwischen rationalem und emotionalem Denken und Handeln fokussieren, in das methodische Toolkit integriert. Drittens bieten gewählten Fallstudien aus Argentinien, der Tschechischen Republik und der Schweiz grundlegend unterschiedliche Kontexte, so dass die Schlussfolgerungen aus unserer theoretischen und methodischen Arbeit in Hinblick auf verschiedene weltliche Kontexte ausgewertet werden können.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-04-01 - 2023-03-31

Ökosystemleistungen (ESS) aus Agrarlandschaften sind essenziell für die menschliche Wohlfahrt, während manche Ausprägungen (Disservices, dESS) die Wohlfahrt mindern. Das Konzept „Nature’s Contribution to People“ wurde eingeführt, um die Nachfrageseite besser zu erfassen. ServeToPe testet partizipative Methoden zur Erfassung von Angebot und Nachfrage von (d)ESS und die Rolle von „Nature’s Contribution to People“. Das soll eine nachhaltige Steuerung von (d)ESS auf Landschaftsebene ermöglichen. ServeToPe ist eine Erweiterung des Projekts SALBES (salbes.eu). Die Interview- und Modellergebnisse zu Nachfrage und Angebot von (d)ESS im Wienerwald sind der Ausgangspunkt für folgende Forschungsfragen: 1. Wie ist das derzeitige lokale, regionale und globale Angebot sowie die Nachfrage nach ESS in der Wienerwald Region? 2. Was bedeutet eine „gute Verwaltung“ („good governance“) von (d)ESS aus Sicht der Bevölkerung? 3. Wie sehen beispielhafte Instrumente einer „guten Verwaltung“ aus?

Betreute Hochschulschriften