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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-06-11 - 2022-06-10

Die Erhöhung der Düngungseffizienz mit Gülle ist sowohl hinsichtlich der Luft- (NEC-Richtlinie) als auch der Wassergüte (EU-Wasserrahmenrichtlinie, EU-Nitratverordnung) ein Ziel, das national wie international zunehmend Beachtung findet. In den kommenden Jahren sind auf nationaler Ebene vor allem die Vorgaben der NEC-Richtlinie sowie gebietsweise verschärfte Bestimmungen zum Schutz des Grundwassers vorrangig umzusetzen. Eine anerkannte Methode zur Vermeidung von Stickstoffeinträgen in Gewässer ist die Reduktion der Ausbringung stickstoffhältiger Dünger im Herbst. Dieser Umstand hat zu Folge, dass im Frühjahr oft unter enormen Arbeitsdruck und ungünstigen Witterungsbedingungen der vorhandene Wirtschaftsdünger in kürzester Zeit nicht mehr umweltschonend und bodengerecht ausgebracht werden kann. Auf Anregung durch LandwirtInnen soll im Rahmen des Projekts Ammosafe Gülle durch Separierung und Ammoniakstrippung unter Zusatz von Branntkalk mit oder ohne Biokohle so aufbereitet werden, dass sie zeitlich flexibler und pflanzenbaulich zielgerichteter einsetzbar wird. Die stickstoffarme Gülle könnte somit noch im Herbst ohne Gefahr einer mehr als geringfügigen Grundwasserbelastung emissionsarm ausgebracht werden. Der aus dem Stripp-Verfahren gewonnene Flüssigdünger und die Festphase aus der Separierung können gezielt im betriebseigenen Pflanzenbestand eingesetzt oder verkauft werden. Die verschiedenen Güllevarianten sollen auch hinsichtlich ihrer pflanzenbaulichen Wirkung und ihrer Nitrataustragsgefährdung untersucht werden. Die Entfernung des leicht löslichen Ammoniaks soll im Zuge der Gülleausbringung zu einer erheblichen Reduktion der Ammoniakemissionen führen. Durch den Einsatz von Reststoffen aus der thermischen Verwertung (Pflanzenkohle) wird eine zusätzliche Verminderung der Geruchsemissionen und damit Erhöhung der sozialen Akzeptanz erwartet. Durch die intensive Vernetzung der Wissenschaft (TU Graz, BOKU), einem Hersteller der erforderlichen Geräte (Fa. Bauer), der Beratung (LK Steiermark) und den kooperierenden LandwirtInnen innerhalb des Projekts ist bereits eine bestmögliche Basis zur Verwirklichung der Projektziele sowie für die optimale Verbreitung des erarbeiteten Wissensstandes vorhanden. Das Projekt Ammosafe hat somit zum Ziel, den LandwirtInnen eine sowohl umwelt- und bodenschonendere als auch sozial verträglichere Möglichkeit der Gülleverbringung an die Hand zu geben. Durch dieses Vorhaben sollen Emissionen in die Luft (Ammoniak, Lachgas) sowie in das Grundwasser (Nitrat) nach der Gülleverbringung deutlich gesenkt werden.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-10-15 - 2022-10-30

Inhaltlich liegt der Fokus auf den Integrations- und Substitutionsleistungen von internationalen Zuwanderinnen in ländlichen Regionen Österreichs. In einem mehrperspektivischen Ansatz werden zunächst geschlechtsspezifische Ab-wanderungsbewegungen für Österreich dargestellt, zweitens bestehende Integrationsinitiativen in ländlichen Regionen erhoben. Die Einschätzungen von ExpertInnen (Regionalverwaltung und Regionalentwicklung; Frauenberatungsstellen und Integrationsvereine) sowie die subjektiven Wahrnehmungen und Erfahrungen der Zuwanderinnen in ihren Migrations- und Integrationsprozessen werden erfasst und analysiert.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-11-01 - 2021-10-31

Beratungsservices und policies im Agrarbereich berücksichtigen meist nicht, dass LandwirtInnen den Klimawandel unterschiedlich wahrnehmen und mögliche Anpassungsmaßnahmen verschieden bewerten. Im Projekt wird eine Methodik entwickelt, um Tyen österreichischer LandwirtInnen empirisch zu definieren und zu validieren. Bedürfnisse aus Wissenschaft und Praxis werden gleichermaßen berücksichtigt, um wertvolle Informationen zu erhalten, die Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel in der österreichischen Landwirtschaft fördern.

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