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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2026-10-15 - 2028-10-14

STAGE Vienna unterstützt den Weg Wiens zur Klimaneutralität, indem es entscheidungsreife, wissenschaftlich fundierte Pfade für einen sozial verantwortlichen und kosteneffizienten Umbau des Wiener Wärmesystems entwickelt. Die Trennung von rund 600.000 Wohneinheiten vom Gasnetz stellt dabei eine bedeutende Herausforderung dar. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Analyse von Ausstiegsmöglichkeiten im Kontext der EU-Gas- und Wasserstoff-Binnenmarktrichtlinie. Zwei zentrale Probleme werden adressiert: die „utility death spiral", bei der sinkende Nutzerzahlen zu steigenden Netzentgelten für verbleibende Kund*innen führen, sowie „split incentives", auf Grund derer Mieter*innen nicht auf Kostenanreize zur Heizungsumstellung reagieren können. Als Lösung schlägt STAGE Vienna eine räumlich und zeitlich synchronisierte Netzstilllegung mit gezielter Unterstützung vor, um vulnerable Gruppen zu schützen, sowie eine frühzeitige, kontinuierliche Einbindung von Stakeholdern, um breite Legitimität zu sichern. Methodisch verbindet das Projekt eine räumlich explizite Planungsperspektive, die die Gasstilllegung kartiert, mit einer ökonomischen Perspektive, die die Ausstiegsdynamik sowie die Nachfrage modelliert. Beide Ansätze basieren auf derselben hochauflösenden Datengrundlage aus Verwaltungsdaten und werden gemeinsam mit den für die Stilllegung zuständigen lokalen Akteuren entwickelt und umgesetzt. Die wichtigsten Zielgruppen des Projekts sind Entscheidungsträger*innen der Stadt Wien und der Gasnetzbetreiber, die konkrete Instrumente zur Abschätzung der Netzkostendynamik und der sozialen Auswirkungen sowie einen Fahrplan für die Umsetzung erhalten. Darüber hinaus tragen die veröffentlichten wissenschaftlichen Ergebnisse zum Wissensstand über Netzstilllegung in Europa und großmaßstäbliche Raumplanung bei.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2026-03-01 - 2027-12-31

Im Rahmen des Projektes wird ein Feinkonzept zur Evaluierung aufbauend auf dem GAP-Strategie Plan Evaluierungsplan und unter Berücksichtigung des von der EU-Kommission vorgegebenen Evaluierungsrahmens gemäß der DVO (EU) 2022/1475 erstellt. Auf Basis des Feinkonzepts werden Analysen mit bekannten und bewährten quantitativen und qualitativen Methoden und Techniken - Soll-Ist-, Vorher-Nachher- und Mit-/Ohne-Vergleiche - durchgeführt. Für die Analysen wird ein Betriebsmodellansatz für die Landwirtschaft in Deutschland entwickelt und eingesetzt.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2026-07-01 - 2028-06-30

Die Dekarbonisierung des Gebäudesektors ist ein zentraler Baustein der Wiener Energie- und Wärmewendestrategie. Um die Sanierungsraten zu steigern und den Ausstieg aus fossilen Heizsystemen zu beschleunigen, konzentrieren sich Politiken vorrangig auf die Förderung von Effizienzmaßnahmen. Die Priorisierung von technologiezentrierten Ansätzen zur Erreichng von Klimaneutralität birgt jedoch die Gefahr, bestehende soziale Ungleichheiten zu verschärfen oder zu reproduzieren – insbesondere Verwundbarkeiten im Kontext von Energie und Wohnen. Das inter- und transdisziplinäre Projekt „IMAGINE 2040 – Klimaneutrales und gerechtes Wohnen in Wien 2040“ stellt sich der Frage, wie der Übergang zu klimaneutralem Wohnen, sozial verantwortlich und gerecht gestaltet werden kann. Ziel des Projekts ist es, strukturelle Herausforderungen zu identifizieren und zu analysieren, die einer breiten Umsetzung energieeffizienter, leistbarer und zugänglicher Wohnlösungen hindern oder begünstigen – mit besonderem Fokus auf vulnerable und marginalisierte Bevölkerungsgruppen. In der ersten Projektphase kombiniert IMAGINE 2040 eine politik- und governanceanalytische Untersuchung mit einer stadtweiten, quantifizierten und räumlich differenzierten Bewertung von Verwundbarkeit. Diese basiert auf einer mikroökonomischen Analyse des Wiener Gebäudebestands, der Eigentumsstrukturen und der Exposition gegenüber Energiearmut. In der zweiten Projektphase wird im Sinne eines transdisziplinären Ansatzes das Co-Design von politischen Maßnahmen unterstützt, das unterschiedliche Bedürfnisse und Perspektiven von betroffenen Bürger:innen und Stakeholdern berücksichtigt. Im Rahmen eines partizipativen Workshops, der Systemdenken und kunstbasierte Methoden integriert, wird handlungsrelevantes Wissen generiert und Inklusion gefördert. IMAGINE 2040 wird in enger Zusammenarbeit zwischen dem Forschungsteam und einer transdisziplinären Konsultationsgruppe umgesetzt, die sich aus Stakeholdern und Expert*innen aus den Bereichen Energiewende, Wohnen und soziale Gerechtigkeit zusammensetzt.

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