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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-10-01 - 2023-09-30

In diesem Projekt wird die Auswirkung der Nachfolge und Vererbung von landwirtschaftlichen Betrieben, wichtige formelle und informelle Institutionen des Landtransfers, auf die Fragmentierung von Land, die Fragmentierung von Landbesitz und die Abwesenheit von Landbesitzern untersucht. Anschließend werden die Auswirkungen dieser Größen auf die wirtschaftliche und ökologische Leistung landwirtschaftlicher Betriebe untersucht. In Österreich gibt es unterschiedliche Traditionen der Vererbung und Nachfolge von landwirtschaftlichen Betrieben. In den meisten Regionen gilt das Anerbenrecht, während einige Regionen im Burgenland, in Niederösterreich und in der Oststeiermark traditionell eine Realteilung praktizierten. Wir verwenden zwei große Geodatensätze: 1) das Integrierte Buchhaltungs- und Kontrollsystem (INVEKOS), das Landnutzungsinformationen auf Parzellenebene wie die Auswahl der Kulturpflanzen und die Teilnahme an Agrarumweltprogrammen enthält; und 2) österreichische Katasterdaten, die Informationen zu Rechtsgegenständen und ihren Eigentümern, einschließlich des Wohnortes der Eigentümer, enthalten. Darüber hinaus kombinieren wir Daten auf der Ebene der landwirtschaftlichen Betriebe(FADN) mit Daten auf Parzellenebene und führen qualitative Interviews mit Landwirten und Landbesitzern durch.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-02-01 - 2021-04-30

Österreich verfügt über umfangreiche Waldressourcen. Der Wald stellt neben Holz auch Dienstleistungen in der Erholungs- und Freizeitwirtschaft sowie Schutzgüter undÖkosystem-Dienstleistungen bereit. Unternehmen der Holzverarbeitung schaffen Beschäftigung und Wertschöpfung im ländlichen Raum und tragen maßgeblich zur Außenwirtschaft bei. Im Zuge der Arbeiten am Projekt werden die am Markt bewertbaren volkswirtschaftlichenGrößen quantifiziert und ergänzt mit Angaben zum Umfang der nicht am Markt gehandelten Güter und Dienstleistungen. Im Rahmen von Szenariountersuchungen werden Perspektiven für die österreichische Forst- und Holzwirtschaft gemeinsam mit Akteuren aus den Wirtschaftsbereichenentwickelt.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-06-11 - 2022-06-10

Die Erhöhung der Düngungseffizienz mit Gülle ist sowohl hinsichtlich der Luft- (NEC-Richtlinie) als auch der Wassergüte (EU-Wasserrahmenrichtlinie, EU-Nitratverordnung) ein Ziel, das national wie international zunehmend Beachtung findet. In den kommenden Jahren sind auf nationaler Ebene vor allem die Vorgaben der NEC-Richtlinie sowie gebietsweise verschärfte Bestimmungen zum Schutz des Grundwassers vorrangig umzusetzen. Eine anerkannte Methode zur Vermeidung von Stickstoffeinträgen in Gewässer ist die Reduktion der Ausbringung stickstoffhältiger Dünger im Herbst. Dieser Umstand hat zu Folge, dass im Frühjahr oft unter enormen Arbeitsdruck und ungünstigen Witterungsbedingungen der vorhandene Wirtschaftsdünger in kürzester Zeit nicht mehr umweltschonend und bodengerecht ausgebracht werden kann. Auf Anregung durch LandwirtInnen soll im Rahmen des Projekts Ammosafe Gülle durch Separierung und Ammoniakstrippung unter Zusatz von Branntkalk mit oder ohne Biokohle so aufbereitet werden, dass sie zeitlich flexibler und pflanzenbaulich zielgerichteter einsetzbar wird. Die stickstoffarme Gülle könnte somit noch im Herbst ohne Gefahr einer mehr als geringfügigen Grundwasserbelastung emissionsarm ausgebracht werden. Der aus dem Stripp-Verfahren gewonnene Flüssigdünger und die Festphase aus der Separierung können gezielt im betriebseigenen Pflanzenbestand eingesetzt oder verkauft werden. Die verschiedenen Güllevarianten sollen auch hinsichtlich ihrer pflanzenbaulichen Wirkung und ihrer Nitrataustragsgefährdung untersucht werden. Die Entfernung des leicht löslichen Ammoniaks soll im Zuge der Gülleausbringung zu einer erheblichen Reduktion der Ammoniakemissionen führen. Durch den Einsatz von Reststoffen aus der thermischen Verwertung (Pflanzenkohle) wird eine zusätzliche Verminderung der Geruchsemissionen und damit Erhöhung der sozialen Akzeptanz erwartet. Durch die intensive Vernetzung der Wissenschaft (TU Graz, BOKU), einem Hersteller der erforderlichen Geräte (Fa. Bauer), der Beratung (LK Steiermark) und den kooperierenden LandwirtInnen innerhalb des Projekts ist bereits eine bestmögliche Basis zur Verwirklichung der Projektziele sowie für die optimale Verbreitung des erarbeiteten Wissensstandes vorhanden. Das Projekt Ammosafe hat somit zum Ziel, den LandwirtInnen eine sowohl umwelt- und bodenschonendere als auch sozial verträglichere Möglichkeit der Gülleverbringung an die Hand zu geben. Durch dieses Vorhaben sollen Emissionen in die Luft (Ammoniak, Lachgas) sowie in das Grundwasser (Nitrat) nach der Gülleverbringung deutlich gesenkt werden.

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