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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-11-15 - 2020-12-31

Zu den größten derzeitigen Herausforderungen der Gesellschaft gehören die Begrenzung des Klimawandels bzw. seiner Folgen, die Sicherung einer gesunden Ernährung und der Erhalt einer intakten Kulturlandschaft mit hoher Biodiversität. Ein Wandel zu einer nachhaltigen Agrar- und Ernährungswirtschaft spielen für das Erreichen dieser Ziele eine wesentliche Rolle, wobei Nachhaltigkeit auch eine tiergerechte Nutztierhaltung und nachhaltige Konsumpraktiken miteinbezieht. In Österreich mit seinem hohen Anteil an Dauergrünland ist insbesondere die Rinderhaltung von hoher Bedeutung. Die zahlreichen Nachhaltigkeitsinnovationen in Österreich bieten zudem spannende Fallbeispiele, die Veränderungswege weit über die österreichischen und europäischen Grenzen hinaus aufzeigen können. Die Entwicklungen der letzten 70 Jahre waren produktionsseitig durch Produktivitätszuwächse, Technisierung, Spezialisierung und Intensivierung, aber auch Strukturwandel und – auf der Konsumseite – von steigenden Verzehrmengen, aber auch vermehrtem Wegwerfen, von insbesondere (billigen) Fleischprodukten, geprägt. Dies ging in der Tierhaltung häufig mit Entwicklungen einher, die zunehmend als nicht mehr tiergerecht erachtet werden. Diese Kritik hat in den vergangenen Jahren zu Innovationen für eine tiergerechtere und ökologischere Produktion geführt, aber auch zu einer steigenden Nachfrage nach Fleisch- und Milchersatzprodukten. Nachhaltigkeitsinitiativen (z.B. betriebseigene Kälbermast mit Direktvertrieb über alternative Absatzschienen wie etwa Cow-Sharing statt Export der Kälber, alternative Fütterungskonzepte, Herkunftsangaben und Nachhaltigkeitslabels, die Ganzkörper-Verwertung in der Gastronomie oder regionaler Konsum) leiden jedoch häufig an mangelndem Absatz der teureren Produkte oder zusätzlichem Zeitaufwand, trotz der gleichzeitigen Forderung der Gesellschaft nach solchen Angeboten. Ziel des Projektes ist es daher, in einem partizipativen, transdisziplinären Ansatz unter Einbezug möglichst vieler relevanter Akteure und Interessensgruppen Wege zu finden, wie eine tiergerechtere, ökologischere, ökonomisch und sozial nachhaltigere Milch- und Fleischproduktion gefördert/erreicht werden kann. Anstatt gegenseitiger „Schuldzuweisungen“, warum Ansätze mit höherer Tiergerechtigkeit und Nachhaltigkeit vielfach noch immer nicht umgesetzt werden, wollen Wissenschaft und Praxis gemeinsam an der Transformation hin zu einer nachhaltigeren Rindfleisch- und Milchversorgung arbeiten. Unser Projekt verbindet dabei Fachwissen aus den Bereichen Sozial-, Umwelt-, Agrar- und Veterinärwissenschaften auf Augenhöhe mit dem Praxiswissen all jener Akteursgruppen, deren Handeln in Zukunft darüber entscheiden wird, wie wir Rinder züchten, ernähren, halten und töten, ihre Produkte (Milch und Fleisch) verarbeiten, handeln, zubereiten, konsumieren und – hoffentlich nicht – wegschmeißen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-10-01 - 2023-09-30

In diesem Projekt wird die Auswirkung der Nachfolge und Vererbung von landwirtschaftlichen Betrieben, wichtige formelle und informelle Institutionen des Landtransfers, auf die Fragmentierung von Land, die Fragmentierung von Landbesitz und die Abwesenheit von Landbesitzern untersucht. Anschließend werden die Auswirkungen dieser Größen auf die wirtschaftliche und ökologische Leistung landwirtschaftlicher Betriebe untersucht. In Österreich gibt es unterschiedliche Traditionen der Vererbung und Nachfolge von landwirtschaftlichen Betrieben. In den meisten Regionen gilt das Anerbenrecht, während einige Regionen im Burgenland, in Niederösterreich und in der Oststeiermark traditionell eine Realteilung praktizierten. Wir verwenden zwei große Geodatensätze: 1) das Integrierte Buchhaltungs- und Kontrollsystem (INVEKOS), das Landnutzungsinformationen auf Parzellenebene wie die Auswahl der Kulturpflanzen und die Teilnahme an Agrarumweltprogrammen enthält; und 2) österreichische Katasterdaten, die Informationen zu Rechtsgegenständen und ihren Eigentümern, einschließlich des Wohnortes der Eigentümer, enthalten. Darüber hinaus kombinieren wir Daten auf der Ebene der landwirtschaftlichen Betriebe(FADN) mit Daten auf Parzellenebene und führen qualitative Interviews mit Landwirten und Landbesitzern durch.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-02-01 - 2021-04-30

Österreich verfügt über umfangreiche Waldressourcen. Der Wald stellt neben Holz auch Dienstleistungen in der Erholungs- und Freizeitwirtschaft sowie Schutzgüter undÖkosystem-Dienstleistungen bereit. Unternehmen der Holzverarbeitung schaffen Beschäftigung und Wertschöpfung im ländlichen Raum und tragen maßgeblich zur Außenwirtschaft bei. Im Zuge der Arbeiten am Projekt werden die am Markt bewertbaren volkswirtschaftlichenGrößen quantifiziert und ergänzt mit Angaben zum Umfang der nicht am Markt gehandelten Güter und Dienstleistungen. Im Rahmen von Szenariountersuchungen werden Perspektiven für die österreichische Forst- und Holzwirtschaft gemeinsam mit Akteuren aus den Wirtschaftsbereichenentwickelt.

Betreute Hochschulschriften