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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2026-03-01 - 2027-12-31

Im Rahmen des Projektes wird ein Feinkonzept zur Evaluierung aufbauend auf dem GAP-Strategie Plan Evaluierungsplan und unter Berücksichtigung des von der EU-Kommission vorgegebenen Evaluierungsrahmens gemäß der DVO (EU) 2022/1475 erstellt. Auf Basis des Feinkonzepts werden Analysen mit bekannten und bewährten quantitativen und qualitativen Methoden und Techniken - Soll-Ist-, Vorher-Nachher- und Mit-/Ohne-Vergleiche - durchgeführt. Für die Analysen wird ein Betriebsmodellansatz für die Landwirtschaft in Deutschland entwickelt und eingesetzt.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2026-01-01 - 2026-12-31

Dieses Doktorandenforschungsprojekt verfolgt die historische Entwicklung von Governance-Modellen innerhalb der globalen Kaffeewaren-Lieferkette, von der Regulierungsära des Internationalen Kaffee-Übereinkommens (ICA) bis hin zur heutigen Landschaft, die von privaten Nachhaltigkeitsstandards und neuen, von Produzenten initiierten Initiativen geprägt ist. Die Studie untersucht kritisch den Wandel von zwischenstaatlichen Mechanismen – wie Exportquoten und Preisstabilisierungsabkommen – hin zu einem fragmentierten System, in dem NGOs, multinationale Unternehmen und die Produzentenländer selbst nun bedeutende normative Macht ausüben. Unter Verwendung einer qualitativen Fallstudienmethodik wird die Forschung historische Archivdaten von internationalen Organisationen und ausführliche, halbstrukturierte Interviews mit wichtigen Akteuren entlang der gesamten Kette (einschließlich politischen Entscheidungsträgern, Normungsgremien, Unternehmenskäufern und Vertretern der Produzenten) nutzen. Diese empirischen Daten werden anhand eines kritischen Diskursanalyse-Rahmens (CDA) analysiert, um die Machtdynamiken, konkurrierenden Narrative und ideologischen Annahmen zu dekonstruieren, die diese Governance-Übergänge geprägt haben. Das Projekt zielt darauf ab, einen wesentlichen Beitrag zu leisten, indem es eine differenzierte, historisch fundierte Analyse der Machtverteilung in globalen Agrar- und Lebensmittelketten liefert. Es soll die Auswirkungen dieser Entwicklung der Governance auf Gerechtigkeit, Resilienz und Entwicklungsergebnisse in Kaffee produzierenden Ländern beleuchten und letztlich ein verfeinertes theoretisches Modell zum Verständnis der Governance in globalen Rohstoffketten vorschlagen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2025-10-01 - 2028-03-31

Kürzlich veröffentlichte Pfade zur Klimaneutralität Österreichs ([BMF 2022], [Anderl et al. 2023], [Schmidt et al. 2023], [Steininger et al. 2021], [BMK 2024b]) stimmen hinsichtlich der kurzfristigen Anforderungen weitgehend überein: ein signifikanter Ausbau erneuerbarer Energien, die Umstellung auf elektrische Antriebe, der Wechsel zu erneuerbaren Heizsystemen (insbesondere Wärmepumpen) sowie die Umstellung auf erneuerbare Produktionstechnologien in der Industrie. Die erstgenannten drei Maßnahmen gelten als „low-hanging fruits“, die bis 2030 geerntet werden müssen, um Österreich auf Kurs zur Erreichung seiner Klimaziele zu halten. Für den langfristigen Zeitraum – also über 2030 hinaus – divergieren die Studien jedoch deutlich, was auf wesentliche Unsicherheiten hinweist und blinde Flecken offenlässt. Hier setzt INFRA-ENSURE an: Das Projekt schließt diese Lücken, identifiziert sogenannte No-Regret-Maßnahmen und leitet daraus politische Handlungsempfehlungen ab. Besonders im Fokus stehen dabei die langen Planungs- und Realisierungszeiträume für Infrastrukturen, die frühzeitige Entscheidungen erforderlich machen, um deren rechtzeitige Verfügbarkeit und die Übereinstimmung mit den Klimaneutralitätszielen sicherzustellen. INFRA-ENSURE wird die gemeinsamen Infrastrukturbedarfe verschiedener Pfade herausarbeiten und dadurch eine robuste Entscheidungsgrundlage schaffen. Zudem werden die relativen Vor- und Nachteile, die realistischen Größenordnungen sowie die Reihenfolge der notwendigen Investitionen für zentrale Alternativen untersucht. Ein verbessertes Verständnis der Pfade nach 2030 und der damit verbundenen Infrastrukturbedarfe erfordert daher eine systematische und umfassende Bewertung aller beteiligten Energiesektoren. Dafür ist es notwendig, bestehende Energiesystemmodelle weiterzuentwickeln und mit Instrumenten zu kombinieren, die in der Lage sind, gesamtwirtschaftliche Effekte abzubilden. Genau diese integrierte Bewertung wird im Rahmen von INFRA-ENSURE durchgeführt.

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