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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-10-01 - 2024-09-30

Die Hauptforschungsfrage des ACCORD-Projekts lautet: Wie unterscheiden sich lokale Akteure in klimaaktiven und inaktiven Kommunen hinsichtlich ihrer Risiko- und Bewältigungseinschätzungen? Wie kann ein kollektives Verständnis von Klimarisiken und Bewältigungspotenzialen das lokale Klimahandeln und die Effizienz klimarelevanter Politikinstrumente erhöhen? Die Neuartigkeit von ACCORD basiert auf der Verschmelzung der Protection Motivation Theory (PMT) mit dem Transformative Governance-Ansatz. Die PMT ist bekannt für ihre Fähigkeit, individuelles Handeln in Bezug auf Naturgefahren zu erklären und somit nachzuvollziehen, wie (Un-)Kongruenz in den Einschätzungen zu (Un-)Kongruenz im Handeln der lokalen Akteure führt. ACRONYM untersucht die Frage auf drei Ebenen: (i) wie die jeweiligen lokalen Akteure Risiken und Bewältigungsoptionen einschätzen; (ii) wie ihre jeweiligen Einschätzungen Klimahandeln, Untätigkeit oder sogar Fehlanpassung auslösen und dauerhaft etablieren; und (iii) wie individuelle Einschätzungen in ein kollektives Verständnis integriert werden können und mit einer schnelleren und umfassenderen Umsetzung einer effektiven lokalen Klimapolitik verbunden sind.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-09-01 - 2025-08-31

Zahlreiche Versuche zur Umsetzung von Transitionspfaden in Europa zeigen die Komplexität der Gestaltung politischer Maßnahmen auf, die effizienten Klimaschutz und Gerechtigkeitsaspekte miteinander verbinden. Das Projekt TANDEM zielt darauf ab, eine neue Methodologie politischer und gesellschaftlicher Entscheidungsprozesse unter der Berücksichtigung von besonders vulnerablen Bevölkerungsgruppen zu entwickeln sowie zu testen und damit für die Praxis relevante Implementierungs- und Umsetzungsoptionen für gerechte Transitionspfade aufzuzeigen. TANDEM stützt sich dabei auf eine Reihe komplementärer, zugänglicher und replizierbarer Ansätze, die Methoden einer deliberativen Demokratie in Verbindung mit kunstbasierten Prozessen sowie einer innovativen Kombination von Beurteilungs- und Bewertungsmethoden miteinbeziehen. Diese bilden das Rückgrat von Bürger:innengremien, in denen Systemkomponenten, Narrative und Kriterien gemeinsam entwickelt und bewertet sowie als potenzielle Interventionen in zukünftige Transitionspfade integriert werden. Zudem werden Unternehmen, die öffentliche Verwaltung und Behörden in diesem Prozess als Stakeholder vertreten sein. TANDEM steht für einen transdisziplinären Ansatz zur Identifizierung und Analyse aufkommender Ungleichheiten bei kohlenstoffarmen Politiken und für die Ko-Produktion sozial gerechter und effektiver alternativer Transitionspfade. TANDEM überprüft diesen Ansatz in fünf verschiedenen Fallstudien in Spanien, Belgien, Finnland, Polen und Österreich, die sich mit kontroversen Übergangspolitiken in den Bereichen Energie und Mobilität auseinandersetzen und sowohl städtische als auch ländliche Bevölkerungsgruppen betreffen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-09-01 - 2027-08-31

Re-Livestock zielt darauf ab, innovative Praktiken zu verstehen und zu mobilisieren, die maßstabsübergreifend (Tier, Herde, Betrieb, Sektor und Region) angewandt werden, um die Treibhausgasemissionen von Tierhaltungssystemen zu reduzieren und ihre Fähigkeit zu verbessern, mit potenziellen Auswirkungen des Klimawandels umzugehen. Um unser Ziel zu erreichen, führen wir das herausragende wissenschaftliche Fachwissen in Europa in den Bereichen Tierfütterung, Zucht, Tierschutz, Betriebsführung, ökologische und sozioökonomische Bewertung und politische Analyse zusammen, um neuartige und wissenschaftlich gestützte integrierte Ansätze für verschiedene Systeme und geografische Regionen im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu entwickeln. Eine enge Zusammenarbeit mit den Interessenvertretern der Branche bei der Ermittlung der Innovationen und der Mitgestaltung der Validierung wird die Relevanz der Ergebnisse sicherstellen und die Übernahme der praktiablen Verfahren maximieren. Nationale Fallstudien und Innovationsforen werden zusammen mit einer europäischen Multi-Akteurs-Plattform eine engagierte Mitgestaltung von Übergangswegen ermöglichen, während innovative Living Labs die Erprobung und den Austausch neuester innovativer Lösungen erlauben werden. Eine Community of Practice wird den Multi-Akteurs-Ansatz auf ein breites Spektrum von Akteuren ausweiten.

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