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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2026-01-01 - 2030-12-31
Es gibt zunehmend wissenschaftliche Belege dafür, dass die derzeitigen Ressourcenverbrauchsmuster in den Industrienationen nicht nachhaltig sind und zum Klimawandel, zum Verlust der biologischen Vielfalt und zur Erschöpfung der Ressourcen beitragen (Richardson et al., 2023). Darüber hinaus ist der Wettbewerb um Ressourcen ein Hauptgrund für Konflikte und birgt erhebliche Sicherheitsrisiken, da die Nachfrage in den Industrie- und Schwellenländern steigt (UNEP 2024; Zhou und Manberger 2024).
Mehrere Studien zeigen, dass die Wahrnehmung der EU-Politik in rohstoffexportierenden Ländern komplex und gemischt ist. Die EU wird zwar als wichtiger Handelspartner anerkannt, doch gibt es erhebliche Kritik an verschiedenen Aspekten der Handels- und Klimapolitik der EU, die als nachteilig für ihre wirtschaftlichen Interessen und Entwicklungsziele angesehen werden.
Daher besteht, wie auch von EU-Beamten im Vorbereitungsworkshop bestätigt wurde, ein dringender Bedarf für die EU, die Perspektiven des Globalen Südens besser zu verstehen und sich damit auseinanderzusetzen, um ihre Glaubwürdigkeit und positive Wirkung zu verbessern.
Die Bewältigung dieser Herausforderungen wird durch die bislang nur begrenzte Analyse der quantitativen Auswirkungen der Strategien der EU zur Dekarbonisierung und Kreislaufwirtschaft noch erschwert, insbesondere in Bezug auf (1) die Frage, wie mögliche Wege in der EU den Rohstoffbedarf und die damit verbundenen Treibhausgasemissionen verändern; (2) die Frage, wie diese unterschiedlichen Veränderungen des Rohstoffbedarfs die Lieferketten, Handelspartner und gehandelten Materialien verändern; (3) und wie diese Veränderungen die sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Bedingungen in rohstoffexportierenden Ländern aus der Perspektive der betroffenen Gemeinden und staatlichen Institutionen beeinflussen; (4) die potenzielle Rolle der EU-Politik bei der Förderung verantwortungsvoller Partnerschaften und der Unterstützung eines gerechten Übergangs in diesen Ländern.
CIRCEUS will diese Lücke schließen, indem es erstmals quantitative Belege dafür liefert, wie sich die Strategien der EU zur Dekarbonisierung und Kreislaufwirtschaft auf ihren Rohstoffbedarf und damit auf ihre Importe auswirken. Diese Erkenntnisse werden neue wissenschaftliche Erkenntnisse liefern und eine Grundlage für eine fundiertere Debatte über Transformationspfade in der EU schaffen, die gerechte Ergebnisse in rohstoffexportierenden Ländern, einschließlich der von der Rohstoffgewinnung betroffenen lokalen und indigenen Gemeinschaften, unterstützen, wobei die Notwendigkeit anerkannt wird, den Rohstoffbedarf mit sozialen und ökologischen Erwägungen in Einklang zu bringen und eher auf Zusammenarbeit als auf Wettbewerb zu setzen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2025-10-01 - 2026-12-31
Die Themen Klimawandel, Dematerialisierung und Kreislaufwirtschaft sind mittlerweile wichtige Bestandteile der politischen Agenda, so auch der Smart City Wien Rahmenstrategie 2019-2050, die Ressourcenschonung als eines der drei Hauptziele definiert und eine Reduzierung der THG-Emissionen, des Energieverbrauchs und des materiellen Fußabdrucks der Stadt anstrebt. Doch wie nachhaltig ist der urbane Stoffwechsel Wiens derzeit? Zu dieser Frage wurde 2022 eine Studie „CO2- und Material-Fußabdruck für Wien – Eine Analyse der nachhaltigen Ressourcennutzung in Wien vor dem Hintergrund der Reduktionsziele in der Smart Klima City Strategie Wien“ von der BOKU Wien, TU Wien und WU Wien im Auftrag der Stadt Wien (Abteilung Wirtschaft, Arbeit und Statistik) durchgeführt. In MOCAM #2 werden nun die materialbezogenen Indikatoren (Materialverbrauch, Materialfußabdruck, Materialproduktivität) dieser Pilotstudie aktualisiert. Die aktualisierten Indikatoren aus MOCAM #2 werden in zwei politische Dokumente der Stadt Wien einfließen, das sind die Fortschreibung des „Wiener Klimafahrplans“ und das Monitoring der „Smart Klima City Strategie Wien 2022“ (SKCSW).
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2025-08-01 - 2025-12-31
Ziel dieses Projektes ist es, die alltägliche Zeitverwendung und den CO2-Fußabdruck dieser Aktivitäten zu berechnen. Wir analysieren, die Unterschiede in zeitlichem Aufwand und CO2-Fußabdruck für Personen mit und ohne Sorgeverantwortung. Spezieller Fokus liegt bei Menschen, die Angehörige betreuen. Wir vergleichen und diskutieren die daraus resultierende Klimawirkung und den Zusammenhang mit Gesundheits- oder Krankheitswirkung.