Phytopathologie

Phytopathologie

Die Gesunderhaltung von Kulturpflanzenbeständen stellt eine enorme gesamtgesellschaftliche Herausforderung für die Landwirtschaft und den Gartenbau dar. Neben der qualitativen und quantitativen Sicherung von Nahrungs- und Futtermitteln sowie von Rohstoffen für die industrielle Weiterverarbeitung kommt dem Aspekt Klima- und Umweltschutz eine zunehmende Bedeutung zu.

Wir arbeiten an grundlegenden Fragestellungen zum Potential von Zwischenfrüchten und alternativen Substraten, wie Kompost oder Biochar, zur Reduktion/Eliminierung von Krankheitserregern. Weiters erforschen wir die Funktion von Wurzelexsudaten in der Pflanze-Pathogen-Interaktion anhand von Modellsystemen wie Fusarium oxysporum f.sp. lycopersici und Tomate bzw. Sclerotinia sclerotiorum und Sojabohne. Auf Basis dieser Forschungsarbeiten sollen langfristig nachhaltige Alternativen zur Vermeidung von Pflanzenkrankheiten entwickelt werden.

Darüber hinaus erarbeiten wir Lösungsansätze zu aktuelle Pflanzenschutzproblemen im ökologischen und integrierten Acker-, Gemüse-,Obst-, Wein- und Zierpflanzenbau.

Kontakt: Univ.Prof. DI Dr. Siegrid Steinkellner

Weiterführende Informationen: Abteilung für Pflanzenschutz

Molekulare Phytopathologie

Molekulare Phytopathologie

Langfristiges Ziel der Arbeitsgruppe ist die Verbesserung der Resistenz von Kulturpflanzen mit gentechnologischen Methoden. Wir beschäftigen uns mit pflanzenpathogenen Nematoden welche in den Pflanzenwurzeln spezielle Nährzellsysteme induzieren. Wir untersuchen Gene die für die Entwicklung dieser Nährzellensysteme wichtig sind um so die "Archillesferse" dieser Nematoden zu finden. Des Weiteren untersuchen wir pflanzliche Peptide, die nur durch ihre DNA Sequenz bekannt sind. Wir etablieren Expressionssysteme, um diese Peptide in vitro zu testen und so bisher unbekannte Peptide mit spezieller antimikrobieller Aktivität zu identifizieren. Diese Peptide könnten dann sowohl als neuartige Pflanzenschutzmittel dienen als auch in der Humanmedizin oder Veterinärmedizin zum Einsatz kommen.

Kontakt: Assoc. Prof. Dr. Holger Bohlmann

Weiterführende Informationen: Abteilung für Pflanzenschutz

Nematologie

Nematologie

Pflanzenparasitierende Nematoden wurden zu einem großen Problem in der Landwirtschaft, da diese Wurzelparasiten jährlich Schäden in Milliarden-Eurobeträgen verursachen. Große Herausforderungen stellen vor allem die Langlebigkeit von Nematodenzysten und deren Widerstandsfähigkeit gegenüber Nematiziden dar. Die Gruppe „Nematologie“ beschäftigt sich daher mit dem Entstehungsvorgang und Aufrechterhaltung spezieller Nährzellsysteme, die die Nematoden in den Wirtswurzeln induzieren. Diese Prozesse werden mit physiologischen und molekularbiologischen Methoden untersucht und das gewonnene Wissen wird verwendet, um die Versorgung der Nematoden durch die Pflanze zu verstehen und zu unterbinden. Diese Erkenntnisse bilden eine wertvolle Grundlage für die Pflanzenzüchtung und ermöglichen neue Sorten mit erhöhter Nematodentoleranz oder -resistenz zu entwickeln.

Kontakt: Dr. Krzysztof Wieczorek

Weiterführende Informationen: Abteilung für Pflanzenschutz

Mikrobielle Interaktionen in der Pflanzengesundheit

Mikrobielle Interaktionen in der Pflanzengesundheit

Pflanzenpathogene verursachen jährlich große Verluste in der pflanzlichen Produktion durch quantitative und qualitative Ertragseinbußen. Verschärfte Gesetze im Zusammenhang mit der Zulassung von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln und die vermehrte Nachfrage nach biologisch produzierten Lebensmitteln erfordern neue nachhaltige Bekämpfungsstrategien. Um solche Strategien entwickeln zu können, stehen die Kulturpflanzen mit ihren vielseitigen Interaktionen mit pathogenen, symbiontischen und antagonistischen Mikroorganismen im Fokus dieses Arbeitsbereiches. Dabei wird ein möglichst interdisziplinärer Ansatz verfolgt, der sowohl in-vitro als auch angewandte Versuche umfasst.

Der aktuelle Schwerpunkt liegt auf Interaktionen von Nutzpflanzen mit arbuskulärer Mykorrhiza und endophytischen Pilzen aus der Ordnung der Sebacinales und deren Effekt auf die Entwicklung bodenbürtiger Pathogene

Kontakt: Dr. Karin Hage-Ahmed

Weiterführende Informationen: Abteilung für Pflanzenschutz