Karrierechancen und -pfade von Frauen in der Österreichischen Forst- und Holzwirtschaft – Langzeitstudie
Auftakt Durchgang 2026 - 27.Februar 2026
Auftakt Durchgang 2026 - 27.Februar 2026
„Auf zu neuen Zielen!“
Beim Auftaktworkshop des neuen Mentoring-Durchgangs zum Thema „genderreflektierendes Mentoring“ am Freitag, den 27.Februar, trafen sich Mentor:innen und Mentees. Insgesamt beginnt der Durchang mit 14 Mentoring-Paaren.
Begrüßt wurden die Teilnehmenden von Doris Damyanovic, Vizerektorin für Lehre, Weiterbildung und Studierende an der Universität für Bodenkultur Wien und Projektleiterin. Dagmar Karisch-Gierer, Vorstand des Vereins Forstfrauen, Fachreferentin der Forstlichen Ausbildungsstätte Pichl, präsentierte Impulse zu Netzwerken von Männern und Frauen und lud die Teilnehmenden zur Konferenz im Rahmen der WOFO - Women in Forestry International im April 2026 ein. Der Workshop, wurde geleitet von Heidi Gaube und Eva Janusch vom Verein NOWA. Die Mentees und Mentor:innen lernten im Rahmen eines Quiz Zahlen und Daten rund um geschlechtsspezifische Arbeitsverhältnisse kennen, die durchwegs (leider eher negativ) überraschten.
Mentoring ist ein Baustein, um Chancengleichheit voranzubringen. Die Teilnehmenden Mentoring-Paare erhalten durch das begleitende Programm einen Rahmen für die Erarbeitung einer gemeinsamen Zielvereinbarung. Teil des Programms sind Schulungen (Universität für Bodenkultur Wien, Forstliche Ausbildungsstätte Ossiach, Forstliche Ausbildungsstätte Traunkirchen) Workshops für Mentees und Mentor:innen.
Im Auftaktworkshop tauschten die Teilnehmenden ihre Erwartungen aus und formulierten die Voraussetzungen für einen vertrauenswürdigen Rahmen, um in den kommenden 12 Monaten gemeinsam ihre Zielen zu erreichen.
Wir bedanken uns ganz herzlich für den intensiven Austausch und insbesondere Danke an alle Mentor:innen und Mentees für die Teilnahme am Mentoring-Programm!
Danke für die wertschätzende und gute Atmosphäre beim Workshop!
Wir wissen euer Engagement zu schätzen und freuen uns sehr auf den zukünftigen Austausch und die Zusammenarbeit!
Folgen Sie uns auf Linkedin:https://www.linkedin.com/in/frauenmentoring-in-der-forstwirtschaft/
Oder melden Sie sich unter: frauenmentoring(at)boku.ac.at
Danke allen Teilnehmenden!
Danke unseren Mentor*innen des neuen Durchgangs:
Christian Schnedl, Peter Mayer, Lena Maria Leiter, Mario Pesendorfer, Nikolaus Hubert Fernsebner, Dagmar Karisch-Gierer, Stefanie Thaler, Antje Güttler, Maximilian Handlos, Johannes Prem, Florian Rudolf-Miklau PD Dr, Michael Mitter, Karin Müller-Vögel, Silvio Schueler
Orientierung zu Berufsbild, Jobs und Karriere, Netzwerke
Hier sammeln wir Links zum Berufsbild “Forst- und Holzwirtschaft” & Jobs und Karriere
Kompetenzen erkennen
Im Genderreflektierenden Mentoring beschäftigen wir uns damit, Kompetenzen und Stärken zu identifizieren und sichtbar zu machen.
- Kompetenzen bewusst machen und diese zu benennen ist einer der ersten Schritte
- Feedback geben, gemeinsame Vorbilder / Role Models zu identifizieren und zu beobachten unterstützt
- die eigenen Stärken zu stärken (nicht Defizite zu beheben)
Wozu? Um die eigenen Ziele im Blick zu behalten und folkussiert zu denken und zu handeln.
Mentoring-Durchgänge
Insgesamt werden drei Mentoring-Durchgänge (mit jeweils 15-20 Teilnehmer*innen) durchgeführt.
Ein Mentoring-Durchgang läuft über 12 Monate.
Was ist Mentoring?
Mentoring bezeichnet die Tätigkeit einer erfahrenen Person (Mentorin, Mentor), die ihr Wissen und ihre Fähigkeiten an eine noch unerfahrenere Person (Mentee) weitergibt, um diese in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung zu fördern. Im Gegensatz zum Coach nimmt der/die Mentor:in keine neutrale Position ein, sondern zeichnet sich durch besonderes persönliches Engagement aus.
Inhaltlich geht es gezielt darum,
- die informellen und impliziten Regeln eines Unternehmens, eines Berufsstandes zu vermitteln,
- in bestehende Netzwerke einzuführen und
- praktische Tipps für das Erreichen beruflicher Ziele zu geben.
Was kann das Mentoring nicht leisten?
Das Mentoring-Programm dient nicht dem Coaching und ist auch keine Kriseninterventionseinrichtung. Ebenso wenig ist die Vermittlung von Praxisplätzen oder Stellen Ziel des Projektes.
Worin liegt der Nutzen von Mentoring?
Auch wenn vordergründig vor allem die Mentees von der Förderung profitieren, geht das Konzept von einem gegenseitigen Geben und Nehmen aus.
Mentees haben die Möglichkeit,
- die eigenen Fähigkeiten besser kennen und einschätzen zu lernen,
- Unterstützung bei ihren Tätigkeiten (Studium, Beruf) zu erhalten,
- Einblicke in die Strukturen der Berufswelt zu erhalten und entsprechende Kontakte zu knüpfen,
- Mut zur eigenen Karriere zu entwickeln,
- in bestehende Netzwerke eingebunden zu werden, die neue Impulse, aber auch konkrete Hilfe bieten können
Für MentorInnen liegen die Chancen darin,
- Einblicke in die aktuelle Forschung zu bekommen,
- frische Ideen und Impulse vom akademischen Nachwuchs zu bekommen,
- qualifizierten Nachwuchs für das eigene Unternehmen / die eigene Institution kennen zu lernen,
- die eigene Arbeit zu reflektieren,
- soziale und kommunikative Kompetenz zu trainieren,
- neue Kooperationsmöglichkeiten zu gewinnen.
Weitere Details zu Gender-reflektierendes Mentoring - "Art of Mentoring"
Mentees
Mentees
- Du bist tätig in der Forst- und Holzwirtschaft (holzbasierte Wertschöpfungskette),
- Du machst eine Ausbildung oder ein Studium im Bereicht der Forst- und Holzwirtschaft (holzbasierte Wertschöpfungskette),
- Du bist Waldbesitzerin?
Mentorinnen und Mentoren
Mentorinnen und Mentoren
- Du bist Expertin / Experte im Bereich Forst- und Holzwirtschaft (holzbasierte Wertschöpfungskette),
- Du möchtest dein Wissen und deine Erfahrungen teilen,
- Du möchtest an der Schulung "Art of Mentoring" - Gender-reflektierendes Mentoring teilnehmen?
Projektbeschreibung
Projektziel
Ziel des Projektes ist es, Beiträge zur Stärkung und Förderung von (jungen) Frauen zur Bereicherung des Sektors der Forst- und Holzwirtschaft (gesamte Wertschöpfungskette Holz) zu erbringen und die Sensibilisierung für das Thema Gender, Frauenförderung und Chancengleichheit in der österreichischen Forst- und Holzwirtschaft, in Wissenschaft, Verwaltung und Privatwirtschaft. Die Einbindung und Vernetzung von zentralen Akteurinnen und Akteuren soll dazu beitragen, dass Frauenmentoring langfristig durchgeführt und in bestehenden Institutionen verankert wird.
Ziel ist die ebenso Durchführung von insgesamt drei Mentoring-Durchgängen für Frauen in der Österreichischen Forst- und Holzwirtschaft in den kommenden fünf Jahren. Die Stärkung und Förderung von (jungen) Frauen ist dabei zentral.
Mentoring ist ein Werkzeug, das zur Entwicklung der strategischen Karriereplanung, zur Erweiterung von Netzwerken, zur Sichtbarkeit von Frauen sowie zu deren Arbeitszufriedenheit und Leistung beiträgt. Das Projekt initiiert drei Mentoring-Durchgänge für Frauen in der österreichischen Forst- und Holzwirtschaft (gesamte Wertschöpfungskette Holz). Die teilnehmenden Mentees erhalten die Möglichkeit, von ihren Mentorinnen und Mentoren zu lernen.
Sie nehmen an Weiterbildungsangeboten und einem Karriereworkshop teil. Gleichermaßen ist die Schulung der Mentorinnen und Mentoren (Abchluss mit Zertifikat) zum Thema "Art of Mentoring" - Gender-reflektierendes Mentoring ein wichtiger Bestandteil des Programms.
Frauen, die sich für eine Ausbildung / Studium und einen Beruf im Bereich Forst- und Holzwirtschaft (gesamte Wertschöpfungskette Holz) entschieden haben, bekommen im Rahmen des Frauenmentorings für Forst- und Holzwirtschaft die Möglichkeit, gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern / mit Expertinnen und Experten der Branche Einblicke in den Berufsalltag zu bekommen.
Im Vordergrund liegt der Austausch mit den Mentorinnen und Mentoren, um aus deren Erfahrungen, Erfolgen und Herausforderungen für den beruflichen (Wieder-) Einstieg in die Privatwirtschaft, Forschung und individuelle Karrierewege lernen.Der Austausch stärkt beide Seiten – Mentees sowie Mentorinnen und Mentoren – und gibt neue Impulse.Im Mentoring-Programm geht es darum, die informellen und impliziten Regel der Brache zu vermitteln,
in bestehende Netzwerke einzuführen und praktische Tipps für die Erreichung der eigenen beruflichen Ziele zu geben.
Immer mehr Frauen fassen in der Forst- und Holzwirtschaft Fuß, der Einstieg in diese traditionell männerdominierte Branche ist jedoch von einigen Vorurteilen und Hürden geprägt. Frauen in der Forstwirtschaft erleben häufig stereotype Zuschreibungen und Geschlechterrollen als Hindernisse im Berufsleben. Demnach ist es wichtig, Frauen zu fördern, ihnen Einblick in den Berufsalltag zu gewähren und sie für Berufe im Bereich der Forst- und Holzwirtschaft zu begeistern.
Nachlese und Dissemination
Podcast:
Mentoring-Projekt beim Podcast “Planet Shapers”
Pressemeldungen und Öffentlichkeitsarbeit (Auswahl):
- Der Standard“ vom 21. März 2023 – „Frauen an die Motorsägen: Forstarbeit muss nicht männlich sein.“ – Info zum Pilotprojekt, https://www.derstandard.at/story/2000144499230/frauen-an-die-motorsaegenforstarbeit-koennen-nicht-nur-maenner; zuletzt aufgerufen am 8.2.2024.
- „Mein Bezirk“ vom 8.2. 2024 „Mentoring-Programm für Frauen in der Holz- und Forstwirtschaft“: https://www.meinbezirk.at/waehring/c-lokales/mentoring-programm-fuer-frauen-in-der-holz-und-forstwirtschaft_a6516362, zuletzt aufgerufen am 15.02.2024.
- BOKU Magazin: „Mentoring für Frauen in der Forstwirtschaft: Ein Gewinn für alle Beteiligten“, Nr.1 Ausgabe März 2024, S. 58-59; verfügbar unter https://www.yumpu.com/de/document/read/68655908/boku-magazin-1-2024
Weitere Dissemination:
- Projekt Fem2forests- Das Mentoring-Projekt in der Sammlung Best Practices aus 9 Partnerländern in Deutsch und Englisch „Good Practice Examples of Career Orientiation in Forestry“:
EN: https://designrr.page/?id=440412&token=2510156288&type=FP&h=5812
DE: https://designrr.page/?id=440977&token=4248671786&type=FP&h=2490
Kontakt: frauenmentoring@boku.ac.at
Pilotprojekt "Frauen-Mentoring in der Forstwirtschaft" (2019-2021)
Das Forschungsprojekt „Frauen-Mentoring in der Forstwirtschaft“ (2019-2021), das in Kooperation zwischen dem Institut für Landschaftsplanung (BOKU, Wien) und dem Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) durchgeführt wurde, untersuchte in Form einer Pilotstudie eines Mentoring-Programmes, wie Frauen in der Forstwirtschaft in Österreich gestärkt werden können. Ziel war es, Frauen, die sich für ein Studium im Bereich Forst- und Holzwirtschaft entschieden haben, zu ermutigen, im traditionell männerdominierten Forst- und Holzsektor Fuß zu fassen und sie zu motivieren, diese Branche nach ihrer Ausbildung aktiv zu bereichern. Im Mentoring-Programm ging es darum, die informellen und impliziten Regeln der Branche zu vermitteln, in bestehende Netzwerke einzuführen und praktische Tipps für das Erreichen beruflicher Ziele zu geben.
Zu den Ergebnissen des Projekts
Projektbeteiligte
Für die Umsetzung verantwortlich sind:
- BOKU Wien, Institut für Landschaftsplanung (ILAP): Doris Damyanovic und Karin Weber
- BOKU Wien, Institut für Wald-, Umwelt- und Ressourcenpolitik (InFER): Stefanie Linser und Barbara Öllerer
- Österreichische Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft (BFW): Alois Schuschnigg, Christine Ornetsmüller und Andrea Köhler
- Forstliche Ausbildungsstätte Pichl – das Bildungszentrum rund um den Wald: Dagmar Karisch-Gierer
- Verein NOWA, Graz: Heidi Gaube und Eva Janusch
Finanzierung