Schlüssel und Motivation unserer Arbeit ist die Stärkung der nachhaltigen Bewirtschaftung unserer Wälder, die von der waldbaulichen Planung, dem Einfluss der Bewirtschaftung auf die Kohlenstoff-Dynamik in Waldökosystemen bis hin zu der Erforschung von Klimawandelfolgen reicht. Wir entwickeln wissenschaftliche Konzepte und Methoden, um die unterschiedlichen Bedürfnisse der Gesellschaft in Bezug auf Produkte, Leistungen und Wirkungen von Wäldern zu sichern.

Wir kombinieren wissenschaftliche Methoden mit Daten um unser Wissen und Verständnis von Waldökosystem zu verbessern und um Antworten auf die Bedürfnisse von Stakeholder und zu aktuellen Themen anzubieten. Durch die konzeptuelle Verknüpfung von Themen, Methoden und Daten, können wir weltweit helfen waldbauliche Managementkonzepte für optimale Lösungen für die geforderten Ökosystemdienstleistungen zu entwickeln.

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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2023-08-01 - 2026-07-31

Bewusstseinsbildung und Modellierungen der Waldbrandgefahr sind essentielle Aspekte von präventiven Maßnahmen eines integrierten Waldbrandmanagements. In Österreich werden derzeit nur vereinzelt entsprechende Kooperationen zur Gefahrenmodellierung und Öffentlichkeitsarbeit wirksam umgesetzt. Das Institut für Waldbau der BOKU Wien betreut den Prototyp eines integrierten Systems zur Abschätzung der Waldbrandgefahr (waldbrand.at) sowie Österreichs einzigen Waldbrand-Blog (fireblog.boku.ac.at). Diese beiden etablierten Plattformen bedürfen einer beständigen Betreuung und Weiterentwicklung. Im Rahmen des vorliegenden Projekts sollen daher Maßnahmen getroffen werden, welche i) die Funktionalität, Performance, notwendigen Updates und Fehlerbehebungen sowie die Sicherheit beider Plattformen gewährleisten, ii) neue Funktionalitäten und Einsatzmöglichkeiten implementieren sowie eine höhere mediale Reichweite über Kooperationen mit unterschiedlichen Zielgruppen und über weitere Kommunikationskanäle erzielen und iii) in enger Zusammenarbeit mit laufenden Waldbrandprojekten die Plattformen als Expertentool, zur Bündelung von Waldbrandwissen und/oder als öffentlichkeitswirksame Kommunikationskanäle etablieren und einsetzen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2024-01-01 - 2027-12-31

Das übergeordnete Ziel des Projektes TRANSFORMIT besteht darin, die Wirksamkeit integrierter Waldbewirtschaftungsansätze (IFM - integrated forest management) bei einer auf die Holzproduktion ausgerichteten Forstwirtschaft und bei gleichzeitiger Erhaltung der biologischen Vielfalt zu prüfen. Durch die Integration vorhandener praktischer und wissenschaftlicher Erkenntnisse soll die Zusammenarbeit und das gegenseitige Lernen zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis in Europa und auf internationaler Ebene gefördert und verbessert werden, sowie an Fallbeispielen demonstriert werden. Insbesondere wird damit die Grundlage für die Umsetzung von IFM in größerem Maßstab durch die proaktive Zusammenarbeit von Akteuren in etablierten Netzwerken geschafft werden. TRANSFORMIT wird eine Plattform für die intensive Zusammenarbeit, das gegenseitige Lernen und den Wissensaustausch zwischen Naturschutz- und Forstbehörden, Waldbewirtschaftern, Waldbesitzern, Forschungseinrichtungen, Zertifizierungsstellen und anderen interessierten Akteuren schaffen, um Synergien zu nutzen und Kompromisse bei der Waldbewirtschaftung zu minimieren sowie das gegenseitige Verständnis und den Austausch zwischen den relevanten Politik- und Praxisbereichen zu verbessern. TRANSFORMIT wird IFM durch die Einrichtung von sieben Fallbeispielen (Living Labs) fördern, die als Vorbilder für die Verbreitung von IFM in den europäischen Regionen dienen. Es wird eine Reihe praktischer IFM-Empfehlungen und evidenzbasierter Leitlinien entwickelt, um mehrere, möglicherweise widersprüchliche Ziele der Waldbewirtschaftung zu erreichen und die Erhaltung der biologischen Vielfalt zu fördern, die Widerstandsfähigkeit der Wälder zu erhöhen und die Auswirkungen von Waldstörungen zu mindern, während gleichzeitig die sozioökonomischen Ziele der Waldbewirtschaftung auf der Grundlage einer effektiven Nutzung und des Nutzens unterstützt werden.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2023-07-01 - 2025-06-30

Mit dem 2015 unterzeichneten Pariser Klimaabkommen soll die Erderwärmung auf 1.5 bis 2 Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit (vor 1850) beschränkt werden. Dazu will man bis Mitte des Jahrhunderts (2050) Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft, Industrie, Verkehr (Auto, Flugzeuge) und andere Verursacher, möglichst auf null reduzieren, indem durch Effizienzsteigerungen Energie eingespart wird bzw. die notwendige Energie durch erneuerbare Energieformen (Solar, Wind etc.) die heute üblichen fossilen Energieträger ersetzt. Derartige Umstellungen sind technisch schwierig und brauchen Zeit. Als eine der Sofortmaßnahmen (Brückentechnologien) gilt Wald, in dem (i) großflächig neue Waldflächen aufgeforstet werden und (ii) bewirtschaftete Wälder großflächig befristete oder auch unbefristete aus der Nutzung gestellt werden. Damit können zumindest befristet große zusätzliche Mengen an CO2 der Atmosphäre entzogen und im Wald gespeichert werden. Aus diesen Entwicklungen ergeben sich für die Waldwirtschaft folgende methodische Überlegungen: 1.Welchen Einfluss hat eine zeitlich befristete aus der Nutzung-Stellung (20 - 40 Jahre) für die Entwicklung der Kohlenstoffpools der ehemals bewirtschafteten Waldflächen? 2. Was bedeutet eine (a) befristete und/oder (b) dauerhafte aus der Nutzung-Stellung für die Totholzdynamik und damit für die Kohlenstoffspeicherung von ehemals bewirtschafteten Waldflächen? Wie wirkt sich eine zu erwartende Zunahme von Totholz und damit auch der Freisetzung von Kohlenstoff an die Atmosphäre durch Abbauprozesse auf die Kohlenstoffbilanz von aus der Nutzung gestellten Wäldern langfristig aus?

Betreute Hochschulschriften