Schlüssel und Motivation unserer Arbeit ist die Stärkung der nachhaltigen Bewirtschaftung unserer Wälder, die von der waldbaulichen Planung, dem Einfluss der Bewirtschaftung auf die Kohlenstoff-Dynamik in Waldökosystemen bis hin zu der Erforschung von Klimawandelfolgen reicht. Wir entwickeln wissenschaftliche Konzepte und Methoden, um die unterschiedlichen Bedürfnisse der Gesellschaft in Bezug auf Produkte, Leistungen und Wirkungen von Wäldern zu sichern.

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Wir kombinieren wissenschaftliche Methoden mit Daten um unser Wissen und Verständnis von Waldökosystem zu verbessern und um Antworten auf die Bedürfnisse von Stakeholder und zu aktuellen Themen anzubieten. Durch die konzeptuelle Verknüpfung von Themen, Methoden und Daten, können wir weltweit helfen waldbauliche Managementkonzepte für optimale Lösungen für die geforderten Ökosystemdienstleistungen zu entwickeln.

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Neueste Projekte

Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-01-01 - 2022-12-31

Die seit Jahren anhaltende Schadenssituation in den Wäldern der Grenzregion stellt Waldbesitzer, Behörden und Interessengruppen vor große Probleme und Herausforderungen. Im Zuge des Krisenmanagements wurde deutlich, wie stark lokale Maßnahmen einerseits grenzüberschreitend mit der Katastrophe umgehen können und andererseits wie Probleme durch einen besseren Informationsaustausch gemildert werden können. In der Tschechischen Republik und in Österreich sind vielfältige Informationen verfügbar mit Schwerpunkt auf Anpassungsstrategien in der Forstwirtschaft. Die klimatischen Extreme, Risiken, möglichen Lösungen usw. könnten jedoch in beiden Ländern ähnlich sein. Primäres Projektziel ist daher die gemeinsame Entwicklung wichtiger Unterstützungsmechanismen für das effiziente Management von Großschadenereignissen (Krisenmanagement) und für die künftige Reduzierung von Produktions- und Einkommensrisiken (Risikomanagement) in der Waldbewirtschaftung. Zum ersten Mal wird durch die Zusammenarbeit einer Vielzahl von Forstinstitutionen in der Grenzregion eine gemeinsame Wissens- und Informationsplattform eingerichtet.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-04-01 - 2024-03-31

Angesichts der Geschwindigkeit des Klimawandels stellt sich die Frage, ob die lokalen Genpools der Waldbäume in der Lage sein werden, sich an die veränderten Umweltbedingungen anzupassen. Der Transfer von forstlichem Vermehrungsgut (FoV) von trockenen Standorten könnte notwendig sein, um die Fähigkeit der Wälder zu verbessern, mit zunehmender Trockenheit und höheren Temperaturen fertig zu werden. Die Ausgangspopulationen für solches FoV können (i) aus niedrigeren Breitengraden oder (ii) von ariden Standorten innerhalb einer größeren Region stammen. Die aktuellen Richtlinien für FoV konzentrieren sich jedoch stark auf lokale Saatgutquellen. Hier schlagen wir den Einsatz von genetischen und genomischen Werkzeugen vor, um Populationen zu identifizieren, die in der Lage sind, künftigen Trockenstress aufgrund des Klimawandels zu bewältigen. Unsere Untersuchungsregionen sind (i) Mitteleuropa (einschließlich der Schweiz, Süddeutschland und Österreich) und (ii) der östliche Mittelmeerraum mit Griechenland und der Türkei. Unsere Studienarten sind die drei eng verwandten Eichenarten Quercus robur, Q. petraea und Q. pubescens, die in beiden Regionen heimisch sind. Wir stellen die Fragen: (1) ob Gene und genomische Regionen spezifische oder gemeinsame Signaturen der Anpassung auf regionaler (innerhalb von Regionen) oder kontinentaler Ebene (über Regionen hinweg) tragen; (2) ob wir Assoziationen zwischen Genotyp und Phänotyp bei Merkmalen identifizieren können, die an der Reaktion auf Trockenstress beteiligt sind; (3) ob der Transfer von FoV auf regionaler/kontinentaler Ebene die Anpassungsfähigkeit zukünftiger Wälder deutlich erhöhen wird und (4) welche Strategie des FRM-Transfers optimal ist, um den Nutzen zu erhöhen und die Risiken solcher Transfers zu verringern. Um diese Fragen zu beantworten, planen wir, die genomischen Signaturen der lokalen Anpassung an Dürre in jeder Region mit Hilfe der Environmental Association Analysis (EAA) zu charakterisieren. Darüber hinaus wird angestrebt, die Gene zu identifizieren, die phänotypischen Merkmalen bei der Selektion zugrunde liegen, indem eine genomweite Assoziationsanalyse (GWAS) zwischen Genotyp und Phänotyp in zwei Provenienzversuchen anwandt wird. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse werden wir ein innovatives Konzept für FoV-Richtlinien entwickeln, das den aus dem Klimawandel resultierenden Anforderungen Rechnung trägt. Dieses Konzept wird die adaptive genetische Variation, wie sie durch EAA und GWAS aufgezeigt wurde, berücksichtigen. Durch die Beteiligung von Instituten der angewandten Forschung, die auch für die Formulierung von FoV-Richtlinien verantwortlich sind, wird sichergestellt, dass alle praktischen und politikbezogenen Aspekte von Beginn des Projekts an berücksichtigt werden. Darüber hinaus wird ein breiteres Netzwerk von Stakeholdern und politischen Entscheidungsträgern aus allen kooperierenden Ländern von Beginn des Projekts an einbezogen und am Ende des Projekts im Rahmen eines Workshops über Forschungsergebnisse und das Konzept für FoV-Richtlinien informiert werden.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-08-28 - 2021-05-27

Für die Bewertung des Wildeinflusses auf die Waldverjüngungssituation ist es wichtig das Verjüngungspotenzial, die waldbaulichen Vorraussetzungen (Bestandesstrukturen; Überschirmung- und Lichtverhältnisse, Bodenvegetation, etc.) und den Wildeinfluss zu charakterisieren. Dadurch soll eine Differenzierung der Etablierung und Entwicklung der Verjüngung beeinflussende Faktoren von jenen des Wildeinflusses ermöglicht werden. Möglichkeiten und Mehrwert durch die Kombination der terrestrischen Erhebungen und Remote-Sensing Techniken werden erarbeitet. Weiters bieten die Kombination von Waldstruktur, Waldverjüngung und Bodenvegetation eine wichtige Entscheidungsgrundlage für Bewertung der Habitatqualität sowie -tragfähigkeit. Empfehlungen für Wald- und Wildbewirtschaftung. basierend auf den wisseschaflticher und forschungsrelevanter Basis, sollen abgeleitet werden

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