Schlüssel und Motivation unserer Arbeit ist die Stärkung der nachhaltigen Bewirtschaftung unserer Wälder, die von der waldbaulichen Planung, dem Einfluss der Bewirtschaftung auf die Kohlenstoff-Dynamik in Waldökosystemen bis hin zu der Erforschung von Klimawandelfolgen reicht. Wir entwickeln wissenschaftliche Konzepte und Methoden, um die unterschiedlichen Bedürfnisse der Gesellschaft in Bezug auf Produkte, Leistungen und Wirkungen von Wäldern zu sichern.

Wir kombinieren wissenschaftliche Methoden mit Daten um unser Wissen und Verständnis von Waldökosystem zu verbessern und um Antworten auf die Bedürfnisse von Stakeholder und zu aktuellen Themen anzubieten. Durch die konzeptuelle Verknüpfung von Themen, Methoden und Daten, können wir weltweit helfen waldbauliche Managementkonzepte für optimale Lösungen für die geforderten Ökosystemdienstleistungen zu entwickeln.

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Neueste Projekte

Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-03-01 - 2024-09-30

Im letzten Jahrzehnt sind die unmittelbaren Folgen des Klimawandels für die Wälder in Österreich bzw. Europa in einem großen Ausmaß sichtbar. Ein wesentliches Problem ist dabei die Vermittlung der Folgen des Klimawandels und wie Waldbewirtschaftungskonzepte anzupassen wären. Ziel dieses Vorhabens ist die Verknüpfung von Forstbetriebsdaten mit Waldbewirtschaftungskonzepten und damit die Auswirkungen auf den Bestandesaufbau, Biodiversität, Kohlenstoffspeicher und die Rohstoffversorgung zu analysieren. Konkret sollen verschiedenen betrieblich übliche Bewirtschaftungen verglichen werden.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-04-01 - 2025-03-31

Die Feuchtigkeit des brennbaren Materials am Waldboden ist ein kritisches Element zur Abschätzung der Entstehungsgefahr von Waldbränden. Der derzeit in Österreich verwendete kanadische Fire Weather Index (FWI) liefert hinsichtlich der Vorhersagegüte der Entstehung von Waldbränden manchmal unbefriedigende Ergebnisse. Im Rahmen des Projektes IGNITE soll daher die Genauigkeit der Vorhersage für ganz Österreich verbessert werden, um die Entstehungsgefahr von Waldbränden besser abschätzen zu können. Grundlage hierfür sind i) in-situ Messungen zur Streufeuchtigkeit in unterschiedlichen Waldtypen, ii) Entzündungsversuche von Brennmaterial mit unterschiedlicher Ausgangsfeuchte, iii) die Erstellung eines räumlich hochaufgelösten (100x100m²) Vegetationsindex zur Entstehungsgefahr von Waldbränden unter Berücksichtigung des Auftretens von Baumarten, Kronenschlussgrad, Streufeuchtigkeit und Topografie sowie iv) die Validierung des FWI anhand vorhandener Waldbranddaten, der gewonnenen empirischen Daten sowie von Causal machine Learning Ansätzen. Endprodukte sind eine Karte zur Entstehungsgefahr von Waldbränden basierend auf der Vegetation, ein optimierter FWI sowie ein verbesserter Ansatz zur Abschätzung der Entstehungsgefahr von Waldbränden, der über Webservices der breiten Bevölkerung zugänglich gemacht wird.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-04-01 - 2025-03-31

Die Topografie, der Vegetationstyp sowie die Vegetationsstruktur des Waldes sind die entscheidenden Elemente zur Abschätzung der Ausbreitung und Intensität von Waldbränden. Der derzeit in Österreich verwendete kanadische Fire Weather Index (FWI) beinhaltet rein meteorologische Eingangsparameter in einer Auflösung von 1x1km, wodurch die kleinräumigen Effekte der Vegetation bei der Beschreibung des Brandverhaltens nicht ausreichend abgebildet werden können. Im Rahmen des gegenständlichen Projektes sollen die Grundlagen für eine verbesserte Abschätzung des Verhaltens von Waldbränden in österreichischen Wäldern erarbeitet werden. Auf diese Weise kann das Frühwarnsystem zur Waldbrandgefährdung um die Komponenten des Ausbreitungspotenzials sowie der Brandintensität erweitert werden. Grundlage hierfür sind i) empirische Erhebungen in ausgewählten Waldtypen zu brennbarer Biomasse und Waldstruktur, ii) flächendeckende Abschätzungen zu brennbarer Biomasse, Feuerleitern und Lücken im österreichischen Wald über Fernerkundungsdaten (Sentinel-2, Image Matching, LiDAR), iii) Brandversuche zur in-situ Beobachtung und Analyse des Brandverhaltens sowie iv) die Entwicklung eines Waldbrandsimulators für österreichische Verhältnisse durch die Adaptierung existierender Modellansätze. Als Endprodukte werden ein Waldbrandsimulator, Karten des Ausbreitungspotenzials und der Brandintensität sowie ein verbessertes integrativer Ansatz zur Abschätzung der Waldbrandgefahr erwartet, der auch der Bevölkerung über entsprechende Web-interfaces zugänglich gemacht werden soll.

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