Laufende Projekte sind derzeit aktuelle Projekte im Forschungsinformationssystem

Abgeschlossene Projekte sind bereits beendete Projekte im Forschungsinformationssystem

Ausgewählte Projekte sind die Projekte, die wir hier gesondert hervorheben möchten:

 

Tid(y)Up: von der Quelle bis zum Meer: Theiß-Donau Aktionsplan zur Verhinderung der Kunststoffverschmutzung in Flüssen

© BOKU-Mayerhofer

Trotz des europaweit fortgeschrittenen Abfallmanagements und ehrgeizige Recyclingziele der EU zeigen unterschiedliche Studien nach wie vor ein hohes Aufkommen sowohl von Mikro- als auch von Makroplastik vor allem in Flüssen in Zentraleuropa. Aus diesem Grund konzentriert sich das Projekt Tid(y)Up –kofinanziert durch die EU im Rahmen des Danube Transnational Programme des ERDF- auf die Verbesserung der Wasserqualität und die Verringerung der Verschmutzung der Donau und ihrer Zubringer (Fokus Theiß) durch Plastik von der Quelle bis zum Schwarzen Meer.

Derzeit gibt es keine Standardmethoden und konsistente Daten über die Verschmutzung von Flüssen durch Plastik. Im Rahmen von Tid(y)Up sollen daher Methoden zur Schätzung des Ausmaßes der Verschmutzung standardisiert werden. Es werden Empfehlungen für ein standardisiertes Monitoring an Flüssen zur regelmäßigen Analyse der Kunststoffverschmutzung auf Basis einer ökonomischen und technischen Evaluierung vorhandener Methoden formuliert.

Das Projekt soll dazu beitragen, Aktionen der Wasserwirtschaftsbehörden zu harmonisieren und die Zusammenarbeit mit anderen Sektoren zu fördern, die notwendig sind, um die Verschmutzung einzudämmen. Innerhalb des Projekts entwickeln und lancieren die Partner eine Reihe von integrierten Aktionen, z.B.: Beratung und Bereitstellung von Instrumenten für relevante Akteure, Initiierung langfristiger grenzüberschreitender und intersektoraler Zusammenarbeit zur Verminderung der Kunststoffverschmutzung von Flüssen, Pilotaktionen zur Identifizierung und Säuberung von verschmutzten Gebieten, Erstellung einer „Verschmutzungs-Karte“ mit der Darstellung von Hot-Spots sowie Bildungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen.

Projektpartner: Acht Projektpartner (Umweltbehörden, NGOs, Universitäten und Forschungseinrichtungen) aus sieben Ländern

Homepage:http://www.interreg-danube.eu/tid-y-up

Kontakt: DI Gudrun Obersteiner

Tid(y)Up Ko-Finanzierung durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT) sowie das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK)

PlasticFreeDanube – Makrokunststoffverschmutzungen in und entlang der Donau

Kunststoff ist in beinahe in allen Lebensbereichen anzutreffen, das spiegelt sich in der weltweit anhaltenden Nachfrage nach dem Werkstoff. Die zunehmenden Produktionszahlen verstärken jedoch auch den Eintrag von Kunststoffen in die Umwelt. Die Verschmutzung der Weltmeere durch Plastikmüll zählt derzeit zu den größten globalen Herausforderungen. Abschätzungen gehen davon aus, dass bis zu 80% der Meeresabfälle aus Quellen an Land stammen und vorrangig über Flüsse eingetragen werden. Dennoch sind Quellen und Herkunft der Plastikabfälle sowie Transportwege und Umweltauswirkungen in fluvialen Systemen noch unzureichend erforscht.

Das grenzüberschreitende Projekt „PlasticFreeDanube“ (finanziert aus Fördermitteln der Europäischen Union im Rahmen von Interreg Slovakia-Austria) setzt hier mit dem Aufbau einer fundierten Wissensbasis zu Aufkommen und Zusammensetzung von Makro-Kunststoffabfällen (>5mm) in und entlang der Donau an. Daneben stehen die Analyse von Transportverhalten, das Rückhaltepotenzial von Kraftwerken und die Umwelteinflüsse im Fokus. Die generierten Daten zu Herkunft, Mengen und Zusammensetzung der Kunststoffabfälle fließen in eine Materialflussanalyse ein und werden als Grundlage für Vermeidungsmaßnahmen herangezogen. Neben Schulung- und Trainingsmaterialien zur Bewusstseinsbildung dient die Kommunikations- und Informationsplattform https://plasticfreeconnected.com/ zur Verbreitung der Ergebnisse. Abgeleitete Empfehlungen und Verbesserungsvorschläge münden in einem Aktionsplan für politische und strategische Entscheidungsträger.

Projektpartner: ABF-BOKU, IWA-BOKU, viadonau, Nationalpark Donau-Auen, RepaNet, Polymer Instiute SAS

Homepage: https://plasticfreeconnected.com/plasticfreedanube

Kontakt: DI Gudrun Obersteiner

CEWA - Circular Economy of Waste

Ziel des 3-jährigen CEWA-Projekts ist es, einen innovativen Ansatz in der Abfallwirtschaft mit Schwerpunkt auf der Anwendbarkeit in den tschechischen und österreichischen Grenzregionen zu finden. Der Hauptoutput des Projekts ist eine Strategie zur Unterstützung der Ziele der Kreislaufwirtschaft. Thematisch fokussiert sich dieses Projekt auf Lebensmittelabfälle, Elektrogeräte und Litteringabfälle.

Seitens des Instituts für Abfallwirtschaft wird u.a. eine repräsentative Erhebung von Lebensmittelabfällen in Haushalten durchgeführt, um Entsorgungsgründe zu identifizieren und gezielte Vermeidungsmaßnahmen zu entwickeln. Außerdem wird das Potential an Elektrogeräten erhoben, die nicht mehr genutzt in Haushalten gelagert werden, obwohl sie noch funktionieren und für die Wiederverwendung in Frage kämen. Ebenso wird untersucht, was mit jenen Elektroaltgeräten passiert, die im Rahmen der 1:1-Rücknahme gesammelt werden sowie in Großbetrieben anfallen, und Re-Use-Potentiale erkundet.

Diese Projektergebnisse werden in Form eines zweisprachigen zusammenfassenden Berichts dargestellt, der auf theoretischen Studien, Analysen, Pilotstudien und praktischen Überprüfungen basiert.

Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier [https://www.at-cz.eu/at/ibox/pa-2-umwelt-und-ressourcen/atcz205_cewa]

Projektpartner: Energieagentur Vysočina (Leadpartner), Gemeindeverband für kommunale Dienstleistungen in Třebíč, Stadt Prachatice, Gemeindeverband für Abfallwirtschaft und Abgaben im Verwaltungsbezirk Waidhofen/Thaya, ABF-BOKU

Projektlaufzeit: 01/2020 - 12/2022

Kontakt: Dipl.Ing. Gudrun Obersteiner

Urban pop-up housing environments and their potential as local innovation systems

Für temporäre Wohnformen im städtischen Raum wird es in einer wachsenden Stadt wie Wien große Nachfrage geben. Die Gründe für diesen Bedarf sind vielfältig. Es betrifft Menschen, die geplant (z.B. für eine Ausbildung) oder unvorhergesehen (Naturkatastrophen, Migration) rasch und für begrenzte Zeit leistbaren Wohnraum benötigen. Auch diese Wohnformen sollten möglichst nachhaltig in Bezug auf die Verwendung der eingesetzten Materialien, die Energieversorgung oder Bauweise (z.B. rückbaufähig und wiederverwendbar) gestaltet sein. Die Wohnkonzepte müssen sich leicht in (zwischenzeitlich) ungenutzte städtische Räume integrieren lassen und der Wohnbetrieb muss möglichst abfallarm, energie- und wassersparend erfolgen. Zudem werden die hier entwickelten temporären Wohnformen auch als Rahmen für neue Formen des Zusammenlebens, des sozialen Lernens und Experimentierens verstanden. Die „Zwischenlösung“ soll Raum für technische und soziale Innovation bieten. In diesem Forschungsprojekt, gefördert durch den WWTF, müssen daher technische, naturwissenschaftliche, (raum)planerische und sozialwissenschaftliche Fachbereiche intensiv zusammenarbeiten, um diese vielfältigen Anforderungen zu erfüllen und zukunftsweisende temporäre Wohnmodelle zu entwerfen. Mithilfe unterschiedlicher wissenschaftlicher Methoden, unter anderem aus dem Bereich der Nachhaltigkeitsbewertung und der Technikfolgenabschätzung, werden die entwickelten Wohnkonzepte geprüft und mögliche Umsetzungen mit EntscheidungsträgerInnen in Wien diskutiert.

Projektaufzeit: April 2018 – März 2021

Weitere Informationen: popupenvironments.boku.ac.at

Kontakt am ABF-BOKU:

Marion Huber-Humer (Projektleitung): marion.huber-humer(at)boku.ac.at
Julia Zeilinger: julia.zeilinger(at)boku.ac.at

Abfallvermeidung in der österreichischen Hotellerie

Österreich ist ein beliebtes Urlaubsland. Die Nächtigungszahlen steigen stetig, aber nicht nur diese. Pro Übernachtung produzieren Touristen etwa gleich viel Abfall wie Einwohner. Der Umgang mit Abfällen ist damit für Hotels ein wesentliches Thema und zahlreiche Initiativen motivieren Hotels dazu, Einzelverpackungen aus dem Sortiment zu entfernen oder Lebensmittelabfälle in der Hotelküche zu reduzieren.

Dieses Projekt möchte darüberhinausgehend Hoteliers und Gäste dazu animieren, noch einen Schritt weiter in Richtung Abfallvermeidung zu gehen. Ziel ist die Vermeidung von Abfällen in der österreichischen Hotellerie unter Einbeziehung der gesamten Lieferkette bis zum Gast. Gemeinsam mit 4 Pilothotels werden abfallvermeidende Maßnahmen erarbeitet, in einer 6-monatigen Testphase umgesetzt und Abfallzahlen sowie Erfahrungen aus der Praxis in Zielerreichungsgesprächen und Workshops mit den Pilothotels evaluiert. Mit Zulieferern und Produzenten wird eine Maßnahmenliste erarbeitet, wie (Verpackungs‑)Abfälle vermieden werden können. Die aufbereiteten Ergebnisse werden am Ende des 3-jährigen Projekts in einem Leitfaden zusammengefasst, der für die gesamte österreichische Hotellerie zugänglich sein wird.

Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier

Projektpartner: Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), Zero Waste Austria

Projektlaufzeit: 09/2017-08/2020

Kontakt: Dipl. Gudrun Obersteiner


URBANWASTE - Strategie zur Abfallwirtschaft in touristischen Städten

URBANWASTE („Urban Strategies for Waste Management in Tourist Cities“) ist ein dreijähriges Forschungsprojekt finanziert durch das EU-Forschungsprogramm Horizon 2020 unter der Koordination der Regierung der Kanarischen Inseln. Das Ziel von URBANWASTE ist es, umweltfreundliche und innovative Abfallvermeidungs- und Managementstrategien für ausgewählte Städte mit hohem Tourismusaufkommen zu entwickeln, um die städtische Abfallproduktion zu verringern und die Wiederverwendung, das Recycling, sowie die Sammlung und Entsorgung von Abfällen zu unterstützen. Im Rahmen des URBANWASTE Projekts arbeitet das ABF-BOKU gemeinsam mit weiteren Partnern an der Entwicklung von Strategien, wie Tourismusdestinationen diesen abfallwirtschaftlichen Herausforderungen begegnen können. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

Projektpartner: Multi-Stakeholder Projektkonsortium von URBANWASTE bestehend aus 27 Partnern aus 12 europäischen Ländern mit u.a. führenden Universitäten, weiteren Forschungsinstitutionen so wie Vertretern von lokalen und regionalen Behörden und Abfallwirtschaftsverbänden. Homepage: www.urban-waste.eu Kontakt: Dipl.Gudrun Obersteiner

FUSIONS (Food Use for Social Innovation by Optimising waste prevention Strategies)

Effizientere Nutzung von Ressourcen und eine deutliche Reduktion von Lebensmittelabfall entlang der Wertschöpfungskette vom Feld bis zum Teller. Das ist das Ziel von FUSIONS, einem 4 Jahre dauernden europäischen FP7-Projekt, welches Universitäten, Wissenseinrichtungen, Konsumentenorganisationen und Unternehmen vereint. Ihr Bestreben ist die Vermeidung von Lebensmittelabfällen durch Stimulation von sozialen Innovationen in Fallstudien, durch die Bewertung von Methoden zum Monitoring und der Entwicklung von Leitfäden für nationale und EU-Entscheidungsträger. Homepage: http://www.eu-fusions.org | FUSIONS auf Facebook

Kontakt: Dipl.-Ing. Gudrun Obersteiner

ZeroWin (Towards Zero Waste in Industrial Networks)

Im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms der EU beteiligt sich das ABF-BOKU an einem internationalen Projekt zur Vermeidung von betrieblichen Abfällen. Ziel des Projekts ist es, der Vision von „Zero Emissions and Zero Waste“ im Rahmen von industriellen Netzwerken einen Schritt näher zu kommen. Die Auswirkungen von Abfallvermeidungsmaßnahmen für Produkte unterschiedlicher Industriesektoren, wie Photovoltaik, Elektronik und dem Bausektor werden vom ABF-BOKU bewertet. Homepage: www.zerowin.eu Kontakt: Dipl.-Ing. Gudrun Obersteiner

TransWaste (Formalisierung der informellen Sammlung und grenzüberschreitenden Verbringung von Abfällen und Wertstoffen in Zentral- und Osteuropa)

Das CENTRAL EUROPE Projekt „TransWaste“ bietet und entwickelt mögliche Lösungen für ökologische, soziale und finanzielle Probleme, die durch die informelle Abfallsammlung und die grenzüberschreitende Verbringung von Abfällen hervorgerufen werden. Sieben Partnerorganisationen aus Österreich, Deutschland, Ungarn, Polen und der Slowakei arbeiten zwischen Januar 2009 und Dezember 2012 unter der Leitung des Institutes für Abfallwirtschaft der Universität für Bodenkultur in Wien zusammen Homepage: www.transwaste.eu Kontakt: Dipl.-Ing. Gudrun Obersteiner

KLIMONEFF – Klimagasmonitoring zur Optimierung der Energiebilanz und Verfahrenseffizienz bei Biogasanlagen (FFG-Projekt 2011- 2013):

In dem seit Juni 2011 laufenden Projekt KLIMONEFF, das aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert wird, werden Optimierungspotentiale zur Effizienzsteigerung von diversen Verfahrenseinheiten und Anlagenteilen bei Biogasanlagen erhoben. Dabei kommen einerseits innovative Open-path Messtechnologien (erstmals in Österreich für laufende Messungen angewandt) sowie Gärrestuntersuchungen unterschiedlicher Anlagen zum Einsatz. Parallel dazu soll basierend auf realen Messwerten ein Quantifizierungstool für Treibhausgasemissionen entwickelt werden. Durch das Aufspüren und Quantifizieren von Methanverlusten aus diversen Anlagenteilen können in Zukunft gezielt Optimierungsmaßnahmen gesetzt werden um die Energieeffizienz von Biogasanlagen zu steigern. Homepage: Abfallanalytik und Emissionsmonitoring Kontakt: Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Marion Huber-Humer

LIFE08 ENV/IT/000429, Upgrading of landfill gas for lowering CO2 emissions, 2010 - 2012.

Kontakt: Mag. Peter Mostbauer

NUTZRAUM: Nutzungsspezifische Altlastensanierung, Technologie, Umweltressourcen und Raum - PP1: In-situ Aerobisierung Mannersdorf (2007 – 2011 bzw. 2014)

Im Rahmen des Projektpakets 1 des Forschungsprojektes NUTZRAUM wurde eine der ersten großtechnischen In-situ Aerobisierungsanlagen  auf einer Altablagerung in Österreich über drei Jahre hindurch wissenschaftlich begleitet.  Ein wichtiger Fokus im Rahmen dieses Projektes lag auf der Bewertung der verbleibenden Restreaktivität und des daraus resultierenden Emissionspotentials der abgelagerten Abfälle, die mit konventionellen und neuen Analysemethoden durchgeführt wurde. Prinzipielles Ziel einer In-situ Aerobisierung (Niederdruckbelüftung eines Abfallkörpers über den Zeitraum von einigen Jahren) ist es, die noch biologisch abbaubaren Abfälle durch beschleunigten Umsatz der organischen Substanz zu mineralisieren und stabilisieren. Derzeit (bis 2014) läuft noch das weitere wissenschaftliche Monitoring und die Dokumentation am Standort Mannersdorf. Kontakt: Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Marion Huber-Humer

Sustainable Solid Waste Management - Composting of Local Organic Waste in Addis Ababa

Gemeinsam mit Partnern aus Äthiopien und dem Centre for Development Research an der BOKU wird in einem Stadtteil der Hauptstadt Addis Ababa die getrennte Sammlung von organischen Abfällen umgesetzt. Diese Abfälle werden in einer dezentralen Anlage kompostiert und das Endprodukt als lokal verfügbares Düngemittel eingesetzt. Zusätzlich wird gemeinsam mit einem Labor vor Ort ein Training zur Feststellung der Kompostqualität durchgeführt. Mehr Informationen finden Sie [hier]. Homepage: Forschungsportal BOKU Kontakt: Dipl.-Ing. Roland Linzner