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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-09-01 - 2020-08-31

Begrünte Flächen, vor allem aber begrünte Dächer und Fassaden, nehmen ständig an Bedeutung zu, da sie das Klima in urbanen Räumen entscheidend verbessern können. Zur Abdichtung von Gründächern werden aber häufig Bitumenbahnen eingesetzt, die chemische Durchwurzelungsschutzmittel (Pestizide) enthalten, die die Beschädigung durch einwachsende Pflanzenwurzeln vermeiden sollen. Untersuchungen aus der Schweiz und Deutschland haben gezeigt, dass diese Stoffe unter den natürlichen Witterungseinflüssen aus den Bitumenbahnen freigesetzt und mit dem Niederschlag ausgewaschen werden. Da die für diesen Zweck meist verwendeten Pestizide eine geringe Eliminationsrate in den Kläranlagen aufweisen, ergibt sich ein besonders hohes Gefährdungspotential für die Oberflächen-gewässer. Bei einer dezentralen Regenwasserversickerung besteht die Gefahr einer Boden- und Grundwasserkontamination. Darüber hinaus kann die Auswaschung solcher Stoffe aus Bitumenbahnen zu erheblichen Beeinträchtigungen bei der Regenwassernutzung im Rahmen dezentraler Regenwasserbewirtschaftungskonzepte führen. Folglich, ist die Entwicklung von „grünen“ (pestizidfreien) Lösungsansätzen ein wichtiges Anliegen für die ganze Gesellschaft. Die Firma Slavonia hat sich in Zusammenarbeit mit der BOKU dieser Aufgabe gestellt und arbeitet bereits an Entwicklung von perstizidfreien Bitumenbahnen. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, wurzelfeste Abdichtungen dahingehend weiterzuentwickeln, dass entweder keine Biozide mehr notwendig sind oder langfristig im Produkt verbleiben und so die Umwelt zu entlasten.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-10-01 - 2021-02-28

Im Zuge der aktuellen Diskussion über „Mikroplastik“ wächst auch das Interesse an „Biokunststoffen“. Als Biokunststoffe werden einerseits Kunststoffe aus nach-wachsenden Rohstoffen (Substitution von Mineralöl) und/oder andererseits biologisch abbaubare Kunststoffe bezeichnet. Vor allem bei der Bioabfallsammlung könnten abbaubare Kunststoffe als Vorsammelhilfen „nutzbringend“ eingesetzt werden, da diese den Transfer zu den Sammelstellen (Biotonne im Haus oder bei einer Sammelinsel) erleichtern und benutzerfreundlicher machen. Mit der Einführung von abbaubaren Vorsammelhilfen könnte daher die Akzeptanz der Bevölkerung gesteigert und damit die Menge an sortenrein gesammelten biogenen Abfällen erhöht werden. Abbaubare Vorsammelhilfen sollen daher in mehreren Niederösterreichischen Abfallverbänden eingesetzt werden. Im Rahmen der gegenständlichen Untersuchung werden zum einen gemeinsam mit Landwirtschaftsschulen in NÖ in Feldversuchen die „Heimkompostierbarkeit“ der Vorsammelhilfen unter definierten Praxisbedingungen getestet, da bei der Heimkompostierung meist deutlich ungünstigere Abbaubedingungen (geringere Temperaturen, kein Umsetzen, keine Steuerung der Rotte) als in der technischen Kompostierung herrschen. Zum anderen soll gemeinsam mit SchülerInnen der Landwirtschaftsschulen eine Meinungsumfrage zu Erfahrungen der Bevölkerung mit den derzeit in Niederösterreich eingesetzten abbaubaren Vorsammelhilfen hinsichtlich Akzeptanz, Praxiseinsatz bei der (Vor-)Sammlung und der Heimkompostierung durchgeführt werden. Versuchsdesign, -planung (wie Erstellung des Interviewleitfadens, Fragebögen) und Auswertung der Ergebnisse erfolgt durch das ABF-BOKU.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-05-30 - 2023-05-29

Das Ziel ist die Reduktion der radiologischen Konsequenzen von auslegungs- und auslegungsüberschreitenden Stör- und Unfällen (R2CA) für die Entwicklung harmonisierter Methoden sowie innovativer Managementansätze und Sicherheitsvorkehrungen für Bewertung und Reduktion von Konsequenzen von DBA- und DEC-A Unfällen beim Betrieb und bei der Planung von Kernkraftwerken in Europa. Zu beiden Zwecken wird die Entwicklung von Methoden mit dem Ziel, die Sicherheitsmargen mit weniger konservativen Ansätzen zu überprüfen und die neuen Risiken zu berücksichtigen, die sich aus den ursprünglichen Entwurfs- oder Erweiterungsphasen der Konstruktion ergeben haben, durchgeführt. Dies wird das Vertrauen in diese Sicherheitsmargen für die Bedingungen bis zum erweiterten Designbereich (DEC A) stärken, die Identifizierung neuer Maßnahmen und Maßnahmen für das Unfallmanagement ermöglichen und die Optimierung der potenziellen damit verbundenen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung im Notfall unterstützen. Die Verbesserung der Bewertungsinstrumente wird durch die Neubewertung der vorhandenen experimentellen und analytischen Datenbanken unterstützt. Die Effizienz des Ansatzes wird durch einen Vergleich der Ergebnisse der Bewertung zu Beginn und am Ende des Projekts anhand einer Reihe von Reaktorfällen, die von einer hochrangigen Expertengruppe aus zwei Hauptkategorien ausgewählt wurden, demonstriert. Die beiden Hauptkategorien sind: Kühlmittelverlust durch Lecks verschiedener Bruchgrößen und Dampferzeugerheizrohrlecks. Detaillierte Analysen dieser Szenarien werden die Entwicklung harmonisierter Bewertungsmethoden anregen. Das Projekt umfasst auch innovative Maßnahmen zur Abschätzung der Vor- und Nachteile potenzieller neuer Maßnahmen und Maßnahmen im Bereich des Unfallmanagements, zur Untersuchung der möglichen Umstellung von Prognosewerkzeugen auf die Diagnose eines fortlaufenden Versagens der Hüllrohre der Brennstäbe und zur Ermittlung der Möglichkeiten für diese Unfallsituationen fortschrittlicher technologischer Brennstoffe.

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