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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-10-01 - 2025-09-30

Die Feldversuche an der Start- und Landebahn sowie optional des Vorfelds sollen Klarheit darüber schaffen, welche Reinigungsleistung für das anfallende Oberflächenwasser durch eine Bodenpassage unter realen Bedingungen zu erzielen ist. Die Forschung und Entwicklung an einer naturbasierten Lösung zur Rückhaltung und Behandlung von taumittelhältigen Oberflächenabflüssen hat bis dato positive Ergebnisse erbracht. Eine großtechnische Umsetzung ist angedacht. Die Zeit bis zur Umsetzung soll durch weitergehende Forschungstätigkeiten der Feldversuche an der Start- und Landebahn sowie bei den Abstellflächen des Flughafens für weitere Erkenntnisse bestmöglich genutzt werden.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-12-01 - 2025-11-30

Plastikmüll als dauerhafter Schadstoff in der Umwelt ist aufgrund der weitgehend unbekannten Langzeitwirkung auf Flora und Fauna zunehmend besorgniserregend. Obwohl Flusssysteme bekanntlich die Transportwege von Plastikabfällen zum Ozean sind, konzentrierte sich die Forschung in diesem Zusammenhang bisher zumeist auf marine Ökosysteme. In den letzten Jahren sind Studien in Flüssen schnell vorangekommen, sie befassen sich aber selten mit der Verteilung von Plastik in der Wassersäule. Das Projektteam hat eine Methode zur Messung des Mikroplastiktransports in verschiedenen Tiefen entwickelt. Plastikverschmutzung in den österreichischen Alpen ist jedoch bisher nicht untersucht worden, daher sind auch keine Informationen über möglichen biologischen Abbau durch Mikroben verfügbar. Dabei sind Flusskorridore eines der am meisten genutzten und veränderten Landschaftselemente in den Alpen. Sie bieten wichtige Ökosystemleistungen (ES), aber viele von ihnen sind derzeit bedroht. Daher müssen die Auswirkungen der menschlichen Nutzung auf die Flüsse und ES verstanden und behandelt werden. Basierend auf dem erforderlichen Prozessverständnis und den Wissenslücken zielt AlPlast darauf ab, erstmals das Vorkommen von Kunststoffen in den österreichischen Alpen zu quantifizieren - von den Gletschern am Gipfel über steile Gebirgsrinnen bis hin zur Donau. In einem mehrstufigen Ansatz werden Hot-Spots identifiziert, um Mikroplastik in relevanten alpinen Gebieten zu messen. Partikelzählungen, Typisierung und das Messen von Konzentrationen zeigt die am häufigsten vorkommenden Kunststoffarten in der alpinen Umwelt. Um auch die kleinsten Partikelgrößen zu erfassen, wird eine Strategie vorgeschlagen, die Netzproben mit isokinetische Pumpproben kombiniert. Die Gletscher werden als die entlegensten Gebiete der österreichischen Alpen untersucht. Wenn Mikroplastik seinen Weg in diese Gebiete findet, werden mögliche Transportwege evaluiert. Auch die zeitlichen Veränderungen der Mikroplastikbelastung in der Schneedecke werden durch die Entnahme von Schneeproben mit einer Tiefenauflösung von 10 cm untersucht. Von Beginn des Projekts an ist ein transdisziplinärer Ansatz vorgesehen. Wichtige Stakeholder wurden bereits in der Vorphase des Projekts in das Team integriert. Dies beginnt bei der Auswahl der Probenahmestellen, aber auch bei der Probenahme soll durch Citizen Science eine Verbesserung und Erweiterung der Datensätze erreicht werden. Im Hinblick auf die Verbreitung und die Nachhaltigkeit der Auswirkungen des Projekts sollte die Einbeziehung der lokalen Bevölkerung und der Stakeholder entscheidende Vorteile bringen. Die GIS-basierte Hochskalierung und Abschätzung der Plastikverschmutzung in einem größeren Maßstab, basierend auf den gesammelten Daten und identifizierten Variablen, soll zu einer Verschmutzungs-Heatmap für den Alpenraum als Grundlage für das Management der Plastikverschmutzung in Österreich führen. Mikroplastik abbauende Mikroben, die möglicherweise an denselben Probenahmestellen vorhanden sind, werden auf der Grundlage des Wissens über den biologischen Abbau der jeweiligen synthetischen Polymere identifiziert. Dazu werden moderne Methoden der Metagenomanalyse eingesetzt, um auch nicht kultivierbare Mikroben und deren Enzyme zu entdecken. Parallel dazu werden potentiell vorhandene Mikroorganismen kultiviert und der Abbau von (markierten) Modellpolymeren und realen Mikroplastikproben untersucht.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-04-01 - 2023-09-30

Digitale Daten und Werkzeuge sind in zunehmenden Ausmaß Bestandteil der landwirtschaftlichen Praxis und Wasserwirtschaft in Österreich. Entscheidungshilfesysteme können eingesetzt werden, um Bewässerungen digital und den agrometeorologischen Rahmenbedingungen angepasst zu steuern. Apps und webbasierte Dienste (z.B. ada.boku.ac.at, eo4water.com) wurden entwickelt, um unter Nutzung von öffentlich zugänglichen Satelliten-, Wetter- Boden- und Landnutzungsdaten (z.B. opendatacube.org, data.gv.at) die Bewässerungsplanung zu erleichtern. Onlinesonden (z.B. ehyd.gv.at) ermöglichen die Echtzeitdarstellung von Grundwasserständen oder Abflüssen im Oberflächengewässer. Wasserentnahmen zu Bewässerungszwecken werden mit unterschiedlicher Informationsdichte über Wasserinformationssysteme erfasst (z.B. Online Wasserbücher der Bundesländer). Einige digitale Werkzeuge werden bereits genutzt, verschiedene Forschungsprojekte befassen sich mit Teilaspekten dieses Themas, Datengrundlagen liegen in unterschiedlicher Form bei einer Reihe von Institutionen auf. Es fehlt jedoch eine Zusammenschau des aktuellen Forschungsstandes, der verfügbaren Datengrundlagen und digitalen Werkzeuge, sowie der Entwicklungen und Herausforderungen in diesem Themenbereich, die zielgerichtete Weiterentwicklungen und synergetische Nutzungen vorhandener Daten ermöglichen würde. Deshalb sollen unter intensiver Einbindung der entsprechenden Stakeholder (Landwirtschaft, Wasserwirtschaft, Forschung) der aktuelle Forschungsstand, verfügbare Datengrundlagen und digitale Werkzeuge, sowie aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen in Form von webtauglichen Themenblättern (Factsheets) zusammengeführt und dargestellt werden. Dazu werden in einem ersten Schritt in Kommunikation mit den Stakeholdern die relevanten Themenbereiche definiert, die Recherchequellen festgelegt, die Kriterien für die Berücksichtigung und Bewertung von Informationen festgelegt und eine standardisierte Form der Darstellung entworfen. Die vorhandenen Datengrundlagen und Werkzeuge werden auf ihre konkrete Umsetzbarkeit, ihr Synergiepotential und ihre Verfügbarkeit/Zugänglichkeit für verschiedene Stakeholder bewertet. Ergänzend dazu werden identifizierte Lücken dargestellt.

Betreute Hochschulschriften