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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-12-15 - 2021-07-14

Mehr als acht Millionen Tonnen Plastik werden jedes Jahr in unsere Ozeane gekippt, und 90 Prozent der weltweiten Plastikverschmutzung der Meere stammen schätzungsweise aus nur zehn Flüssen, acht davon in Asien. In einer Studie wurde geschätzt, dass Vietnam mit 0,28 bis 0,73 Millionen Tonnen Plastikmüll im Meer pro Jahr die vierthöchste Rate an falsch entsorgtem Plastikmüll weltweit aufweist. Der Mekong-Fluss gehört zu den zehn am stärksten verschmutzten Flüssen weltweit. Das Abfallaufkommen in Vietnam hat sich in weniger als fünfzehn Jahren verdoppelt und wird sich bis 2030 voraussichtlich nochmals verdoppeln. Es fehlen jedoch verlässliche Zahlen über die Menge und die Arten von Plastik in vietnamesischen Flüssen sowie Informationen über die wichtigen Eintragspfade, durch die Plastik in die Wasserwege gelangt. Das übergeordnete Ziel des Plastik Monitorings ist es, das Wissen über die verschiedenen Arten von Plastikmüll, die in Flüsse und das Meer gelangen, zu vertiefen. Darüber hinaus wird durch die Erhebungen auch das Verständnis über Kunststoffabfallmengen an sich und die Schlüsselstellen für den Input von Kunststoffabfällen in die Wasserstraßen verbessern. Das spezifische Ziel im Rahmen dieses Projektes ist die Entwicklung und Erprobung eines integrativen Konzepts zur Überwachung des Kunststofftransports auf Flüssen. Die Ergebnisse sollen von der Politik aufgegriffen werden und in Investitionsprogramme einfließen, um letzlich die Plastikverschmutzung im Meer zu reduzieren. Dazu wird im Rahmen des Projekts eine Monitoring-Strategie entwickelt, die darauf abzielt, den Kunststofftransport an vietnamesischen Flüssen automatisch zu quantifizieren. Dies wird mit Hilfe von KI-gestützter Videoanalyse (DFKI Deutschland) realisiert. Zur Kalibrierung und Validierung der Videoaufnahmen ist es notwendig, direkte Messungen an den Flüssen durchzuführen. Dazu soll eine Messmethodik (BOKU Wien) entwickelt werden, die auf exemplarischen Strecken in Vietnam angewendet werden kann. Die Messungen sollen die gesamte Wassersäule und den gesamten Querschnitt erfassen. Die Methoden werden gemeinsam mit dem lokalen Partner (WAREC Vietnam) vor Ort getestet und umgesetzt. Mehrere Messungen bei unterschiedlichen Randbedingungen sollen zusammen mit den kontinuierlichen Informationen, die die Videotechnik liefert, Rückschlüsse auf die jährliche Kunststoffbelastung erlauben. Das entwickelte System soll für weitere Stationen weltweit adaptierbar sein.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-03-01 - 2024-02-29

Der Untergrund von Städten und Siedlungen wird zunehmend als Quelle geothermischer Energie zum Heizen und Kühlen von Gebäuden genutzt. Durch vermehrt auftretende Hitzewellen und einem voranschreitenden Klimawandel wird in den warmen und heißen Monaten mehr Wärme in den Untergrund abgeführt als in den kalten Monaten wieder entnommen wird. Als Konsequenz erwärmt sich der Untergrund und das oberflächennahe Grundwasser zunehmend und sogenannte unterirdische urbane Wärmeinseln (subsurface Urban Heat Islands) bilden sich aus. Dies führt zu Einschränkungen in der weiteren Nutzung oberflächennaher Geothermie, vor allem aber auch zur Beeinträchtigung der Grundwasserqualität und unterirdischer Lebensräume. Ergebnisse aus Laborexperimenten und einige wenige Feldstudien weisen darauf hin, dass ein Anstieg in der Grundwassertemperatur Auslöser ist für eine Kaskade von Effekten, wie beispielsweise (a) den Anstieg der mikrobiellen Aktivitäten, (b) die Zehrung von Sauerstoff, (c) ein Rückgang der Biodiversität im Grundwasser, (d) das Auftreten von anaeroben Prozessen, und damit im Zusammenhang (e) unerwünschte Stoffwechselendprodukte im Wasser und der Bodenluft. Untersuchungen die sich sowohl einer nachhaltigen Energiegewinnung durch oberflächennahe Geothermie widmen als auch der Wasserqualität und Ökologie im urbanen Raum gibt es bis dato nicht. Das Projekt vereint Expertise aus Ökologie, Hydrologie, Geochemie, Geothermie und Stadtplanung, mit dem Ziel, für die Stadt Wien in enger Zusammenarbeit mit den Behörden ein integratives Konzepte für ein unterirdisches Wärme- und Ressourcenmanagement zu entwickeln.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2012-12-01 - 2013-10-30

Die Studie „Wasserwirtschaftliche Entwicklung in Überflutungsgebieten: Instrumentenevaluierungsstudie“ hat zum Ziel, aufbauend auf der bundesweiten Umsetzung der HW RL integrative Strategien zur nachhaltigen Reduktion von Hochwasserrisiken in oberösterreichischen Einzugsgebieten zu entwickeln. Die Bearbeitungen im Rahmen von vorangegangenen Projekten haben die Notwendigkeit einer genaueren Analyse der Instrumente des Hochwasserschutzes aufgezeigt. Im Speziellen wurde der Bedarf einer Evaluierung der Wirksamkeit und auch der Wirkung der Instrumentarien im Risiko- sowie Restrisikobereich aufgezeigt. Dabei wurden auch die Dringlichkeit einer Abstimmung und eine verbesserte Kommunikation der Handlungsakteure festgestellt. Unter Berücksichtigung von legistischen und ökonomischen Aspekten soll die Anwendbarkeit und das Zusammenwirken verschiedener Instrumentarien zur Vermeidung bzw. Verminderung von Hochwasserschäden in Risiko- und Restrisikogebieten erörtert werden. Die differenzierte Analyse der Gebiete soll mittels Verschneidung der APSFR-Gebiete Aussagen, Empfehlungen sowie Defizite in der derzeitigen Planungsmethodik enthalten.

Betreute Hochschulschriften