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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-03-01 - 2024-02-29

Die Bedeutung der Entwurfs- und Lebenszyklusoptimierung sowie der Bewertung bestehen-der Strukturen spiegelt sich in der Menge zeitgenössischer Forschungsanstrengungen wie-der, die sich derzeit an diesem Thema orientieren (siehe Abschnitt „Stand der Technik“). Dennoch muss man anerkennen, dass die Ergebnisse derart detaillierter Forschungsanstren-gungen nicht den Weg in die alltägliche Ingenieurpraxis gefunden haben. Dies ist darauf zurückzuführen, dass noch einige grundsätzliche Herausforderungen bestehen, die heutzu-tage zu eher subjektiven Entscheidungen in Bezug auf die Auslegung und Lebenszyklusop-timierung sowie die Bewertung bestehender Strukturen führen. Zunächst hat sich gezeigt, dass die räumliche Variabilität von Degradationsprozessen in Strukturen von besonderer Bedeutung ist. Bisher wurden diese räumlichen Eigenschaften jedoch stark vereinfacht oder häufig vernachlässigt. Es wurde erst in jüngster Zeit versucht, räumlich und zeitliche Phäno-mene bei der Analyse von Strukturen u.a auch bei Lärmschutzwänden zu untersuchen, wes-halb diesbezüglich nur begrenzte Forschungsergebnisse vorliegen. Darüber hinaus fehlt ein geeigneter Rahmen für die Bayes'sche Aktualisierung, um zusätzliche Informationen zu sol-chen Phänomenen zu berücksichtigen, wenn sie verfügbar werden. Viele grundsätzliche Forschungsfragen zu diesem Thema bleiben daher ungelöst und die Entwicklung anwen-dungsspezifischer Methoden für diese grundsätzlichen Erkenntnisse ist erforderlich.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-04-01 - 2025-03-31

Es besteht die Dringlichkeit, die großen Paläo-Sanddünen des küstennahen zentralen semiariden Chiles (31-35 ºS) und ihre Bildungsfaktoren zu untersuchen, weil sie wichtige Einblicke in vergangene und gegenwärtige Mechanismen der Umweltveränderung liefern können und Antworten auf Fragen geben, wie z. B. wie der gegenwärtige Klimawandel und der damit verbundene Gletscherrückzug in den Anden die Dünen und die damit verbundenen Ökosysteme beeinflussen können. Der Mangel an verfügbaren Daten und die begrenzten Belege innerhalb dieser ausgedehnten semiariden Region, einschließlich der Anden und der Küstenregionen, erlauben derzeit nicht die Entwicklung eines endgültigen konzeptionellen Modells der Dünenbildung und der möglichen kausalen Rolle der Andengletscher als Treiber bei deren Morphogenese. In diesem Projekt planen wir, die Rolle der Veränderung der Andengletscher als kausaler Faktor für die Bildung, Ausdehnung und Variabilität von Küstendünen im zentralen semiariden Chile (30-35ºS) während des letzten Vereisungszyklus zu untersuchen. Unsere Studie geht davon aus, dass der Abfluss der Andenflüsse in Verbindung mit dem Klima und den Gletscherschwankungen den "An"- und "Aus"-Schalter für die Sedimentversorgung der Äolischen Ablagerungen an der Küste auf verschiedenen zeitlichen Skalen antreibt. Um die geographischen und kausalen Zusammenhänge zwischen Andengletschern und Küstendünen zu bestimmen, wird basierend auf in situ 10Be-36Cl-Datierungen von Moränen und Lumineszenz-Datierungen an äolischen Ablagerungen eine präzise Chronologie für den letzten Vereisungszyklus erstellt, um Phasen erhöhter Sedimentzufuhr aus den Anden an die Küste, die mit Gletscherschwankungen und allgegenwärtigen paraglazialen Prozessen verbunden sind, mit der Veränderung der Paläodünen an der Küste korrelieren zu können. Die erwarteten Ergebnisse dieses Projekts werden unser Wissen über den Ursprung und die zeitliche Veränderung großer Sanddünen an der Küste, den Zeitpunkt der Vergletscherung und Deglazialisierung in den semiariden Anden, die Mechanismen des Klimawandels in Zentralchile während des späten Quartärs und die geomorphologischen Prozesse in den Bergen, die mit glazialen und deglazialen Phasen wie der gegenwärtigen verbunden sind, erheblich erweitern.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-03-01 - 2024-08-31

Die Anpassung an Folgen des Klimawandels bedarf eines umfassenden Verständnisses von politischen Strategien und ihrer Auswirkungen auf Individuen und Gesellschaften. In der Entwicklung und Umsetzung von politischen Maßnahmen wird nach wie vor meist darauf vergessen, Auswirkungen auf soziale Ungleichheiten zu berücksichtigen. SENSUS will diese Lücke schließen. Im Zentrum steht die Frage, wie sogenannte „Nature-based Solutions“ (NbS) in Städten zu einer höheren Widerstandsfähigkeit gegenüber steigenden Hitzebelastungen beitragen können, ohne dabei soziale Ungleichheiten zu verstärken. Das interdisziplinäre Projekt wendet quantitative und qualitative Modellen und Methoden an, um unterschiedliche Anpassungsoptionen für die Stadt Wien zu untersuchen. Darauf aufbauend stellt es die Frage, wie gesellschaftliche Aspekte sowie nicht intendierte Folgen und Trade-Offs, wie Gentrifizierungstendenzen, im Design von Anpassungsmaßnahmen berücksichtigt werden können. Der umfassende systemische Ansatz verspricht neue Erkenntnisse über eine unterbelichtete Dynamik – den Zusammenhang von NbS und sozialer Gerechtigkeit in urbanen Räumen. Die Dissemination der Forschungsergebnisse soll Akteure und Interessengruppen jenseits der direkt eingebundenen Stakeholder erreichen und somit nicht nur einen wichtigen Beitrag zu wissenschaftlichen Debatten darstellen, sondern auch die Stadtplanung rund um Governance und Management von Risiken infolge des Klimawandels unterstützen –in Wien und anderen Städten.

Betreute Hochschulschriften