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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-10-01 - 2025-09-30

HEDWIG erhebt an normgerecht durchgeführten Bauwerksbegrünungen (Grünfassaden und Gründächer) Messdaten zu Abschätzung der Wirkungen für den direkt davorliegenden Aussenraum als auch den Innenraum. Das Ziel von HEDWIG ist, ein Messsetup zu entwickeln, zu testen und zu verifizieren, das zur Erhebung von validen Messdaten, deren Vergleichbarkeit und zur Evaluierung von Demonstrationsprojekten mit Begrünungen geeignet ist. Ein weiteres Ziel ist, periodisch auftretende Effekte sowie begünstigende und störende Einflussfaktoren zu identifizieren. Damit sollen letztlich Kennwerte validiert und Berechnungsmodelle weiterentwickelt werden können. HEDWIG identifiziert 20 repräsentative bauwerksbegrünte Objekte mit einem ausgewogenen Mix an diversen Gebäudetypen und -nutzungen bzw. an heterogenen Altersstrukturen. An diesen werden mikroklimatische Messungen vor und hinter dem Grünkörper durchgeführt. Weiters werden bauphysikalisch und energietechnisch relevante Daten im Innenraum erhoben. Die Datenauswertung verfolgt einen standortübergreifenden statistischen Vergleich. Neue Erkenntnisse werden insbesondere darüber erwartet, welchen mikroklimatischen Einfluss Grünkörper durch Bauwerksbegrünungen an der Gebäudehülle und damit auch im Innenraum ausüben. Es wird angestrebt, auch mikroklimatische Wirkungen für den angrenzenden Straßenraum und städtischen Bereich abzuschätzen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-09-01 - 2023-06-30

Aufgrund des Klimawandels wird postuliert, dass sich in Österreich die Häufigkeit und das Ausmaß von Waldbränden erheblich verändern wird. Darüber hinaus haben die jüngsten Ereignisse in Österreich wie auch in den Nachbarländern gezeigt, dass Waldbrände auch dort ein Risiko darstellen, wo es keine oder nur ungenügende Aufzeichnungen historischer Ereignisse oder anderweitiger Erfahrungen im Umgang mit Waldbränden gibt. Während im internationalen Kontext aber auch in Österreich umfangreiche Untersuchungen zur Naturgefahr Waldgbrand existieren (vor allem hinsichtlich der Modellierung von Brandentstehung, Ausbreitung, und räumlich-zeitliche Vorhersagen), sind Studien, die sich mit den Auswirkungen von Waldbränden auf die bebaute Umwelt befassen, bislang in der Forschung und der Umsetzung in die Praxis unterrepräsentiert. Um diese Wissenslücke zu schließen, konzentriert sich das vorgeschlagene StartClim-Projekt auf die Schadensanfälligkeit von Gebäuden gegenüber Waldbränden. Gebäude (und Infrastruktur) im Übergangsbereich zwischen Wald und Siedlungsraum (Wildland-Urban-Interface, WUI) benötigen innovative Methoden zur Bewertung der Gefährdung, vor allem, weil die Verfügbarkeit empirischer Daten aufgrund der geringen Menge bisheriger Schadensfälle nur sehr eingeschränkt gegeben ist. Das Projekt PHLoX kombiniert daher Methoden der Literaturanalyse und Techniken der semi-strukturierten Interviews, um fehlendes Wissen zu erschließen. Ein Einbezug unterschiedlicher Stakeholder aus Österreich und anderen Ländern wird es ermöglichen, jene Gebäudeeigenschaften und Merkmale der Gebäudeumgebung zu identifizieren, die einen signifikanten Einfluss auf die Höhe des Schadensausmaßes bei Waldbränden haben. Diese so gennaten Vulnerabilitätsindikatoren werden in weiterer Folge gewichtet, um über einen Index für die Gefährdung durch Waldbrände (WVI) zu erstellen, der in weiterer Folge zur Unterstützung von Entscheidungsprozessen, für Risikominderungsstrategien und mögliche Klimawandelanpassungsmaßnahmen verwendet werden kann.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-12-01 - 2022-11-30

Die ÖBB-Infrastruktur erhält und betreibt etwa 150 Tunnelbauwerke mit einem Alter von mehr als 100 Jahren. Ein Großteil davon sind Mauerwerkstunnels, deren Auskleidung in unterschiedlicher Art und Weise ausgebildet sein kann (z.B. Bruchsteinmauerwerk, Ziegelmauerwerk, Betonformsteine). Schäden, verursacht beispielsweise durch Alterung und Einflüssen aus dem Betrieb sowie Anforderungen an aktuelle Lichtraumvorgaben erfordern zum Teil umfangreiche Instandsetzungs- bzw. Erneuerungsmaßnahmen am bestehenden Mauerwerk. Diese Maßnahmen, welche zum Teil unter laufendem Bahnbetrieb abgewickelt werden, gehen meist mit einer temporären Schwächung des bestehenden Tunnelgewölbes einher. Der Eurocode 7 sieht die Beobachtungsmethode als geeignetes Mittel, wenn eine Vorhersage des geotechnischen Verhaltens schwierig ist. Wesentlich für die Beobachtungsmethode ist, dass ein Hilfsmittel zur Verfügung steht, welches Daten in geeigneter Form zuverlässig liefern kann. Messsysteme, welche sich im konventionellen Tunnelbau etabliert haben, wie z.B. die Durchführung von 3D-Verschiebungsmessungen sind bei Umsetzung von Baumaßnahmen in Mauerwerkstunnels nicht oder nur als zusätzliches Hilfsmittel geeignet. Für die Wahl eines geeigneten Hilfsmittels für die Beobachtungsmethode sind die im Tunnel vorherrschenden Randbedingungen wesentlich. Diese können sein: • Betriebliche Randbedingungen – einerseits für die Installation, andererseits für die laufende Beobachtung • Beschaffenheit des Mauerwerks (Geometrie, Rauigkeit, …) • Oberleitung (z.B. elektromagnetisches Feld) • Temperatur bzw. Temperaturschwankungen • Feuchtigkeit • Aerodynamische Einwirkungen durch Zugfahrt • Staub (z.B. durch Zugfahrt, Baumaßnahmen) • Erschütterungen / Vibrationen (z.B. durch Zugfahrt bzw. Baumaßnahmen) • Lichtverhältnisse Die Erfahrung bei der Abschätzung der Tragfähigkeit des Mauerwerks mit numerischen Modellen zeigt, dass bei einem Eingriff in die Tragstruktur die aus den Baumaßnahmen resultierenden Verschiebungen sehr geringe Werte aufweisen. Erste Abweichungen vom Sollzustand können sich speziell bei einem Teilabtrag des Mauerwerkes anhand von lokalen Abplatzungen oder Ablösungen zeigen. Diese können auch bei bereits äußerst geringen und mit den gängigen Methoden nicht erfassbaren Verschiebungswerten auftreten. Daher gilt es bei der Wahl der Hilfsmittel zu beachten, welche Phänomene im Zuge der Beobachtung erfasst werden sollen (z.B. Verschiebungen). Im gegenständlichen Forschungsvorhaben sollen Monitoringsysteme entwickelt werden, welche im Zuge von Gewölbeinstandsetzungen von alten Mauerwerkstunneln unter Tunnelbedingungen zuverlässig und wirtschaftlich eingesetzt werden können.

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