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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-12-01 - 2019-11-30

Die demographischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte führen zu einem gehäuften Auftreten von Erkrankungen, die mit dem Altern in engem Zusammenhang stehen und die Lebensqualität im Alter stark einschränken. Daher ist die Verbesserung der menschlichen Gesundheitsspanne das vorrangige Ziel der modernen biologischen Alterungsforschung. In den letzten Jahren wurden bereits einige vielversprechende Ansätze gefunden, um die Lebenserwartung von Modellorganismen zu verlängern oder einzelne alterungs-assoziierte Erkrankungen zu behandeln, jedoch fehlen einfache und kostengünstige Testmodelle zur Messung der Gesundheitsspanne. Wir werden daher im Zuge dieses Projekts standardisierte und reproduzierbare Tests etablieren, um Beweglichkeit, Gedächtnis und Elektrophysiologie in alternden Fadenwürmern zu messen. Die kurze Entwicklungszeit und Lebensspanne dieser einfachen Modellorganismen erlaubt die rasche und kostengünstige Testung einer Reihe von pharmakologischen, genetischen und physiologischen Interventionen, ohne auf höhere Wirbeltiere wie beispielsweise Mäuse und Ratten zurückgreifen zu müssen. Mithilfe dieser Methoden werden wir überprüfen, ob bekannte Interventionen zur Verlängerung der Lebensspanne auch eine bessere Erhaltung der Körperfunktionen erlauben, und wie gut die erhobenen Parameter mit ähnlichen bereits beschriebenen Versuchen in Säugetieren korrelieren. Somit werden wir am Ende des Projekts Tests entwickelt haben, die die Gesundheitsspanne von C. elegans quantifizieren und in weiterer Folge dazu verwendet werden können, bereits vorhandene Verfahren zur Verlängerung der Lebensspanne zu validieren und nach neuen genetischen, physiologischen und pharmakologischen Interventionen zu suchen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2011-01-01 - 2012-02-21

Verschiedene Pseudomonadenstämme werden als Pflanzenschutzmittel bei der Lagerung von Kartoffeln eingesetzt. Bevor die Bakterien als Pflanzenschutzmittel zugelassen werden, müssen sie toxikologisch untersucht werden. Um Tiertest zu vermeiden, werden die Bakterien in geeigneten in vitro Testsystemen analysiert, welche auf toxikologische Untersuchungen mit humanen Lungenepithelzellen basieren. Dazu werden die menschlichen Zellen auf transwell Platten kultiviert bis sie sogenannten tight junctions bilden. Für die Evaluierung der toxikologischen Eigenschaften werden die Pseudomonaden auf den Zellschichten inkubiert und anschließend die Integrität der tight junctions zur Beurteilung herangezogen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-08-01 - 2023-07-31

Die Zuckerrübe (Beta vulgaris ssp. vulgaris) ist eine relative junge Nutzpflanze, welche von der Wild Rübe (Beta vulgaris ssp. maritima) abstammt, einer in West- und Südeuropa beheimateten Küstenpflanze. Transposons haben einen massiven Einfluss auf die Genomstruktur und der Funktionalität von Genen. Von den vielen verschiedenen Transposons und repetitiven Elementen, die in einem Genom enthalten sind, ist nur eine kleine Teilmenge intakt und voll funktionsfähig. Selbst dieser kleine Anteil hat eine große Einflussnahme auf das Genom, durch dem alternativen Splicing von Genen, der Einführung von neuen Promotoren, geänderten Genregulierung oder durch die Inaktivierung von Genfunktionen. Diese Änderungen haben schlussendlich auch Einfluss auf den Phänotyp der Rüben. Das Genom ist nicht statisch, sondern in ständiger Bewegung: Transposons werden an neuen Positionen im Genom eingefügt; danach wirken Selektions- und Mutationsprozesse auf sie ein. Repetitive Elemente, die sich negativ auf den Organismus auswirken, verschwinden schnell, während andere, die sich neutral zeigen oder sogar nützlich sind, erhalten bleiben. Durch den Vergleich verschiedener Genomsequenzdaten der domestizierter Zuckerrübe und ihrer wilden Verwandten bewerten wir die mutagenen Ereignisse, die in der jüngeren evolutionären Vergangenheit im Rübengenom stattgefunden haben, und untersuchen die Rolle, die Transposons bei der Evolution des Rübengenoms gespielt haben. Erkenntnisse über das Rübengenom und der repetitiven Genomlandschaf können neue Erkenntnisse über die jüngste Genomentwicklung der Zuckerrübe liefern und eine Grundlage für deren weitere Verbesserungen als Kulturpflanze bilden.

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