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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-07-01 - 2022-10-31

Roggen ist in Europa ein traditionelles Brotgetreide, die Anbauflächen in Europa in den letzten Jahrzehnten allerdings kontinuierlich gesunken. Das Ziel von RYE-SUS ist eine nachhaltige Steigerung und Sicherung der Roggenproduktion ohne Erhöhung des Wasser- und Düngemitteleinsatzes. RYE-SUS wird neuartige Gibberellin-sensitive Halbzwerg-Roggen mit optimiertem Ernteindex, hohem Ertragspotential, verbesserter Standfestigkeit, verbesserter Dürretoleranz und geringer Anfälligkeit für Mutterkorn entwickeln. Im Detail wird die Wettbewerbsfähigkeit von Roggen verbessert durch: (i) die Nutzung der Hybridzüchtung und der Ausnutzung der Heterosis im Hinblick auf eine Vielzahl von Merkmalen. Im Rahmen von RYE-SUS werden neuartige, vollständige Roggen-Experimentalhybride hergestellt; (ii) die Steigerung der zielspezifischen Selektionseffizienz und Beschleunigung der Züchtungsprozesse durch genombasierte Präzisionszucht durch Verwendung eines kürzlich entwickelten 20k SNP-Array für Weizen, Roggen und Triticale. Auf Grundlage der SNP-Daten wird die Populationsstruktur sowie die genetische Beziehung im Untersuchungsmaterial beschrieben; (iii) die Verbesserung der Standfestigkeit, Frost- und Dürretoleranz sowie der Nährstoffeffizienz durch Einkreuzung des Kurzstrohgenes Ddw1. Dadurch wird nicht nur die Wuchshöhe verringert und die Standfestigkeit verbessert, sondern auch die Assimilatumlagerung ins Korn, die Dürretoleranz und die Nährstoffeffizienz erhöht; (iv) die Reduktion toxischer Mutterkornalkaloide im Erntegut durch eine ausreichend hohe Pollenproduktion in den RYE-SUS Experimentalhybriden durch markergestützte Introgression der Restorergene Rfp1, Rfp2 und Rfp4. Dadurch soll eine vollständige Restauration der Pollenfertilität erzielt werden und somit die Anfälligkeit gegen Mutterkorn minimiert werden; (v) die Nutzung natürlicher Genetik und die Entwicklung neuer molekularer Technologien mittels genomweiter Genotypisierung und intensiver Phänotypisierung; und (vi) die Entwicklung eines Wachstumsmodells für Roggen welches eine nachhaltige und optimierte Kulturführung von Roggen ermöglichen wird. Die Forschung in RYE-SUS nutzt die Hybridzüchtung für die Entwicklung von neuartigen Genotypen. Die gewonnenen Erkenntnisse bzw. die Halbzwerg-Genetik dienen jedoch auch für die genetische Verbesserung von offen abblühenden Populationsroggen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-08-23 - 2022-01-31

In dem geplanten Projekt werden für neuartigen Pflanzenkultivator der Firma Microgreenbox GmbH, welcher ein geschlossenes Klimasystem hat, werden neue Erkenntnisse über die Qualität eines recycelten Substrats erforscht. Im Zuge der Ressourcenschonung, der nachhaltigen Nutzung und der Sicherung der Lebensmittelproduktion sollen die Substrate mehrfach verwendet werden, daher soll hier überprüft werden, ob das recycelte Substrat demjenigen des Ausgangssubstrats entspricht.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-03-01 - 2025-02-28

Hitzewellen sind in den letzten Jahren in vielen österreichischen Weinregionen häufig aufgetreten. Solche Ereignisse treten meist während trockener Sommerperioden auf und führen zu einer kombinierten Wirkung von Trockenheit und Hitzestress auf die Weinreben. Dennoch gibt es nur sehr wenige Studien, die sich systematisch mit der Kombination der beiden Faktoren befassen. Darüber hinaus stammt das meiste Wissen zu diesem Thema aus trockenen oder halbtrockenen Regionen, während die Reaktion auf solche Ereignisse in kontinentalen Klimazonen, wie in den österreichischen Weinregionen, fehlt. Daher zielt dieses dreijährige Projekt darauf ab, die kombinierten Auswirkungen der beiden Stressoren (Hitze und Trockenheit) auf die physiologische Reaktion der Rebe und ihre Folgen für den Stoffwechsel und die Zusammensetzung der Beeren zu untersuchen, mit besonderem Augenmerk auf Schlüsselmetaboliten, die die Weinqualität bestimmen, wie Flavonoide und Aromastoffe. Für die Studie werden Riesling und Blaufränkisch, zwei in Österreich weit verbreitete Weintrauben, die besonders reich an Aromastoffen wie Norisoprenoiden sind, herangezogen. Die Versuche werden unter halbkontrollierten Bedingungen durchgeführt, wobei 2-jährige Topfreben vor Regen geschützt werden, um die Wasserverfügbarkeit vollständig zu kontrollieren. Andererseits werden Hitzewellen mit Hilfe von Infrarotlampen auf dem Blätterdach künstlich herbeigeführt. Parameter wie die photosynthetische Effizienz und der Wasserverbrauch sowie wichtige Metaboliten werden in der Pflanze und den Beeren untersucht, um die physiologische Anpassung zu charakterisieren. Die beteiligten Partner BOKU-IWOB, Wein&Obst Klosterneuburg RTD und HBLA Klosterneuburg sind führende Forschungseinrichtungen im Bereich Weinbau und Önologie und verfügen über die notwendige Expertise, um die Projektziele zu erreichen. Die BOKU-IWOB ist insbesondere für die Feldversuche und die rebenphysiologischen Studien verantwortlich, während die analytischen Möglichkeiten des Instituts in Klosterneuburg die detaillierte Analyse der Sekundärmetaboliten in den Traubenbeeren ermöglichen werden.

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