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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-02-01 - 2022-07-31

Österreichs Landschaft ist seit Jahrhunderten von der Landwirtschaft geprägt. Die Landwirtschaft ist vor allem für die Gestaltung des Lebensraums in ländlichen Regionen verantwortlich. Neben der Nahrungsmittelproduktion kann die Bewirtschaftung der Landschaft durch die Landwirtschaft als Kulturgut betrachtet werden. In alpinen Regionen erstreckt sie sich bis in hohe Lagen. Almen und Grünland stellen ein einzigartiges und schützenswertes Naturgut im Sinne des Naturschutzes dar. Einige Almen in Österreich wurden in die Grenzzonen von Nationalparks aufgenommen. Das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Strategien zur Erhaltung der Kultur- und Naturgüter Almen kann zu Nutzungskonflikten führen. Da sowohl der Naturschutz als auch die Landwirtschaft mit öffentlichen Mitteln gefördert werden und die Almen einen touristischen Anziehungspunkt darstellen, spielen gesellschaftliche Erwartungen bei der Gestaltung von Nutzungsstrategien eine entscheidende Rolle. Ziel dieses Projektes ist es, die gesellschaftlichen Präferenzen für die Gestaltung solcher Natur- und Kulturgüter besser zu verstehen und herauszuarbeiten, wie diese - auf den ersten Blick widersprüchlichen - Präferenzen besser in Einklang gebracht werden können, um ein Optimum beider Güter zu erreichen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen zu einer nachhaltigen Entwicklung zukunftsfähiger Natur- und Lebensräume beitragen. Sie erleichtern die landwirtschaftliche Bewirtschaftung im Hinblick auf die Annehmlichkeiten alpiner Landschaften und die Nachhaltigkeit ihrer Produktion. Die Ansprüche der lokalen Bevölkerung und der Besucher können dann die lokale Wertschöpfung und den Aufbau eines belastbaren regionalen Angebots auslösen. Als Fallbeispiel wird die Region Eisenwurzen, Mitglied des internationalen Netzwerks für sozial-ökologische Langzeitforschung (LTSER), mit ihren Almen und dem Nationalpark Kalkalpen ausgewählt. Unter Berücksichtigung der bisherigen Erkenntnisse, der wissenschaftlichen Literatur, des lokalen Expertenwissens und der Präferenzen der regionalen Bevölkerung wird ein mehrstufiger partizipativer Ansatz entwickelt. Auf der Grundlage eines dreistufigen Verfahrens werden zunächst Merkmale der Gestaltung der Almen und ihrer Natur- und Kulturgüter identifiziert. Unterschiedliche Ausgestaltungen dieser Merkmale werden dann zu fiktiven zukünftigen Landnutzungsszenarien kombiniert und von der lokalen Bevölkerung mit den Methoden der "stated-preference" bewertet, um ihre marginale Zahlungsbereitschaft zu eruieren. Die Ergebnisse werden in der Region präsentiert und mit lokalen Akteuren diskutiert. Die entwickelte Methode wird so gestaltet, dass sie für die Anwendung in anderen Regionen übertragbar ist. Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-01-24 - 2022-01-23

Im Rahmen des Projekts werden ausgewählte Teilaspekte des Strategieplans für die Gemeinsame Agrarpolitik im Zeitraum 2021-2027 beurteilt. Im Zuge dessen erfolgt die Teilnahme an Workshops, die Überprüfung von Dokumenten und das Verfassen von Texten. Die Erkenntnisse daraus fließen in die gesamte ex-ante Bewertung des Strategieplans für die Gemeinsame Agrarpolitik im Zeitraum 2021-2027 des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus ein.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-11-01 - 2025-10-31

Für die Aufrechterhaltung landwirtschaftlicher Produktionssysteme spielt Biodiversität eine zentrale Rolle: Bestäubung, Schädlings-Nützlings-Beziehungen und die damit einhergehende Kontrolle von Schädlingsbefall, aber auch eine intakte Boden-Biodiversität sind wichtige Produktionsfaktoren. Ironischerweise führen landwirtschaftliche Verfahren, die zum Ziel der Produktionssteigerung Anwendung finden, einerseits oftmals zu einer Verringerung der Biodiversität und somit auch zu einer Verringerung der mit ihr verbundenen Ökosystemleistungen. Andererseits führt die momentan vor allem ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft dazu, dass Betriebe aufgegeben und unrentable Flächen aus der Nutzung genommen werden. Dies geschieht insbesondere in landwirtschaftlich benachteiligten Gebieten, wo traditionelle landwirtschaftliche Verfahren an sich hohe Levels an Biodiversität bereitstellen. Beide Entwicklungen führen dazu, dass die Biodiversität in Europa extrem schnell und stark schwindet. Dieser Schwund wird von der Gesellschaft vermehrt wahrgenommen und gibt Grund zur Sorge. Bislang vorhandene öffentliche Güter, wie beispielsweise ikonische Tier- und Pflanzenarten gehen ebenso verloren, wie altbekannte Kulturlandschaften. Für eine nachhaltige Wiederherstellung der Agrobiodiversität bedarf es der Internalisierung der Biodiversität auf landwirtschaftlichen Betrieben. Dazu ist allerdings ein besseres Verständnis der Beziehungen zwischen den landwirtschaftlichen Verfahren, landwirtschaftlicher Flächenbewirtschaftung und der lokal/regionalen Biodiversität nötig. Darüber hinaus müssen Nutzen und Gefährdung der mit der Biodiversität einhergehenden Ökosystemleistungen noch besser erforscht werden. Um einen tiefgreifenden Wandel vollziehen zu können bedarf es dabei eines Ansatzes, der die Erfahrung und das Wissen von LandwirtInnen und weiteren StakeholderInnen miteinbezieht. Insbesondere muss gemeinsam daran gearbeitet werden, wie Biodiversität effizient in die vielfältigen landwirtschaftlichen Systeme integriert werden kann - und dies unter sehr unterschiedlichen lokalen Augangsbedingungen. Ziel des EU H2020 Projekts SHOWCASE ist es, den Prozess, Biodiversität zu einem integraleren Bestandteil der landwirtschaftlichen Verfahren in Europa zu machen, zu unterstützen. Dazu sollen effektive Anreizsysteme identifiziert, und die Wirkungen dieser Anreizsysteme auf Biodiversität und den mit ihr einhergehenden Nutzen untersucht und aufgezeigt werden. Die Ergebnisse sollen einer möglichst großen Anzahl von StakeholderInnen und natürlich Landwirtinnen und Landwirten bekannt gemacht und zur Verfügung gestellt werden.

Betreute Hochschulschriften