Das Institut für Entwicklungsforschung (Institute for Development Research, IDR) wurde 2020 am Department für Nachhaltige Agrarsysteme (DNAS) gegründet. Das übergeordnete Ziel des IDR ist die Mobilisierung wissenschaftlicher Erkenntnisse für eine nachhaltige Entwicklung, in transdisziplinärer Zusammenarbeit mit Akteur*innen aus Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft. Mittels partizipativer Forschungsansätze trägt das IDR zu einem fundierten Verständnis der Beziehungen und Rollen von Akteur*innen, Institutionen und Veränderungsprozessen innerhalb von sozial-ökologischen Systemen bei.

Gemeinsam mit lokalen Akteur*innen im Globalen Süden, Mittel- und Osteuropa erforschen und begleiten wir Transformationsprozesse hin zu nachhaltiger Ernährung und dem nachhaltigen Management und Governance natürlicher Ressourcen. Wir verstehen unsere Ansätze als gendertransformativ, intersektional, menschenrechtsbasiert und polit-ökologisch.

Das IDR fokussiert sich auf drei thematische Schwerpunkte, die eng miteinander verknüpft sind:

Ausgewählte Forschungsthemen, die besonders auf unsere globale Verantwortung hinsichtlich einer resilienten Landwirtschaft und einer nachhaltigen diversen Nutzung von Land-Wasserökosystemen achten, sind unter anderem:

  • Analyse struktureller Ursachen von Hunger und Fehlernährung

  • Umsetzung des Menschenrechts auf angemessene Nahrung und Ernährung

  • Demokratische Kontrolle der Nahrungsmittelproduktion

  • Klimasoziale Politik

  • Wertebasierte Produktions- und Konsumweisen

  • Gemeinde-basierte Züchtungsprogramme und Tierhaltungssysteme

  • Transformatives Lernen mit Akteur*innen aus Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft

  • Rechte von Frauen hinsichtlich des Zugangs zu Land und natürlichen Ressourcen

  • Protein-Transition zu weniger Fleischkonsum im Rahmen des österreichischen UniNEtZ-Projekts.

  • Nachhaltige resiliente Fischereisysteme

Das IDR ist darüber hinaus eine wichtige Anlaufstelle in der internationalen Entwicklungsforschung und in der globalen Kooperation, gemeinsam mit dem Cluster for Development Research (CDR), das vom IDR koordiniert wird. Das CDR bündelt dabei fachliche und methodische Expertisen an der BOKU, um zu einer Transformation hin zu ökologischer, ökonomischer und sozialer Nachhaltigkeit (angelehnt an die SDGs) im globalen Süden bestmöglich beizutragen.