Neues Forschungsprojekt

Risikobewertung von Nanocarriern

Unter der Leitung von Dr. Bernd Giese haben im September die Arbeiten im neuen Projekt zur Risikobewertung von Nanocarriern begonnen. Beteiligt sind daran auch die BOKU-Institute für Abfall- und Kreislaufwirtschaft sowie für Synthetische Bioarchitekturen. Für die Forschungsarbeiten des ISR ist Dr. Christina Hipfinger zuständig. Das dreijährige Projekt wird vom deutschen Umweltbundesamt (UBA) gefördert. In dieser Zeit sollen die Umweltrisiken von Nanocarriern als kleinsten synthetischen Trägerstrukturen, die vor allem in der Landwirtschaft für Pestizide und Düngemittel sowie in der Medizin für die gezielte Gabe von Medikamenten Verwendung finden, untersucht werden. Für besonders kritische Nanocarrier sollen Prüfstrategien entwickelt und umgesetzt werden, die eine Untersuchung ihres Umweltverhaltens und der möglichen Freisetzung des transportierten Wirkstoffs unter umweltrelevanten Bedingungen ermöglichen. Auf diese Weise soll exemplarisch die Einflussnahme der Trägers (= Carriers) auf die Veränderung des Umweltverhaltens von Wirkstoffen ermittelt und die Implikationen für eine angemessene Bewertung des Umweltverhalten im Rahmen der Risikobewertung genauer beschrieben werden. Die Ergebnisse tragen dazu bei, die Richtlinien zur Risikobewertung von Nanocarriern an die neuesten Entwicklungen anzupassen.