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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-01-01 - 2022-12-31

Fumonisine werden von verschiedenen Fusarium (und Aspergillus) spp. produziert und kommen häufig auf Mais und Maisprodukten vor. Sie sind starke Nierentoxine, Tumorpromotoren und können Geburtsschäden verursachen. Die Höchstwerte (oder Richtwerte) für Lebensmittel (und Futtermittel) wurden weltweit festgelegt, aber unveränderte Mykotoxine sind nicht die einzige Quelle der Exposition. Fumonisine neigen dazu, sich nicht kovalent an Proteine und komplexe Kohlenhydrate zu binden. Darüber hinaus ist so gut wie nichts über kovalent gebundene Fumonisine oder über das natürliche Vorkommen von (potentiellen) Fumonisin-Metaboliten mit Ausnahme ihrer hydrolysierten Formen bekannt. Derzeit fehlt es an Wissen darüber, wie Fumonisine mit Pflanzen interagieren, in welcher Form sie in die Nahrung aufgenommen und übertragen werden. In ihrem jüngsten Bericht aus dem Jahr 2018 empfiehlt der Gemeinsame FAO/WHO-Sachverständigenausschuss für Lebensmittelzusatzstoffe (JECFA) ausdrücklich, dass "Studien durchgeführt werden sollten, um das Auftreten von gebundenen Fumonisinen... und ihre Bioverfügbarkeit nach dem Konsum besser zu verstehen". Nach unserem Kenntnisstand ist dies die weltweit erste Studie, die systematisch darauf abzielt, die oben genannten Fragen zu beantworten und damit einen wesentlichen Beitrag zur Risikobewertung dieser Lebensmittelkontaminanten zu leisten.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-01-01 - 2020-12-31

Aufgrund der zulässigen Nährstofffrachten auf landwirtschaftlichen Flächen pro ha und Jahr setzten Biogasanlagen vermehrt auf Gärrestaufbereitung zur Reduktion des auszubringenden Volumens bei gleichzeitiger Aufkonzentration der wichtigsten Nährstoffe. Um die Feinpartikeln des Gärrest abzutrennen, wird wie bei Klärschlamm in der Regel das Flockungsmittel Polyacrylamid eingesetzt. Da Polyacrylamid synthetisch hergestellt wird und biologisch nicht bis schwer abbaubar ist, führt dessen Verwendung, aktuell vor allem in Deutschland, zu großen Diskussionen bezogen auf dessen Einflüsse auf Mensch und Umwelt. Biogasanlagenbetreiber sind bestrebt durch Gärrestaufbereitung einen hochwertigen, markfähigen Dünger zu produzieren. Deshalb wollen viele Anlagenbetreiber den Einsatz von Polyacrylamid als Flockungsmittel generell vermeiden bzw. minimieren und auf alternative, natürliche Flockungsmittel wie bspw. Stärke oder Chitosan zurückgreifen. Aufgrund der Einflüsse auf Mensch und Umwelt hat der vorliegende Projektantrag die Substitution synthetischer (Polyacrylamid) durch natürliche biologisch abbaubare Polymere (Stärke, Chitosan) und die generelle Optimierung der „Flockung“ zur Reduktion des Polymerverbrauchs zum Ziel.

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