Umweltwirkungen des Verkehrs

Laufende Projekte:

APCC Sachstandsbericht zu Tourismus, Großveranstaltungen und Klimawandel (APCC SR Tourism)

Zahlreiche Studien zeigten die Empfindlichkeit des Tourismus in Österreich im Blick auf den Klimawandel und verdeutlichten mögliche ökonomische Effekte, Risiken aber auch Möglichkeiten der Entwicklung. Auf der Anderen Seite trägt der Tourismus selbst entscheidend zum Klimawandel bei. Aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutung wird eine spezifische, sorgfältig reviewte Betrachtung und Bewertung erforderlich. Das Ziel des Special Report Tourism ist es das bestehende Wissen zum Thema zusammen zutragen und zu bewerten. Dabei soll der Prozess offen gestaltet werden und das vorhandenen Wissen aus Wissenschaft und Praxis integriert werden.

Partizipative Wertermittlung: ein neuartiges Bewertungsverfahren für Verkehrsmaßnahmen zur Minderung des Klimawandels (aPPRAISE)

Als Reaktion auf die immer noch steigenden Treibhausgasemissionen des Straßenverkehrs in Österreich schlagen wir vor, die Methode der "Participatory Value Evaluation" (PVE) zur Bewertung von Klimaschutzmaßnahmen im Verkehrssektor einzusetzen. Dieses neuartige Bewertungsverfahren ermöglicht die quantitative Berücksichtigung sozialer und staatlicher Aspekte in der wirtschaftspolitischen Analyse. Das Verfahren hat dadurch das Potenzial, die soziale Akzeptanz nachhaltiger Verkehrspolitik zu erhöhen.

Last-Mile - Erstellung eines regionalen Aktionsplans für nachhaltige und bedarfsorientierte Mobilitätslösungen in Osttirol (Last-Mile)

Räumliche und zeitliche Lücken im Mobilitätsangebot alternativ zur individuellen Pkw-Nutzung sind eine große Barriere für umweltfreundliches Verkehrsverhalten sowohl für die Gäste als auch für die Wohnbevölkerung in ländlichen Regionen.

Speziell aufgrund der oft geringen und räumlich ungleichmäßigen Verteilung der Nachfrage sowie der überdurchschnittlichen Weglängen sind konventionelle Verkehrslösungen wie Linienbusse mit großvolumigen Fahrzeugen sowie die Förderung des Fuß- und Radverkehrs nur in Teilgebieten als beste Lösung wirtschaftlich umsetzbar.

Ziel des Projektes LAST MILE ist es, bedarfsorientierte und nachhaltige Lösungen für regionale Mobilitätssysteme zu finden, um Gästen als auch BürgerInnen Alternativen zur PKW-Nutzung zu bieten. Ergebnis ist ein regionaler Aktionsplan, in dem entsprechende Maßnahmen zur Zielerreichung für die regionale Ebene definiert und in einer zweiten Phase umgesetzt werden.

Eignung von personalisierten Mobilitätsmanagementmaßnahmen zur Förderung von nachhaltigen und aktiven Mobilitätsformen bei NeubewohnerInnen in der Seestadt Aspern

Im Frühjahr und Sommer 2015 wurde eine wienweite personalisierte Mobilitätsaktion mit dem Namen SWITCH durchgeführt. Hierbei erhielten knapp 1.000 Menschen eine personalisierte Mobilitätsberatung und maßgeschneiderte Informationen, darunter 160 Personen aus der Seestadt Aspern. Mit Hilfe einer Vorher-Nachher Befragung wurde die Veränderung im Mobilitätsverhalten und den Einstellungen gegenüber autoarmer Mobilität bei Teilnehmenden an der Aktion erhoben und mit einer Kontrollgruppe von Nicht-Teilnehmenden verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass aktiv an der SWITCH Kampagne Beteiligte ihre monatlichen Fußwege um mehr als 4% und ihre monatlichen Radwege um mehr als 12% erhöht haben. Im selben Zeitraum reduzierten sich ihre monatlichen Autofahrten um 4%. Das Verhalten der Kontrollgruppe verzeichnete hingegen eine Reduktion der Fußwege um 5% und eine Erhöhung der Autowege um 12%. Zusätzlich fühlten sie sich durch das Thema aktive Mobilität und die damit verbundenen individuellen Vorteile weitaus besser informiert als Personen aus der Kontrollgruppe.

Eine vergleichbare und für die lokalen Herausforderungen maßgeschneiderte Mobilitätskampagne ist eine geeignete Maßnahmen, um neuen BewohnerInnen der Seestadt im Zuge der nächsten beiden großen Besiedelungswellen (2019 – bis Mitte 2020 Seepark Quartier und Mitte 2020 – 2021 Quartier um Seebogen) von Anfang an Alternativen zum persönlichen PKW aufzuzeigen und das Verständnis zu fördern den öffentlichen Raum als für den Menschen nutzbare Fläche zu verstehen und auch in Zukunft von ruhenden und fließenden Individualverkehr freizuhalten.

Mit der personalisierten Mobilitätsaktion in der Seestadt werden die folgenden Ziele verfolgt:

  • Vermittlung des Mobilitätskonzepts der Seestadt Aspern.
  • Aktivieren der neuen BewohnerInnen zu aktiver, gesunder und sicherer Mobilität und Nutzung des öffentlichen Verkehrs.
  • Förderung der Akzeptanz, Wertschätzung und nachhaltigen Sicherung weiter Teile des öffentlichen Raumes zur Nutzung als verkehrsberuhigte Bereiche für den nicht-motorisierten Verkehr.
  • Fördern des Community Building zwischen „alten“ und „neuen“ SeestädterInnen und der Integration zwischen alten und neuen Seestadtquartieren.