Im Rahmen der laufenden Forschungsarbeiten zur Bewertung und Weiternutzung von Bestandsgebäuden durfte das IGCE eine Produktdemonstration zu zerstörungsfreien und minimalinvasiven Prüfverfahren begrüßen.

Die Demonstration wurde von Proceq durchgeführt und konzentrierte sich auf moderne digitale Messverfahren zur Untersuchung von Baustoffen und Bauteilen. Vorgestellt wurden Systeme auf Basis von Radar-, Ultraschall- und Wirbelstromtechnologien, die insbesondere in der Zustandsbewertung von Stahlbetonkonstruktionen eingesetzt werden.

Neben den klassischen Anwendungen im Betonbau wurde auch das Potenzial dieser Technologien für weitere Baustoffe wie Mauerwerk und Holz diskutiert. Die möglichst zerstörungsfreie Untersuchung bestehender Bauwerke gewinnt zunehmend an Bedeutung, da die Erhaltung, Umnutzung und Wiederverwendung von Gebäuden zentrale Elemente einer ressourcenschonenden und kreislauffähigen Bauwirtschaft darstellen.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Frage, ob Bodenradar (Ground Penetrating Radar) dazu genutzt werden kann, verborgene Schichtaufbauten und innere Strukturen bestehender Bauteile zu identifizieren. Zur ersten Evaluierung der Möglichkeiten wurden direkt in den Büroräumlichkeiten des Instituts Testmessungen durchgeführt.

Die Demonstration lieferte wertvolle Einblicke in die Potenziale digitaler Prüf- und Diagnosesysteme für die Zustandsbewertung von Bestandsgebäuden, die Einschätzung von Wiederverwendungspotenzialen sowie die Umsetzung kreislaufwirtschaftlicher Ansätze im Bauwesen.

Das IGCE bedankt sich herzlich bei Proceq für die spannende Demonstration, den fachlichen Austausch und die Möglichkeit, diese innovativen Technologien direkt in der Praxis kennenzulernen und zu testen.