Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner zu Besuch an der BOKU
Die BOKU durfte kürzlich Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung, an ihren Standorten begrüßen. Begleitet wurde der Besuch von Rektorin Eva Schulev-Steindl sowie Nora Sikora-Wentenschuh, Vizerektorin für Finanzen und Infrastruktur, die sich über das große Interesse und den wertschätzenden Austausch mit der Ministerin freuten.
Den Auftakt bildete ein Rundgang am BOKU-Standort Türkenschanze im 19. Wiener Gemeindebezirk. Besonderes Interesse zeigte die Ministerin am Ilse-Wallentin-Haus – dem innovativen Pioniergebäude der BOKU in Holzbauweise. Das Gebäude steht beispielhaft für die Verbindung von nachhaltiger Architektur, moderner Forschungsinfrastruktur und zukunftsorientierter Lehre.
„An der BOKU profitieren davon nicht nur die Studierenden und Forschenden, sondern auch das Klima. Das Ilse Wallentin-Haus ist das erste Gebäude in Holzbauweise im Universitätsbereich in Wien und trägt mit einem sehr niedrigen Ausstoß von CO2 zum Klimaschutz bei,“ betonte Rektorin Schulev-Steindl. Rund 1.000 m³ Holz wurden verbaut, wodurch etwa 1.000 Tonnen CO₂ gespeichert werden – vergleichbar mit der Wirkung eines „zweiten Waldes“. Auf mehr als 3.000 m² bietet das Niedrigstenergiehaus moderne Räume für Forschung, Lehre und Zusammenarbeit.
Im Anschluss führte der Besuch zum BOKU-Wasserbaulabor am Brigittenauer Sporn, wo die Ministerin von Helmut Habersack, Leiter des Instituts für Wasserbau, Hydraulik und Fließgewässerforschung, empfangen wurde.
Das 2023 eröffnete Wasserbaulabor stellt einen bedeutenden Meilenstein für den Forschungsstandort Österreich dar. Herzstück ist ein 90 Meter langer und bis zu 25 Meter breiter Flussdurchlauf mit einem Durchfluss von bis zu 10.000 Litern pro Sekunde – und das ohne Pumpen. Diese weltweit einzigartige Infrastruktur ermöglicht realitätsnahe Modellversuche bis hin zum Maßstab 1:1.
„Durch die menschlichen Eingriffe kommen die Flüsse zusehends unter Druck. Das neue Wasserbaulabor ermöglicht weltweit einzigartige Grundlagen- und angewandte Forschung und ist eine echte unique selling proposition für die Lehre an der BOKU“, so Habersack.
Die Forschungsschwerpunkte reichen von Hochwasser- und Dürrerisikomanagement über nachhaltige Wasserkraft und Schifffahrt bis hin zu Fragen der Flussökologie und Klimawandelanpassung. Mit dem Wasserbaulabor wurde eine einzigartige Forschungsinfrastruktur geschaffen, um Prozesse in Flüssen besser zu verstehen und innovative Lösungen für aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln.
„Die BOKU zeigt eindrucksvoll, wie Wissenschaft, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung zusammenwirken. Mit Projekten wie dem Ilse-Wallentin-Haus oder dem neuen Wasserbaulabor wird nicht nur Spitzenforschung ermöglicht, sondern auch konkret an Lösungen für die großen Herausforderungen unserer Zeit gearbeitet. Solche Orte machen sichtbar, welche zentrale Rolle Universitäten für Innovation, Fortschritt und eine nachhaltige Zukunft spielen“, betonte Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner.