Ohne Wissenschaft kein Fortschritt
Mit einem Großprotest in Wien stellten sich tausende Studierende, Forschende und Lehrende gegen die geplanten Sparmaßnahmen an Österreichs Universitäten. Stark vertreten: die BOKU.
Rund 28.000 Demonstrierende versammelten sich auf der Wiener Ringstraße, um gegen die Sparpläne der Bundesregierung für Universitäten und Forschung zu protestieren. Nach dem Auftakt vor der Universität Wien zog der Demonstrationszug weiter zum Wissenschaftsministerium und zum Bundeskanzleramt.
Dem Aufruf der Universitätenkonferenz (uniko), der Österreichischen Hochschüler*innenschaft (ÖH) sowie verschiedener Arbeitnehmer*innenvertretungen folgten Delegationen aus ganz Österreich. Besonders stark vertreten war die BOKU University.
Für die BOKU machte Vizerektor für Forschung und Innovation Christoph Pfeifer deutlich, worum es bei den Protesten geht: „Die großen Herausforderungen unserer Zeit – von Klimawandel und Naturkatastrophen bis hin zu Ernährungssicherheit und gesellschaftlichen Krisen – lassen sich nur mit Wissenschaft und interdisziplinärer Forschung bewältigen. Dafür brauchen wir junge Forscher*innen, Perspektiven und langfristige Investitionen statt Kürzungen.“
Auch die Studierendenvertretung der BOKU kritisierte die geplanten Einsparungen scharf. Alexander Weger vom ÖH-Vorsitz betonte die Verantwortung von Politik und Gesellschaft gegenüber Bildung und Forschung: „Wir wollen nicht lernen, wie man eine kaputte Welt verwaltet – wir wollen eine lebenswerte Zukunft mitgestalten. Wer nachhaltige Lösungen fordert, muss Universitäten, Studierende und Nachwuchsforscher*innen auch entsprechend ausfinanzieren.“
Im Zentrum der BOKU-Demonstrierenden stand die Sorge, dass Einsparungen im Hochschulbereich langfristig Innovation, Forschung und gesellschaftlichen Fortschritt gefährden. Gerade Universitäten leisten tagtäglich wichtige Beiträge in Bereichen wie Kreislaufwirtschaft, Energieversorgung, Hochwasserschutz oder der Entwicklung krisenfester Gesellschaften.
Die Botschaft der Demonstrierenden war klar: Bildung und Forschung sind keine Kostenstelle, sondern die Grundlage für eine nachhaltige und demokratische Zukunft.
Die ÖH BOKU repräsentierte die unzähligen Studierenden, die von den geplanten Budgetkürzungen an der BOKU betroffen sein werden. (©BOKU/Peter Zeschitz)
Christoph Pfeifer, Vizerektor für Forschung und Innovation, betonte in seiner Rede, dass man die großen Herausforderungen unserer Zeit nur mithilfe der Wissenschaft bewältigen kann. (@BOKU/Peter Zeschitz)
BOKU-Rektorin Eva Schulev-Steindl (in der Mitte) demonstrierte in der ersten Reihe gehen mögliche Budgetkürzungen an den Universitäten. (©BOKU/Peter Zeschitz)
Alex Weger, Vorsitzender der ÖH BOKU, betonte die Verantwortung von Politik und Gesellschaft gegenüber Bildung und Forschung. (@BOKU/Peter Zeschitz)
Studierende wie auch Forschende und Lehrende der BOKU nutzen ihr demokratisches Recht, um gegen die mögliche Beschneidung von Forschung und Wissenschaft zu protestieren. (©BOKU/Peter Zeschitz)
V.l.: Wolfgang Liebert (Ethikplattform) sowie Markus Fiebig, Peter Holubar und Rita Renz vom Betriebsrat zeigten volle Solidarität (©BOKU/Peter Zeschitz)