11.05.2026 - In BOKU veritas: Die Jahrgangsweine 2026 sind gekürt!
V.l.n.r.: Institutsleiterin für Wein- und Obstbau Astrid Forneck und ÖH-Vorsitzende Julie Hartmann mit den Sieger*innen der BOKU-Weinverkostung 2026 sowie BOKU-Rektorin Eva Schulev-Steindl (Peter Zeschitz)
Ob spritziger Muskateller, kräftiger Rotwein oder naturbelassene Kreation: Am 8. Mai wurden die offiziellen Weine 2026 der BOKU University im Rahmen eines studentischen Wettbewerbs prämiert. Im Universitäts- und Forschungszentrum Tulln (UFT) wurden sie von einer Jury verkostet und für ausgezeichnet befunden.
Seit nunmehr 17 Jahren bietet die BOKU inskribierten Student*innen aus familiären Weinbaubetrieben, die Möglichkeit, im Wettbewerb auf sich als Nachwuchswinzer*innen aufmerksam zu machen. Dieses Jahr nutzen insgesamt 30 Personen diese Chance.
Viele von ihnen ergänzten das Wissen und die praktischen Erfahrungen, die sie von zuhause mitbrachten, mit dem, was sie in den vergangenen Monaten an der BOKU lernen durften. Denn diese bietet neben dem Bachelorstudium der Agrarwissenschaften mit Schwerpunkt auf Weinbau und Önologie seit 2015 auch das internationale Masterprogramm Weinbau, Önologie und Weinwirtschaft – kurz "Master WÖW" - an.
Und der Preis geht an…
Auch in diesem Jahr hatte die 40-köpfige Jury unter der Leitung des BOKU-Alumnus und VINARIA-Redakteurs Rüdiger Pröll die angenehme Qual der Wahl. Liebevoll vorbereitet und kredenzt von Master-WÖW-Studierenden standen vier internationale, drei Natural, drei Rot- und 20 Weißweine zur Degustation.
Um 19 Uhr war es dann soweit: Auf der Bühne der UFT-Aula verkündeten BOKU-Rektorin Eva Schulev-Steindl mit der Grande Dame der BOKU-Weinprämierung und Institutsleiterin für Wein- und Obstbau, Astrid Forneck, sowie der ÖH BOKU-Vorsitzenden Julie Hartmann die diesjährigen Sieger*innen:
- Weißwein: Elisabeth Pölz, Masterstudentin des Umwelt- und Bioressourcenmanagements, mit einem Grünen Veltliner (2025) vom Weinbau Judith und Werner Pölz, Unterretzbach im Weinviertel
- Rotwein: Thomas Honsig, WÖW-Student, mit einem Cuvee (2023) vom Familienweingut Honsig, Weinviertel
- Internationale Weine: Justus Bartz, WÖW-Studentin, mit einem Riesling (2024) vom Weingut Apotheker Bartz , Mülheim an der Mosel
- Raw and Natural Wines: Lea Linhart, Doktorstudentin der AgriGenomics, mit einem Cuvee (Welschriesling, Roter Traminer, Grüner Veltliner) vom Bioweingut Linhart Niedersulz 67, Sulz im Weinviertel
In ihrer Rede betonte Hartmann die Wichtigkeit dieser jährlichen Preisverleihung zur Anerkennung und Förderung von angehenden Nachwuchswinzer*innen. "Die Auszeichnung würdigt herausragende Qualität und Nachhaltigkeit und macht studentische Mitgestaltung sichtbar. Wir gratulieren den Preisträger*innen herzlich und freuen uns auf die künftige Zusammenarbeit", so die ÖH-Vorsitzende.
Die kleinen Sommeliers von morgen
Bereits im Vorfeld der Weinprämierung wurde unter fünf Kandidat*innen der BOKU-Traubensaft des Jahres gekürt. Die Entscheidung fällten die Schüler*innen der Klasse 4C an der Volksschule II Tulln, die für die große Aufgabe gründlich vorbereitet wurden. Aussehen, Geruch, Geschmack und Nachgeschmack – all das haben die Kinder bei der Verkostung berücksichtigt. Die klare Gewinnerin des BOKU-Traubensafts 2026 ist Viktoria Bayer, Bachelorstudentin der Agrarwissenschaften mit einem weißen Falkensteiner Bio-Traubensaft vom Weinbau Roman Bayer.
Mit dem begehrten BOKU Wein/Saft Siegel versehen, gehen die prämierten Weine und Säfte im ÖH-Shop an der Wiener Türkenschanze in den Verkauf. Astrid Forneck lobte die Innovationskraft der Teilnehmer*innen. "Es ist jedes Jahr wieder beeindruckend zu sehen, wie viel Herzblut und Fachwissen die Studierenden und Absolvent*innen in ihre Produkte stecken. Ich freue mich bereits, die neuen Weine und Säfte bei alle künftigen BOKU Veranstaltungen zu sehen", betont die Institutsleiterin stolz.
V.l.n.r.: Josef Pleil mit Josef-Pleil-Preisträger Andreas Gallaun, Österreichische Hagelversicherung-Generalsekretärin Sabine Kamraner-Köpf und BOKU-Rektorin Eva Schulev-Steindl (Fotocredit: Peter Zeschitz)
Josef-Pleil-Preis der Österreichischen Hagelversicherung für junge Forschende
Auch in diesem Jahr wurde im Rahmen der BOKU-Weinprämierung eine herausragende wissenschaftliche Arbeit im Bereich des Weinbaus mit dem Josef-Pleil-Preis der Österreichischen Hagelversicherung ausgezeichnet. Das mit 3.000 Euro dotierte Preisgeld soll junge Forschende ermutigen, Lösungen für aktuelle Herausforderungen im Weinbau zu entwickeln. Dieses Mal ging die Ehre an den WÖW-Studierenden Andreas Gallaun und seiner Arbeit über "Künstliche Intelligenz für den Präzisionsweinbau: Automatisierte Detektion von Rebkrankheiten am Beispiel Esca".
Rückfragen:
Dr. Ulrike Anhalt-Brüderl
BOKU University
Institut für Wein- und Obstbau
E-Mail: ulrike.anhalt(at)boku.ac.at
Telefon: +43 1 47654-95815