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Ionisierende Strahlung ist eine besonders energiereiche Form von Strahlung, die Zellen und Erbgut verändern oder schädigen kann. Sie entsteht etwa durch Röntgengeräte oder radioaktive Stoffe. Umstritten ist, wie gefährlich sehr geringe Strahlendosen sind: Steigt das gesundheitliche Risiko bereits bei kleinsten Mengen – oder gibt es einen Schwellenwert, unterhalb dessen keine nennenswerten Schäden zu erwarten sind?

Bisher folgt der Strahlenschutz überwiegend dem ALARA Prinzip (As Low As Reasonably Achievable): Jede zusätzliche Strahlenbelastung soll so gering wie vernünftigerweise möglich gehalten werden. In den USA wurde 2025 jedoch eine Überprüfung dieses Ansatzes angestoßen. Diskutiert wird, ob künftig feste Grenzwerte gelten sollen, unterhalb derer keine weiteren Schutzmaßnahmen erforderlich wären. Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse liegen zu den gesundheitlichen Auswirkungen niedriger Strahlendosen vor? Wie sieht die derzeitige Praxis im Strahlenschutz aus? Welche Konsequenzen hätten feste Dosisgrenzwerte und eine Aufhebung des ALARA-Prinzips? Und wäre ein solcher Grenzwert mit dem europäischen Vorsorgeprinzip vereinbar?
 
Anlässlich dieser aktuellen Fragen laden die Wiener Umweltanwaltschaft und das Institut für Sicherheits- und Risikowissenschaften der BOKU University zum

17. Wiener Nuklearsymposium

Auswirkungen von Niedrigdosisstrahlung auf Mensch und Natur

Zeit: Freitag, 18. September 2026
Ort: BOKU University, Ilse-Wallentin-Haus (ILWA), EG
           Peter-Jordan-Straße 82, 1190 Wien
und im Livestream auf https://nuklearsymposium.at

Renommierte internationale Fachleute beleuchten das Thema aus radiobiologischer, epidemiologischer, regulatorischer und strahlenschutzpraktischer Perspektive. 

Es sprechen

Oleg Belyakov, Radiobiologe mit langjähriger Erfahrung in der Bewertung von Niedrigdosisrisiken und internationalen Sicherheitsstandards
Vertreter der IAEA im Ausschuss 1 der Internationalen Kommission für Strahlenschutz (ICRP)

Abel González, Experte für internationale Sicherheitsstandards (angefragt)
Ehemaliger Direktor der IAEA-Abteilung für Strahlenschutz, Transportsicherheit und Abfallsicherheit sowie leitender Berater der argentinischen Atomaufsichtsbehörde ARN 

Nikolaus Müllner, Leiter des Instituts für Sicherheits- und Risikowissenschaften
BOKU University 

Johannes Neuwirth, Leiter der Seibersdorf Academy und Gerichtssachverständiger für Strahlenschutz
Seibersdorf Laboratories 

David Richardson, Professor für Umwelt- und Arbeitsmedizin und leitender Forscher der INWORKS-Studie
University of California

Linda Walsh, Expertin für Strahlenepidemiologie
Universität Zürich 

Aufgrund der internationalen Ausrichtung werden die Vorträge in englischer Sprache gehalten.
Anmeldung für die Veranstaltung vor Ort auf https://nuklearsymposium.at

Wissenschaftlicher Kontakt
Mag. Dr. Nikolaus Müllner
BOKU University
Institut für Sicherheits- und Risikowissenschaften
E-Mail: nikolaus.muellner(at)boku.ac.at
Telefon: +43 1 47654 81820

Dipl.Ing Mag. Bernd Hrdy, B.Sc.
BOKU University
Institut für Sicherheits- und Risikowissenschaften
E-Mail: bernd.hrdy(at)boku.ac.at
Telefon: +43 1 47654 81816